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Noch Fragen?

Soll man 1 und 2 Cent Münzen abschaffen?

Wie eine von der EU in Auftrag gegebene Studie ergab, würde die derzeit in Europa diskutierte Abschaffung von 1- und 2-Cent-Münzen die durchschnittliche Einkaufszeit von Menschen über 65 Jahren signifikant verringern. Bei einem 20-minütigen Einkauf etwa könnten acht mühsame Minuten allein beim Bezahlen an der Kasse eingespart werden – das entspricht 40 Prozent der Einkaufszeit.
(Quelle: der-postillion.com).
Frage Nummer 70074
Antworten (31)
Wie gehen dann Preise von 2.99€, solange noch bar bezahlt wird?
kicher, der postillion ist immer eine zuverlässige Quelle - zum schmunzeln.
ing, das funktioniert evtl. in toleranten Gesellschaften, aber nicht in Deutschland. Wenn an der Kasse 13,96€ stehen, wird der Betrag bezahlt, nicht jedoch 14,00€. Daß sich das alles ausgleicht, übersteigt das Kleinhirn, denn daß man bei 13,94€ nur 13,90€ bezahlen würde, versteht die Masse nicht.
Die Quelle ist natürlich reine Comedy. Aber das Thema ist tatsächlich etwas ernster. Einige skandinavischen Länder benutzten keine bzw nur "große" Münzen. Das hat einen ganz einfachen Grund: die Zeit, die Leute sich mit den kleinsten Münzen beschäftigen ist mehr Wert als die Münzen an sich. Wenn also z.b. eine Kassiererin pro Tag 1000 Cent-Stücke ausgibt, dann kostet sie das vlt. 1000 Sekunden (was 16,6 Minuten entspricht). Die Arbeitszeit die diese Kassiererin dann mit den Cent-Stücken verbringt ist weniger Wert als die 16,6 Minuten Arbeit. Daher würde es aus Volkswirtschaftlicher-Sicht Sinn machen die Cent-Stücke abzuschaffen und nur noch "grade" Beträge zu benutzen.
Dann ist die Studie offensichtlich nur in Tante Emma Läden durchgeführt worden. Wer an der Supermarktkasse 8 Minuten zum bezahlen braucht setzt sich der Gefahr der Lynchjustiz durch den anstehenden Mob aus.
0,98 und 0,99€ Preise würden aufgerundet, was bei Produkten um einen Euro einer Teuerung von 1 oder 2 % entspricht. bei 1,99 und 1,98 € wären es auch noch ein 1/2 bis 1%.
Also wenn es um Zeitersarnis geht, sollte man zuerst die Kartenzahlung abschaffen!
Die ist viel ätzender!
Leute der Postillion ist ein Satiremagazin !!!!!! Neulich wurde berichtet, dass eine Expedition in Angelas Mundfalten unterwegs sei .. Es gab keine Studie wegen Zeitersparnis usw. Hier, heute ist der Schlager des Tages eine Hühneraugenverpflanzung.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wegen mir kann man das abschaffen. In Ungarn z. B. hat man die kleinen Münzen abgeschafft. Die Preisstaffelung nicht. Über 3 und über 7 wird auf, darunter abgerundet. Das funktioniert hervorragend.
Es steht doch jedem Ladeninhaber frei, einfach nur Preise festzulegen, die durch 5 Cent teilbar sind - völlig ohne staatliche Auflagen.
Die Deutsche Post AG gibt ja an ihren Briefmarkenautomaten auch nur - faktisch unbrauchbare - 1 Cent Briefmarken zurück.
Man sollte diese Münzen abschaffen. Das will aber der Einzelhandel mit seinen Schwellenpreisen nicht. Statt x.99 müsste er x.95 auszeichnen, aber auf die 4 Cent pro Artikel will er nicht verzichten. die gingen verloren, wenn am Ende auf- oder abgerundet wird.
Wenn ich allerdings eine 62-Cent-Marke kaufe, möchte ich nicht 65 Cent bezahlen. Und für 60 Cent bekomme ich sie auch nicht.
Das sind doch theoretische Überlegungen.

Ich habe bisher in keinem Supermarkt erlebt, daß etwas gerundet ausgezeichnet wird. 1,99, 2,99, 3,59 usw.

Kauf mal ein Bett: 4.999,- Euro. Nicht 5000!

Verkaufspsychologen wissen weshalb!
Seit 1. Januar kosten Briefmarken für einen Standardbrief 70 Cent.
Oha, dann entfällt allerdings die Suche nach 2 Cent. Gut, daß ich das jetzt weiß.
Wobei es sich über den Daumen gepeilt um eine etwa 12 %ige Verteuerung handelt. Nicht schlecht, Herr Specht!
Gast
""""Die Deutsche Post AG gibt ja an ihren Briefmarkenautomaten auch nur - faktisch unbrauchbare - 1 Cent Briefmarken zurück."""""

ich kann sie gebrauchen, da ich noch Briefmarken z.B. 62Cent habe.
Meine Briefmarken à 62 Cent muß ich aber nicht wegwerfen. Sondern kann sie mit acht 1-Cent-Marken zusätzlich noch nutzen?
Klar, kannst Du machen.
Oder kann ich sie bei der Post umtauschen? Ich habe eine Quittung!
Sie sind auch neu und unbenutzt ...
Umtauschen? Keine Ahnung, ich klebe für 8 Cent Marken hinzu.
Gast
Amos, da die Marken einen Wert haben nimmt sie die Post entgegen. Sogar als Zahlungsmittel.
Übrigens die Post eigenen Scanner merken falls Plagiate aufgeklebt werden.
@ ing793
Dieses Mal hast du es nicht verstanden. Wenn ich 10 Artikel für x.95 statt x.99 kaufe, fehlen dem Händler 40 Cent. Wenn er vom Endbetrag 5 Cent abrundet, fehlen ihm immer noch 35 Cent. Im Ausland mag das funktionieren, die zahlen mehr für Lebensmittel, aber in Deutschland gibt es im Lebensmittelsektor einen unbarmherzigen Preiskampf, da wird nichts verschenkt.
Ach doch, jetzt habe ich es verstanden. Man zeichnet Preise mit z.B. 2,99 aus, addiert alles zusammen, und rundet den Endbetrag. Kenne ich von der Tankstelle.
Gast
Aus eigener Erfahrung kann ich folgendes Beitragen. Einige meiner Verwandten wohnen in Ungarn, daher verbringe ich jedes Jahr längere Zeit dort. Die Ungarn haben dieses System schon seit Jahren. Das Auf- bzw. Abrunden erfolgt jedoch erst auf den Gesamtbetrag der an der Kasse zu zahlen ist, nicht schon auf den einzelnen Artikel.

Kaufe ich nur einen Artikel, dann ist es jedoch so wie hier angenommen.
@dorfdepp: an meiner Tanke wird nichts gerundet. 93,17 Euro, Karte vorgelegt, unterschrieben und abgebucht. So geht das!
Amos

Dorfdepp meint was anderes. An der Tanke sind doch die Preise oft bis auf Zentel Cent genau angegeben:
z.B. 1.99,9

Zentel Cent gibt es aber nicht, daher muss gerundet werden.
Gast
Zombijaeger, genau, da habe ich für 1.99,9 auch schon mal nicht getankt.
Ihr habt soviel Spaß damit, Euch mißzuverstehen - den will ich Euch eigentlich nicht verderben ...

Aber in Südafrika haben sie das schon seit einigen Jahren im Griff und weil's so schön funktioniert, haben sie jetzt die 5-Cent-Münze auch noch abgeschafft.

Der Gesamtbetrag eines Einkaufs wird immer centgenau ausgerechnet. Wenn dann unbar bezahlt wird - Karte, Überweisung oder so - dann wird das auch centgenau gemacht. Nur wenn Bargeld droht, wird abgerundet - und zwar immer zugunsten des Kunden. Das rechnet sich auch für die Lebensmittelbranche.

Jetzt muß man noch wissen, daß man von dem südafrikanischen Cent 18 Stück braucht, um einen Euro-Cent zu bezahlen ...

Wehmütig denke ich an die alten Zeiten in England, als der Penny noch nicht das kleinste Geldstück war - vom Wert her, rein physisch war er ein ziemlicher Brocken, so etwa so groß wie eine 2-Euro-Münze, wenn mich meine Erinenrung nicht täuscht. Aber für die echten Pfennigfuchser (jetzt komm' mir hier keiner mit den Schotten!) gab es noch den - ich schreib's mal phonetisch - "Heypenny" und den Farthing, also einen halben und einen Viertel-Penny, respektive.

War das nicht schön?
Daran hatte ich nicht gedacht. Bei Zehntelcent müßte ich allerdings erst nachrechnen.
Und zwei Frikadellen mit Senf und eine BILD lassen sich einfacher berechnen. Das kann ich noch im Kopf und zehn Fingern. ;-)
Gast
Amos, und für das Berechnen des Wechselgeldes kannst du den elften Finger verwenden.
@Amos - also bei mir wäre das dann eine Rechnung im Septimalsystem - drei Finger sind für den Senf reserviert ...