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Noch Fragen?

Sind unsere angeblich unabhängigen und überparteilichen Medien doch politisch gesteuert?

Ich hatte mir das Video von Rezo nur ein paar Minuten angesehen und nach der Klima Sequenz abgeschaltet. Gerade eben komplett. Wer das Ding durchhält bis zum Schluss, ist angewidert von der Politik und fragt sich ernsthaft, warum die großen Magazine die Füße stillhalten.
Frage Nummer 3000122574
Antworten (43)
Es gibt mir zu denken, warum nur die Vorwürfe zum Klimaschutz aus dem Video öffentlich diskutiert werden. Was ist mit dem Rest?
Es ist wohl das Grundproblem der Demokratie, dass Entscheidungen die Interessen vieler Gruppen ausgleichen müssen und daher Kompromisse zu treffen sind.

Wenn ich dann Kompromisse der letzten 20 Jahre Revue passieren lasse und nur die (aus heutiger Sicht) schlechten Kompromisse betrachte und stets die Position der gesellschaftlichen Gruppe ausblende, die mir nicht passt, dann entsteht so ein Video.

Zur Frage: Dem einen sind die Medien zu links, dem anderen zu rechts. Daraus kann man schon ableiten, dass sie im Wesentlichen unabhängig sind.
@Stechus
Die Sache mit den Drohnenangriffen über Ramstein hat wohl nichts mit rechten oder linken Medien zu tun. Da geht es um Kriegsverbrechen.
Diskutiert werden halt nicht die Themen, die Rezo gesetzt hat, sondern die Themen die sowieso diskutiert werden. Der Rest wird ignoriert. Deshalb ist das Gebabbel von der CDU, sie hätten wegen Rezos Video so schlecht abgeschnitten ja auch dummes Zeug.
Die großen Magazine halten ihre Füße nicht still. Die Sache mit den Drohnen, deren Piloten in Ramstein sitzen und die vor Ort gezielt töten, ist durch die Medien gegangen, sowohl in Print als auch in dem einen oder anderen ARD Magazin.
Die Leser/Seher fanden das nicht skandalös und es ist wieder eingeschlafen. So geht es halt mit vielen "Skandalen" - sobald Rooobert wieder was neues von sich gibt, ist der Skandal vergessen.
Kriegsverbrechen in Ramstein? Gibt es denn Verurteilungen?

So einfach ist es wohl nicht, wie ich gefunden habe (Denis Basak):

Nach § 9 StGB haben zumindest die in Ramstein handelnden Personen ihren möglichen Tatbeitrag in Deutschland erbracht, so dass nach § 3 StGB auch deutsches Recht einschlägig ist. Geht man tatsächlich von Taten nach § 7 VStGB aus, könnte die Generalbundesanwaltschaft das Verfahren nicht schon nach § 153f der Strafprozessordnung (StPO) einstellen, etwa weil die Beschuldigten sich nicht mehr in Deutschland aufhielten und ein solcher Aufenthalt auch nicht zu erwarten sei. Dies ist nämlich nur bei Auslandstaten möglich.

Gegen die Einleitung eines Verfahren spricht allerdings Art. VII (3) (a) (ii) des NATO-Truppenstatuts, nach dem gilt: "Die Militärbehörden des Entsendestaates haben das Vorrecht auf Ausübung der Gerichtsbarkeit über ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges in Bezug auf [...] strafbare Handlungen, die sich aus einer Handlung oder Unterlassung in Ausübung des Dienstes ergeben."

Genau darum geht es: Einfach Behauptungen aufstellen und Halbwahrheiten verbreiten. Oder wichtige Infos weglassen.
@Stechus
Zieh dir das Video mal rein und dann blubber wieder.
Halt Dich raus, Stechus!
Kein deutscher Staatsanwalt, der drei Tage danach noch Staatsanwalt sein will, wird einen amerikanischen Soldaten anklagen, der auf deutschem Boden in Ausübung seiner Tätigkeit ein Kriegsverbrechen begangen hat.
Kein deutscher Innenminister, der drei Tage danach noch Innenminister sein will, würde das unterstützen und kein(e) Kanzler(in), die drei Tage danach noch im Amt sein will, würde ihm den Rücken freihalten.

Das gilt nicht nur für Deutschland.

Die Amerikaner konnten und können (fast) weltweit schalten und walten wie sie wollen und sind einzig ihrer eigenen Gerichtsbarkeit unterworfen.

Da ist es einfach lächerlich, sich auf fehlende Urteile zu berufen. Wer sollte sie denn verurteilen???
Ihr seid schon rechte Spassvögel! Dreht euch den Rechtsstaat, wie es euch beliebt. Folgtet ihr ansonsten strikt dem Grundsatz, dass keine Straftat vorliegt, wenn ein Gericht keine Verurteilung vornimmt, so dreht ihr euch hier um 180 Grad.

Ja was denn nun?

Meine Empfehlung: Selbst denken! Weder von mediokren Youtubern noch von Pofis und Experten Wutreden und Empfehlungen kritiklos hinnehmen.
"selber denken" ist ein sehr guter Ansatz.

Hättest Du ihn befolgt, wäre Dir der Unterschied zwischen Straftat und Straftäter ggfs. aufgefallen.

Ich stehe dazu, dass nur dann jemand verurteilt werden sollte, wenn er der Straftat überführt wurde. Ohne Urteil gibt es keinen Täter. Das ist Basis eines Rechtsstaates und da drehe ich auch nichts dran.

Dass es keinen Täter gibt, bedeutet aber keinesfalls, dass es keine Tat gibt. Mit diesem Unsinn unterstreichst Du nur die Berechtigung meines Aufrufes, Dich da 'rauszuhalten.
dass ein deutscher staatsanwalt einen amerikanischen soldaten wegen angeblicher kriegsverbrechen verhaften lässt, kann ich mir nicht vorstellen. Riskiert er damit doch eine militäroperation der amerikaner, um ihren soldaten zu befreien. leuten wie trump würde ich sowas zutrauen. wie in einem anderen thread schon angemerkt: als fahradfahrer legst du dich lieber nicht mit LKWs an.
@Stechus
Hättest Du meinen Rat befolgt und das Video mal angesehen könntest Du auch selbst denken.
Es ist natürlich hartes Brot mit seiner festgesetzten Meinung sich durch 55 Minuten Video zu arbeiten. Es gibt auch jede Menge Selbstdarstellung der eigenen Kompetenz unserer Politiker. Das haben die Damen und Herren freiwillig eingespielt. Übrigens, im Video ist von Wutrede keine Spur, die findet nur in Deinem begrenzten Horizont statt.
Du hörst nicht zu mein Guter. Bei ca. 17:30 Minutenspricht Rezo explizit von seinem "rant".
Ich übersetze das für dich: Rant bedeutet Wutrede.
Soviel zum Thema "festgesetzte Meinung"

Zitat aus "bedeutungonline.de"
„Rant“ ist ein englisches Wort und steht für die emotionale Äußerung einer Meinung. Auf deutsch wird „Rant“ wie folgt übersetzt:

- Ansage
- gegen jemanden / etwas wettern
- Geschimpfe / Gezeter / schimpfen
- Meinungsäußerung
- sich Luft machen
- Tirade / Wuttirade / Hasstirade / Schimpftirade
- Wutrede

Einem „Rant“ geht meist ein Gefühl der Wut, der Enttäuschung oder des Zorns voraus. In einem „Rant“ äußert jemand seine Meinung, positioniert sich, stellt klar, wie er oder sie zu etwas oder jemanden steht und macht deutlich, warum er oder sie etwas ablehnt bzw. etwas zustimmt. Auch beinhaltet ein Rant die Bewertung von Ereignissen, Erlebnissen Personen und Verhalten.
Zitat Ende

Ja, "Wutrede" ist eine(!) mögliche Bedeutung von mehreren. Welche dem Von Rezo gebrauchten Begriff nahe kommt, sollte sich aus dem Zusammenhang erschließen.
Wer also der Meinung ist, das Ganze sei unsachlich, falsch und an den Haaren herbeigezogen, der wird aus diesem Zusammenhang möglicherweise auf "Wutrede" schließen.
Wer sich hingegen in jüngerer deutscher Geschichte auskennt, kommt möglicherweise zu einem anderen Schluss.
Für mein Verständnis ist eine Wutrede auch eher laut und meist unsachlich. Beides kann ich bei dem Video nicht erkennen. Da sehe ich eher bei AKK, der Union, dem Profi Lindner und hier bei Stechus wenig Sachliches. Der Mann stellt des Öfteren einfache Fragen und liefert mit Videomaterial die Antworten der Politik auf dieselben.
Wie bei Dir Stechus, Phrasen ohne Inhalt.
Ich habe das Video nun gesehen. In Gänze. Für mich war nichts Neues dabei. In ein paar Wunden legt Rezo zurecht den Finger (Ramstein). In den Ausschnitten wird m.E. deutlich, dass aufgrund diplomatischer Zwänge, auf die nicht weiter eingegangen wird, die Regierung diesen Umstand mit der Faust in der Tasche hinnimmt. Dummerweise haben die USA aufgrund der fehlenden Wehrhaftigkeit von Deutschland allein ein gewisses Erpressungspotenzial, was aus den Ausschnitten recht deutlich wird. Ich gehe auch stark davon aus, dass es entsprechende Gespräche zwischen USA und Deutschland deswegen gab. Nicht alles kommt in die Presse.
Und ob Deutschland aus der NATO deshalb austreten sollte?

Wirklich witzig ist das dumme Huhn, die Drogenbeauftragte.
Aussagen von Voss zum Urheberrecht werden aus dem Zusammenhang gerissen und ihm Inkompetenz unterstellt, was ich nicht teile, denn ich habe einige Interviews mit ihm gesehen. Hier ärgert sich Rezo offenbar, dass ihm vielleicht Einnahmen wegfallen.

Zu überzeichnet finde ich den Schlussappell, dass CDU und SPD für die Zerstörung der Erde verantwortlich sein werden, wenn man sie weitermachen lässt.

Wenn für euch Neuigkeiten im Video waren empfehle ich euch, ab und zu eine Zeitung zu lesen. Dort werden dann zuweilen auch Gegenpositionen erläutert.
@Ing793: Echt süss, wie du für rayer Partei ergreifst😂
So wie gerade die Windkraft ausgebremst und die E-Autos mit Prämien befeuert werden, würde ich mich nicht wundern, wenn in 10 Jahren der Ausstieg aus dem Kohleausstieg verkündet wird. Bis dahin wird die E- Mobilität einfach zu viel Strom verbrauchen, um die Dreckschleudern abzuschalten. Leider konnte man nicht mehr Windräder installieren, die Fläche dafür war einfach zu klein und der Einspruch der Anwohner zu groß. Wer natürlich ganze Wälder abholzen und Dörfer umsiedeln will, bekommt natürlich schnell mal eine Enteignung durch die Rechtssprechung.
Nun Stechus, Pack schlägt sich und Pack verträgt sich.
techus
Bei Minute 17:50 hast Du Dich aber ausgeblendet, zumindest sehe ich noch keine Einlassung von Deiner Seite auf die folgenden ungeklärten Fragen aus dem Video.
Sorry, sollte natürlich Stechus heißen und Deine Einlassung hat sich mit meiner überschnitten.
@Stechus
Zitat Rezo: "Jetzt mal ein Rant: Ziele setzen ( CO2 Reduktion ) und dann nicht einhalten, was ist das für ein inkompetenter Shit. Ziele setzten und dann nicht einhalten ist doch kein Verhalten für eine Bundesregierung". Was ist daran schlimm?
Wie wäre es mal eine Antwort auf die Frage zu liefern weshalb andere Länder der EU gerne mehr Tempo vorlegen möchten beim CO2 aber Deutschland spielt nicht mit.
Also bitte, rayer: Stell dich doch nicht dumm!
Du weisst genau, dass die Atomkraftländer einen CO2- Vorteil haben.

Nach Fukushima gab es in Deutschland einen grossen gesellschaftlichen Konsens, dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Dass das zu Lasten des CO2- Ausstoßes geht, liegt in der Natur der Sache. Frankreich macht auf dicke Hose und heizt selbst mit Atomstrom. Drück die Daumen, dass uns Fessenheim nicht demnächst um die Ohren fliegt.
@Stechus
Nicht blubbern, sondern Fakten. Die Klimaziele wurden 2015 gesetzt. 5 Jahren nach dem CDU Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg. Wenn die Laien an der Regierung nicht wussten, dass der Atomausstieg beschlossenen Sache war, sind die eh fehl am Platz. Nebenbei Rot-Grün hatte schon 10 Jahre früher ( 2000 ) den Atomausstieg beschlossen, sage und schreibe sind wir in 20 Jahren nicht in der Lage gewesen Klima neutrale Energieversorgung zu installieren. Respekt.
Ich erinnere einfach mal am Rande, dass es bereits 2002 einen zwischen Regierung und Energiewirtschaft geschlossenen Vertrag gab, der die Abschaltung der Kernkraftwerke zwischen 2010 und 2015 vorgesehen hat.

Dieser Vertrag wurde ohne Not (und vor allem ohne Gegenleistung) von Schwarz/Gelb außer Kraft gesetzt und der Ausstieg mal so eben um 10-14 Jahre verschoben.

Und dann kam Fukushima. Ratz Fatz wurden acht AKW sofort abgeschaltet und Ratz Fatz wurde innerhalb von knapp zwei Jahres genug erneuerbare Kapazität installiert, dass im Januar/Februar 2012 mehr regenerativer Strom tatsächlich erzeugt wurde als es die abgeschalteten Schüsseln gekonnt hätten.

Es IST möglich, wenn man will und wenn man muss und wenn die CDU 2006 nicht so besoffen den Lobbyisten zugehört hätte, dann wäre die Wende schon 10 Jahre früher in Gang gekommen (und zwar ohne Milliardenklagen - denn die Energieunternehmen erinnern sich nicht daran, dass man ihnen Milliardeneinnahmen GESCHENKT hatte, sondern verlangen jetzt Entschädigungen dafür, dass ein Teil dieser Geschenke doch nicht fliessen soll).

Die Klimaziele für 2020 wären relativ einfach zu erreichen gewesen, wenn man Energie- und Autoindustrie nicht bis zum Blinddarm in den A*** gekrochen wäre.
Nach meiner Erinnerung wurden 1997 im Kyoto die Ziele festgelegt, der Atomausstieg kam im Jahr 2000.
Ab da regierte (wohl) das Prinzip Hoffnung,
Ich nehme an, dass in Paris keiner die Ziele kassieren wollte.

Dass die Autokonzerne Bockmist gemacht haben sehe ich genauso. Und über die Verkehrsminister müssen wir nicht reden ...
@Stechus
Es war möglich in 25 Jahren die zerbombte BRD wieder aufzubauen, es war möglich in weniger als 20 Jahren die DDR aufzubauen. Was hält uns davon ab in 20 läppischen Jahren die ganze Energiegewinnung auf Solar, Wasser, Wind und Biomasse umzustellen? Allein es fehlt der Wille.
Copy&Paste
196 Länder und die EU haben die Klimarahmen-konvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) ratifiziert. Im „Übereinkommen von Paris“ (Pariser Abkommen) im Rahmen der UNFCCC hat sich die Weltgemeinschaft 2015 verpflichtet, die Erderwär-mung bis Ende des Jahrhunderts deutlich unter 2 °Cund möglichst unter 1,5 °C gegenüber dem vor-industriellen Niveau zu halten.Als Beitrag zu dem Pariser Abkommen haben sich die EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis 2030gemeinsam eine Treibhausgasemissionsreduktionvon mindestens 40 Prozent verglichen mit 1990zu erreichen. Die EU arbeitet derzeit an einer Weiter-entwicklung ihrer Klima- und Energiepolitik, um dieses Ziel zu erreichen. Bis 2050 soll der EU-weite Treibhausgasausstoß um 80 bis 95 Prozent gegen-über 1990 verringert werden.
Ich habe viele Anstrengungen der Politik wahrgenommen, auf regenerative Versorgung umzustellen.
Die Bevölkerung wehrt sich gegen
Speicherseen
Windräder
Stromtrassen
Staudämme

Deutschland ist eben nicht homogen. Der Strom muss gewonnen und durchgeleitet werden.
Mir fehlt die Phantasie, wie es in der geplanten Zeit gehen soll, wenn jedes Windrad durch drei Instanzen geklagt wird.
Damit hatte doch kaum einer gerechnet. Bei dem guten Image, das Windräder hatten.

Das ist nicht das Versäumnis der Politik. Es ist ein Rechtsstaatsproblem. In China geht sowas ratzfatz.
Ich lebe trotzdem lieber hier.
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ing die Tage angeführt die CDU geführte Regierung hat in NRW die für Windkraft ausgewiesene Fläche um 95 % reduziert. Auf Einsprüche der Bürger?
Das weiss ich nicht. Aber es sind doch ohnehin schon zu viele Windräder, deren Strom zwar verkauft aber wegen fehlender Stromleitungen nicht genutzt werden kann.
Das wäre zumindest ein Grund.

Fragen wir Ing nach den tatsächlichen Gründen.
Wer ist denn schuld, wenn Windräder ohne Netzanbindung gebaut werden? Langsam wird es lächerlich. Und wenn man von NRW nach Tschechien verkaufen kann, warum nicht von NRW nach RLP?
Das kann man jetzt so oder so sehen ...

Tatsächlich wurde die Bearbeitungszeit verdoppelt und der Mindestabstand zu bebauten Flächen fast verdreifacht, weil ...

Zitat:
Bevölkerung habe Vorbehalte gegen Windräder

"Wir wollen die Akzeptanz für Windanlagen in der Bevölkerung erhalten", argumentierte Landesbauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Freitag (19.10.2018) im Bundesrat. Ein massiver Ausbau stoße in weiten Teilen des Landes auf Vorbehalte, wenn sie in der Nähe von Wohnanlagen geplant werden.

Anwohner kritisierten Geräusche, Schattenwurf und Optik der Anlagen, sagte die Ministerin. In NRW sollen Windräder deshalb künftig nicht näher als 1.500 Meter an die nächste Siedlung heranrücken. Bisher üblich sind Abstände von 600 bis 800 Meter. Windkraft solle aber Bestandteil im Energiemix bleiben.
Zitat Ende

Niemand will irgendwas in seiner Nähe.
Ganz egal, ob es um Strom-, Gas- , Wasser- oder sonstige Leitungen geht, Umgehungsstraßen, innerörtliche Straßen, Parkplätze, hohe Häuse, breite Häuser, Kraftwerke, Bahnhöfe, Gleise, Autobahnen, Schulen, Kindergärten, Rathäuser, Industrienalagen, Obstplantagen, Sportplätze .... was auch immer ... geht:
- es gibt eine Bürgerinitiative dagegen
- und natürlich auch eine gegen die Alternative

Richtig, jedes verdammte Windrad muss bildlich gesprochen durch drei Instanzen eingeklagt werden.
Weil der deutsche Michel Veränderungen mehr scheut, als der Teufel das Weihwasser.
Das mit der Bürgerinitiative war sogar schon mal ein Tip in einem Immobilien-Special für "Wohnen auf dem Land". Wer sicher gehen will, mit dem neuen Haus keinen Schiffbruch zu erleiden, solle danach googeln. Was auch immer an Veränderungen in den nächsten zehn Jahren zu erwarten sei, erfahre er von der BI dagegen.
... demokratische Entscheide werden ignoriert. Und ist die Minderheit auch noch so klein, die Klage gegen, die muss sein.

Ich möchte auch keine chinesischen Verhältnisse. Aber das der passende Querulant jedes größere Bauvorhaben um zehn Jahre hinauszögern kann, das ist zu viel.

Und ganz freisprechen kann man die Politik auch nicht. Man muss die Leute mitnehmen. "Das ist unser Ziel, da wollen wir hin und das Ziel ist wichtig für Dich und für Deine Kinder - dazu wollen wir in den nächsten Jahren das und das und das machen - und jeder muss seinen Beitrag leisten"

Das wurde nicht gemacht.
Ich habe das ja schon mal in einer anderen Sache gepostet, da ging es um die toten Vögel durch Windkraft. Vor 2 Jahren habe ich mehr oder weniger unter einer Windkraftanlage gearbeitet, ca. 50 m bis zur Anlage. Tote Vögel keine Spur und an Lärm bzw. Geräusche kann ich mich nicht erinnern. Die Autobahn 2 km neben meinem Wohnhaus höre ich definitiv mehr als die Windmühle damals.
wenn eine windkraftanlage 10 jahre wegen einsprüchen nicht gebaut werden kann, liegt das weniger an querulanten sondern daran, dass sich die gerichte zuviel zeit lassen bzw. dass über zuviel instanzen geklagt werden kann. das anders Problem was ich sehe: die bereitschaft zum energiesparen ist gering und der stromverbrauch wächst immer weiter. Egal ob bleistiftanspitzer, pfefferstreuer oder schraubenzieher. alles muss heutzutage elektrifiziert sein.
Wobei meine Beobachtung ist, dass es den Gegnern von Stromleitungen und Windrädern gar nicht so um Vögel und Gesundheit geht. Sondern einfach nur um die Sorge, dass ihr Häusle an Wert verlieren könnte.

Solange jeder seine Vorteile am höchsten gewichtet und kompromisslos verteidigt, zeigen von der Hand, deren Finger sich auf die Politik richtet, immer drei Finger auf einen selbst.

Aber es war stets unkomfortabler, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen als auf "die Politik" zu schimpfen.
Ja unter einem Windrad zu leben ist für die hiesige Fauna wie das gelebte Schlaraffenland. Da fallen auch gebratene Tauben vom Himmel!
@wokk: Bis hierhin war es weitgehend eine vernünftige Diskussion. Wenn du einen Beitrag leisten willst, dann bitte ernsthaft.

Du weisst sehr gut, dass es nicht darum geht "unter einem Windrad" zu leben, sondern eines in 1000 Meter Entfernung zu akzeptieren.

Was also soll deine Einlassung?
Wer noch nie im ‚Sönke-Nissen-Koog’ nördlich von Husum war, hat überhaupt keine Ahnung davon, wie ein Windpark aussieht. Die bunten Bildchen aus den Mittelgebirgen, mit fünf oder sogar zehn Windkraftanlagen (Verspargelung der Landschaft!) rufen hier allenfalls schallendes Gelächter hervor. Im ‚Sönke-Nissen-Koog’ stehen hunderte Windkraftanlagen. Gerichtsverfahren? - Fehlanzeige. Und die Vogelfreunde? In direkter Nachbarschaft zu den Windrädern befindet sich - nur getrennt durch den Deich - ein riesiges Vogelschutzgebiet. Von Windrädern ermordete Vögel gibt es hier ebenso wenige, wie andernorts die tausende an ihren Halsbändern in Bäumen aufgehängten Katzen. Und mitten drin unterhält der NABU eine Vogelschutzstation auf einer eigenen Warft am Wattenmeer. Man muss es gesehen haben!

Strom und CO² ist bei uns kein Thema. Unser Strom ist 100% Öko.
@stechus: deine Beobachtung teile ich uneingeschränkt. Wenn irgendwo Feldhamster genannt werden, deren Lebensraum vor einer Bahntrasse geschützt werden sollen, dann geht es IMMER darum, dass die Nachbarn keinen Zuglärm haben wollen.

Das Schlimme ist, dass sie a) damit Erfolg haben und das b) als clever bewundert wird.
Und da setze ich mit der Kritik an der Politik an: ein Staat sollte nicht nur verwaltet sondern auch gestaltet werden, die Politik - oder genau genommen, der Bürgermeister, der Ministerpräsident, der Kanzler - sind hier mit ihrer Richtlinienkompetenz gefordert.
Der letzte Kanzler , der sowas gemacht hat, war Schröder mit seiner Agenda 2010.
Damals standen Arbeitsplätze auf Nummer 1 der Agenda und der Weg war erfolgreich.
Jetzt stehen dort Klima und Umwelt, aber ich sehe keine Agenda 2030 oder 2050.
@DerDofe
Wie ist denn der Lärmpegel im Windpark?
Eine Mühle habe ich, zumindest bewusst, aus der Nähe nicht wahrgenommen. Hunderte?
@ Stechus: Für dich hätte ich die Ironie-Gänsebeinchen rauskramen sollen.