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Noch Fragen?

Sind Religionen ehemalige Verschwörungstgheorien?

Scheint mir so. Dabei stimmen sie nicht mal (die Bibel zum Beispiel hat bei Biddha abgeschrieben - der war wirklich in der Wüste, bei Jesus kann man nicht sicher sein). Im Gegensatz zu 9/11 etc.
Wie kann man Kriege im Namen Jes Christ führen? Unfassbar eigentlich.
" Bilderberger" war anfangs auch VT, stimmt aber, wie man jetzt weiß.
Frage Nummer 24108
Antworten (31)
Welche Religion entsteht denn dann aus 9/11? Und welche aus der Mondlandung?
Religioenen sind auch jetzt noch Verschwörungstheorien!!!!
Ja, Ginny, schlecht ausgedrückt, ich weiß (sollte eine Hilfe sein für Menschen, die mit dem Begriff VT nix angfangen können). Aber Sie habens ja erfaßt! Und Ihre Meinung zur Frage?
Die Dummheit von Menschen wird halt immer ausgenutzt...
Das eine hat mit dem anderen nicht zwangsläufig etwas zu tun, nein.

Die Absichten sind unterschiedlich. Quasi sind ja Gläubige grundsätzlich eher für etwas. Verschwörungstheoretiker eher gegen etwas.

Ich glaube also nicht, dass aus jeder heißdiskutierten Theorie eine Religion wird.
Zum Wesen einer verschwörungstheorie gehört doch, dass es für ein Ereignis eine offizielle Erklärung gibt und dass Leute ihre eigene Theorie aufstellen, weil ser offiziellen Erklärung nicht folgen können oder wollen, weil es auch andere mögliche Erklärungen gibt.
und das passt nicht zur Entstehunggeschichte der Religionen: es gibt zum Zeitpunkt ihrer Entstehung nicht ausreichend Wissen, um Alternativen konstruieren zu können.

Religionen sind a priori Regeln zum gesellschaftlichen Miteinander. Und damit diese Regeln eingehalten werden, wird die ganze Kulisse aus Ritualen, Drohungen, Strafen, Belohnungen etc aufgebaut. Mit einer Verschwörungstheorie hat das für meine Begriffe nichts zu tun.
Unwissen und Verzweiflung Vieler, die Macht Weniger. Das ist das Rezept für eine Religion, einen Krieg oder beides Zusammen. "VT" ist da nur ein Begriff für einen Teil des Ganzen.
Weit verbreitete Religionen sind meißt sehr alt, damals war die Verbreitung von Wissen ein großes Problem. Heute ist das anders.
Das ist auch der Grund, warum die Mächtigen so viel Angst vor der freien Verbreitung von Informationen haben und warum immer weniger informierte Menschen religiös sind.
@hphersel: Das mit den Regeln für's Zusammenleben habe ich nicht bedacht, ist aber ein wichtiger Punkt. Zwar ist nicht für jede Regel eine Drohkulisse nötig, aber sie gehören halt dazu. Einzige mir bekannte Ausnahme ist der Buddhismus, der allerdings auch keine Religion ist, sondern eine Lebenseinstellung.
Ich schrieb ja "ehemalige" VT´s. Es wurde die herrschende Glaubensrichtung in Frage gestellt, und zwar anfangs immer heimlich; die eigene Lehre wurde dagegen als richtig gepriesen. Für Regeln des Zusammenlebens waren ja darauf fußende Gesetze da.
Verschwörungstheoretiker wollen im Grunde nicht Recht bekommen, sondern im dunklen Zimmer sitzen und sich für die einzigen Durchblicker halten. Bekämen sie allgemeine Gefolgschaft, würden sie diese durch neue Theorien untergraben. Religionen wollen bekehren - denn Religionen fordern Macht ein, indem sie behaupten, eine auserwählte Gruppe von Menschen (Priester etc.) habe Zugang zu Geheimwissen. Für Macht brauchen sie Gefolgschaft.
Ich lese bezüglich Religion hier immer nur einseitige Allgemeinplätze. Wer einer Religion anhängt ist dumm, uninformiert, unaufgeklärt, lässt sich vom Klerus manipulieren, ist wissenschaftsfeindlich, glaubt an Gespenster und verbrennt Hexen. Leute also, über die man sich lustig machen darf. Da wir hier inzwischen sogar bei Verschwörungstheorien angelangt sind (ja, das fragt wirklich ein Durchblicker), antwortmat behauptet, dass informierte Menschen nicht religiös sind, rrankewicz beschwört dunkle Mächte, da frage ich doch wirklich mal ernsthaft, welches Wissen das sein soll, das die Religionen überflüssig machen soll. Der menschliche Verstand kann es nicht sein, denn sonst hätten wir seit der Aufklärung das Paradies auf Erden. Im Moment rutscht es aber gerade in die andere Richtung. Die Frage, welches großartige Wissen das sein soll, ist ernst gemeint, die üblichen Plattitüden werden bei so viel geballter Intelligenz sicher kommen, sind aber nicht hilfreich.
Ingenius, das liegt im Wesentlichen wohl daran, dass sich die Zeiten geändert haben: Wir mögen zwar auch nicht das WISSEN haben, um all unsere Fragen beantworten zu können, haben aber in Anbetracht der Tatsache, dass vieles, was lange als "wahr" galt (von den kirchlichen Lehren) sich als Unsinn herausgestellt hat, den Schluss gezogen, dass auch die anderen kirchlichen Antworten auf unsere Fragen nicht genügen können- zu viele interne Widersprüche haben die Kirchen im Lauf der Jahrhunderte aufgehäuft- da kommt man irgendwann dazu zu sagen: Die Antworten, die für das einfache Volk vor zweitausend Jahren genügend waren, werden einer modernen Gesellschaft nicht mehr gerecht.
Und ja, meiner Meinung nach ist echte Religiösität Feigheit und Engstirnigkeit- wer WIRKLICH glaubt, dass Jesus übers Wasser gelaufen ist, den halte ich für engstirnig.
Selbst mein Patenonkel gibt zu, das Gott ein vom Menschen erschaffenes Hilfskonstrukt ist- und der ist Pfarrer, und weit weg von Kirchenkritik und Atheismus.

Um deine Frage nach dem Wissen eindeutig zu beantworten: Das Wissen, dass die Kirche und Religion Menschenwerk sind- und damit auch nicht im Besitz von größerem wissen als wir.
Die Erkenntnis eben, dass die religion uns die großen fragen im leben auch nicht wirklich beantworten kann, sie liefert nur eine einfache, bequeme, Jackpotlösung (der Vergleich mit Lotto ist beabsichtigt).
Ich persönlich habe festgestellt, dass viele gläubige Menschen aus reiner Tradition gläubig sind- sie sind so erzogen worden und weigern sich aus Angst, zu hinterfragen- das finde ich engstirnig.
Das ist dasselbe, wie CDU wählen, nur weils die Eltern schon so gemacht haben.
Wenn dus aber ganz ausführlich studieren willst: Stell die Frage doch seperat der Community und schau was dabei herauskommt.
es besteht bei sehr vielen Menschen -unabhängig von Bildung und Herkunft- ein sehr tiefes Grundbedürfnis nach Spiritualität, nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe.
Dieses Bedürfnis wird durch Religion im weitesten Sinne befriedigt. Insofern hat Religion ihre Daseinberechtigung.
Natürlich ist Jesus nicht wirklich "über das Wasser" gelaufen, natürlich wurde die Welt nicht in sechs Tagen erschaffen. Aber solange niemand schlüssig sagen kann, wo die Materie des Urknalls herkam und wie die physikalischen Gesetze entstanden sind, kann niemand wissenschaftlich fundiert die Existenz Gottes (oder Allahs oder Krischnas oder wie auch immer man in nennt) negieren.
Das mit der Kirche ist etwas ganz anderes....
@ Tilvur
Von den Allgemeinplätzen wollte ich eigentlich weg, und eine religiöse Dikussion möchte ich auch nicht anzetteln. Negativaussagen zur Kirche gibt es reichlich, ich fragte eigentlich nach einer Positivaussage, warum das „Wissen“ die Religion überflüssig machen soll. Wissenschaft und Religion schließen sich nicht aus, die Wissenschaft versucht die Welt zu erklären, wie Gott sie geschaffen hat. Mehr nicht. Nicht zu vergessen: Die Klöster waren die Wiege der Wissenschaften (nach den Griechen). Wenn sich „Wissenschaftler“ anmaßen zu beweisen, dass es keinen Gott geben kann, werden sie nicht erfolgreich sein können, denn wie soll das gehen? Umgekehrt geht das auch nicht, aber der Gläubige sucht ja gar nicht den Beweis, der sucht die Wahrheit. Bei deinem Patenonkel wird er sie allerdings nicht finden. Aber wie gesagt, jegliche religiöse Diskussion ist nutzlos. Ich wollte ja nur plausible Argumente (positive Indikation).
@ Tilvur
Ein Beispiel greife ich mir aber heraus: Engstirnig ist, wer nicht (!) glaubt, dass Jesus über das Wasser gelaufen ist. Setzen wir mal voraus, dass Gott allmächtig ist und die Welt geschaffen hat. Dann könnte man ihn doch gewissermaßen mit einem Programmierer vergleichen, der auf einem Supercomputer eine komplexe virtuelle Welt erschafft. Dieser Programmierer gibt seiner Welt nach seinem Belieben phyikalische Gesetze, unterliegt diesen selbstverständlich aber nicht. Da könnte er doch ein ein paar Programmzeilen für ein bestimmtes Individuum namens Jesus schreiben, dass ihn über Wasser laufen lässt, ohne zu versinken. Was ist daran so sensationell? Engstirnig ist, wer glaubt, alles müsse sich unserem Verstand unterwerfen und sich nach den uns bekannten Regeln richten. Um es deutlich zu sagen: In dieser virtuellen Welt wird irgendwann ein programmierter Tilvur schreiben, dass nach seiner Erkenntnis so etwas nicht sein kann. Seine Erkenntnis! Lol.
1000 Zeichen... Schnauze voll davon, so lässt sich eh nicht diskutieren, also verwerf ich meinen mühsam geschriebenen Text wieder und gehe nur auf einen Punkt Ihrer Argumentation ein, weil er, mit Verlaub, Sülze ist:

Der Gläubige sucht eben NICHT die Wahrheit- die interessiert ihn auch gar nicht, das steckt allein im Begriff "gläubig" schon- der Gläubige sucht überhaupt nichts, denn für den Gläubigen ist ohnehin alles klar und unabhängig von Beweisen irgendeiner Art.

Ihre Geschichte mit dem Programmierer funktioniert für mich leider nunmal nicht, weil die Voraussetzung eines allmächtigen Gottes für mich ja genau das Problem ist.
Aber wie gesagt: für eine Diskussion taugt dieses Forum nicht.
@ingenius: Ich glaube (;-)), hier besteht wohl Einigkeit, daß Religion bzw. Religiosität ein menschliches Grundbedürfnisdarstellt - selbst im Kommunismus war das ja nicht auszurotten.
Ich glaube bzw. weiss auch aus der Geschichte, daß sich die Befriedigung dieses Bedürfnisses für die Mächtigen hervorragend eignet, Völker(massen) für ihre Zwecke einzusetzen und über wahre Absichten hinwegzutäuschen. Es ist wohl die Sinnfrage des Daseins (Woher? Wohin?), die da zugrunde liegt.

Für die Entwicklung des menschlichen Verstandes waren übrigens die klimatischen Bedingungen bestimmter Regionen genauso bestimmend (z.B. der Zwang zur Vorsorge bei der Nahrung) wie etwa Rohstoffvorkommen. Wir unterliegen den Naturgesetzen doch mehr, als wir heute glauben...
Warum sollte was falsch sein, nur weil jemand was von einem anderen übernommen hat oder teile abgeschrieben hat? Laut dieser Logik wäre Gutenbergs Doktorarbeit ja auch inhaltlich falsch. Und jede Interpretation eines Werkes auch, sobald jemand Sekundärliteratur benutzt und diese mit verwendet. Das zeigt doch ganz deutlich, dass die Aussage so nicht stimmt. Es ist vollkommen legitim, die Gedanken anderer mit zu verarbeiten und zu zitieren. So was wurde schon immer gemacht.

Natürlich sollte man trotzdem nicht gerade so abschreiben, wie ein zu Gutenberg es getan hat, ich denke es dürfte klar sein, wie es gemeint ist.

Aber was hat das ganze mit Verschwörungstheorien zu tun? Genau - nichts.
Was soll das nun wieder? Ich habe ein (!) Argument dafür vorgebracht, dass die Bibel als Grundlage des christlichen Glaubens eine Märchensammlung ist, die abgekupfert, uminterpretiert und schlecht zitiert hat. Mehr nicht - aber durchaus auch Merkmale von VT´s, nicht wahr?
Nehmen wir mal als neues Beispiel die öffentliche (Sieger)meinung über Deutschland und seine Schuld am zweiten Weltkrieg. Nicht nur Historiker gelangen langsam zu der Auffassung, dass Hitler daran nicht alleinschuldig gewesen sein kann, sondern den nützlichen Idioten gegeben ha (z.B., mit großer Unterstützung des Bush-Clans aus den USA). Hätte A.H. nun aber sich siegreich ausgebreitet über Europa, hätten wir sicherlichheute eine alleinseligmachende Art Mao-Bibel - vielleicht eine Staatsreligion. Ich überlasse es aber Ihnen, sich auszumalen, wo hier die erfolgreiche VT zu sehen ist.
.... und wo der Geschichtsrevisionismus beginnt .....
...den haben wir hinter uns, das sage ich ja. Kennzeichnend dafür : Nur Presseleute (wie Nannen und Springer) die absolut die Ansichten der Sieger verbreiteten, hatten Aussicht auf Erfolg in der Nachkriegszeit...
@ starmax
Abgekupfert? Märchensammlung? Verschwörung? Diese in Heimarbeit zusammengezimmerten Phantasien sollen Argumente sein? Diese ewig halbgaren Erklärungen (wie auch von ing793), die süffisant von ober herab erklären, dass Religionen von jeher ein Manipulations- und Repressionsinstrument der Mächtigen waren oder auf einen psychischen Defekt hinweisen, lassen auf fest eingelötete Denkbarrieren schließen. Die entstehen schon in der Erziehung, und das Produkt ist die sogenannte „unabhängige kritische Vernunft“. Und Leuten mit Denkbarrieren im Kopf und begrenztem Vorstellungsvermögen soll ich vertrauen? Mir geht es nur darum darauf hinzuweisen, dass Religiöse nicht die dummen Schäfchen sind, sondern durchaus einen eingenen Kopf zum Denken haben, diesen im Gegensatz zu den seichten Mainstream-Zeitgenossen auch einsetzen, und somit zu einer Entscheidung kommen.
Hinter uns, starmax?

"Nicht nur Historiker gelangen langsam zu der Auffassung, dass Hitler daran nicht alleinschuldig gewesen sein kann...."???

Tatsächlich?
WOW! Was für Emotionen hier aufkommen - und selbst die Nazizeit wird indirekt erwähnt...
Ich habe es an anderer Stelle schon mal zu sagen versucht: Religiosität ist etwas zutiefst individuelles, und daraus ergibt sich: jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, jeder muss seine eigene Spiritualität finden, seine eigenen Überzeugungen und Glaubenssätze. Und keiner hat das Recht, seine eigene Meinung anderen aufzudrängen. Denn es gibt kein eindeutiges "richtig" oder "falsch": jeder ist überzeugt, Recht zu haben, und Objektivität ist höchstens bei Naturgesetzen gegeben und nicht bei Gedanken und Ideen. Jeder kann sofort sehen, dasss der Apfel nach unten fällt und nicht zur Seite. Aber ob eine Idee falsch ist oder nicht, lässt sich oft nur aus der zeitlichen Distanz feststellen, nämlich wenn die Konsequenzen aus der Idee objektiv sichtbar werden. Und selbst dann können sich Leute noch trefflich über die Interpretation der Beobachtung streiten...
Nach einer Theorie gibt es keine Götter sondern Ausserirdische, die die Menschen beeinflusst haben und zu Göttern erklärt wurden. Gestern aufm History Channel gesehen ;-)

PS: wuustest Du, das die katholische Kirche der größte massenmörder der Geschichte ist? Noch weit vor Stalin und Mao...
"Die katholische Kirche"....

Womit wir wieder bei der Unterscheidung zwischen Religion und Institution wären ....
Gast
Ein Pfarrer, der nicht an Gott glaubt. Ich hatte schon geahnt, dass es soetwas gibt.
Vielen Dank für diese Info, Tilvur!
@ TKKG
Dann werde ich mal meine fünfte Antwort auf den Putz hauen. Es wird niemand gezwungen, diesen Thread hier zu lesen. Wer sich hier einmischt und fordert, die Diskussion möge endlich aufhören, erinnert mich an den Fernsehzuschauer, der sich darüber beklagt, den ganzen Abend eine unterirdische Sendungen gesehen haben zu müssen, weil er den Aus-Knopf auf seiner Fernbedienung nicht kennt.
Zur Originalfrage:
Nein, ich denke nicht, dass Religionen aus Verschwörungstheorien entstanden sind, es gibt aber starke Parallelen, u.a.: Beide sind nicht beweisbar und beide geben den Anhängern ein Gefühl von Erklärbarkeit und Halt in einer komplexen Welt.
Lesenswert: Verschwörungstheorie: Ersatzreligion und Mythos, oder allgemein Wikipedia.