User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Soll die Zwei-Klassen-Medizin abgeschafft werden?

Zunächst: ich bin gesetzlich versichert und einigermaßen gesund und habe bisher wenig Anlass zu Klagen im Versicherungsfall gehabt.Jeder hat sich schon geärgert, wenn er länger warten musste als ein Privatpatient. Die Beiträge sind langfristig für Privatpatienten teurer, dafür gibt es freie Arztwahl und je nach Tarif werden mehr Kosten für Heilmittel übernommen. Trotzdem möchte ich nicht privatversichert sein, weil diese Patienten viel öfter zu unnötigen aber teuren Eingriffen genötigt werden.

Abgesehen davon denke ich, dass ein wenig Wettbewerb im Gesundheitswesen auch die Leistungen insgesamt verbessert.
Wie denkt ihr darüber?
Frage Nummer 3000088359
Antworten (5)
Zur Frage der Bürgerversicherung, die ja die „Zwei-Klassen-Medizin“ beenden soll und die von der SPD auch eine der Vorbedingungen für die Neuauflage der GroKo ist, habe ich vor kurzem einen interessanten Leserbrief gelesen. Vielleicht ist er die Antwort auf die Frage.
Hier der Link: http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-68/privatversicherte-verhindern-den-kollaps-der-gesetzlichen-gesundheitsvorsorge--146347643.html
Ein Deutscher, ein Holländer und ein Franzose sitzen in Dänemark in einer türkischen Kneipe. Da sagt der spanische Wirt: "Na, ihr alten Schweden!"
Sorry Stechus, im falschen Thread gelandet.
Komentare in DLF-Kontrovers: PKV: Beamte müssen teilweise die Beihilfe vorfinanzieren. Rentner können sich die Tarife nicht mehr leisten. Mitgliedern werden unnötige Behandlungen aufgedrängt. Wegen den Rückstellungen für die PKV müssen Bundesländer überlegen, wieviel Rückstellungen sie sich leisten können. Außerdem sagte man mir vor Jahren, dass PKV-Mitglieder überdurchnittlich oft über falsche Rechnungen klagen. GKV: Die Barmer wirbt damit, dass Mitlieder im Internet ihre Abrechnungen abrufen können.
Die Bürgerversicherung schafft die Zwei-Klassen-Medizin nicht ab.

Insgesamt fließt weniger Geld in das Gesundheitssystem. Viele Praxen nutzen die Einnahmen von den Privatpatienten zur Quersubvention. Fällt das weg, kommt dazu, dass in der Privatversicherung jedes Familienmitglied einzeln versichert werden muss, in der gesetzlichen Versicherung genügt eine Mitgliedschaft. Das System wird also schlechter, außer man erhöht die Beiträge.

Sollte die Bürgerversicherung kommen, werden private Zusatzversicherungen angeboten. So können betuchte Leute Star-Mediziner konsultieren, die sich aus dem Kassensystem verabschiedet haben. Das schafft den Neid, der dieser Debatte zugrunde liegt, nicht ab.