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Noch Fragen?

Sollte das heutige Deutschland für den Schaden aufkommen, der zwischen 1904 und 1908 angerichtet wurde?

Völkermord
Damals wurden 100.000 Herero und Nama umgebracht.
Heute leben in Namibia ca. 250.000 Herero und 180.000 Nama.

Sollte man von Deutschland eine Schuld anerkennen und, sagen wir mal, € 100 Millionen (das wären € 1000 pro Opfer) überweisen, würde jede(r) der 430.000 Herero und Nama € 230 erhalten.

Oder die Schuld einfach nicht anerkennen, weil man keine hat?
Frage Nummer 3000066604
Antworten (20)
Bezahlen. Und man sollte auch als Teilnehmer der Varusschlacht, zumindest die Materialkosten der Römer an Italien überweisen.
Interessanter Vergleich, Tabus Thea,
Varus zog mit 20.000 Mann gegen Germanien und wurde von Arminius in Notwehr geschlagen.
Da müssten doch eigentlich die Italiener Reparationskosten an Deutschland überweisen, oder?

Na ja, die Briten haben ja auch bisher noch keinen Schadensersatz geleistet dafür, dass sie Hamburg und Dresden in Flammen aufgehen ließen. Ganz im Gegenteil, sie nahmen sich aus Deutschland mit, was ihnen gefiel.
Über das Volkswagenwerk haben sie nur gelacht. Grober Fehler.

Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob die Herero und Nama nicht vielleicht Deutschland einen gewissen finanziellen Ausgleich für deren Bemühungen anbieten sollten?
Ich will kein Geld von den Heheros oder Nama. Eine öffentliche Entschuldigung würde schon reichen.
You’re a fair dinkum gentleman.
Vielleicht weiß jemand mehr. In einer Sendung wurde erwähnt, dass bereits an die Hinterbliebenen Geld bezahlt wurde. In einem anderem Bericht, lang ist es her, dass darauf die Nachfahren der Sklaven der Herero von ihnen eine Entschädigung verlangten. Ist meine Erinnerung falsch?
Die Klage, von der im von Panther verlinkten Artikel die Rede ist, ist nicht die Erste ihrer Art und auch nicht die Erste Klage der Kläger. Bisher wurden alle Klagen auch von US-Gerichten abgewiesen.

Nach meiner eigenen Erfahrung als Schöffe haben Klagen auf Entschädigung oft einen anderen Hintergrund: Du kannst halt nur klagen, wenn Dir ein materieller Schaden entstanden ist und wenn Du diesen ersetzt haben möchtest. Das heisst: Du musst eine Zahl nennen, die halbwegs plausibel sein muss, damit die Klage überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hat.
Dabei geht es aber oft gar nicht um das Geld: Es geht darum, dass das Opfer (oder hier: die Nachfahren der Opfer) vom Täter (oder hier analog die Nachfahren bzw Rechtsnachfolger der Täter) eine Bestätigung erhält, dass dem Opfer Unrecht geschehen ist und das das dem Täter leid tut. Viele Kläger spenden den ihnen zugesprochenen Schadenersatz an eine gemeinnützige Organisation. Deutlich kann ein erfolgreicher Kläger nicht zeigen, dass es ihm gerade nicht um das Geld ging, sondern um das Gefühl, dass Unrecht als solches benannt und erkannt wurde.
Ungeschehen machen lässt sich das Unrecht sowieso nicht mehr, aber für das Opfer ist das Wissen, dass dem Täter sein Unrecht bewusst ist und dass er das bedauert, eventuell sogar noch dafür um Entschuldigung bittet, oft (nicht immer, keine Frage!) wichtiger als der materielle Schadenersatz.
Dabei ist zu bedenken, dass Namibia und Deutschland schon lange über diese Frage verhandeln und dass die Kläger gerne mit am Verhandlungstisch sitzen würden. Sie versuchen mit dieser Klage primär, sich Gehör bei den Verhandlungen zu verschaffen, und nicht, Geld einzutreiben.
Das ist doch die Gelegenheit für die "Reichsbürger", ihre Auffassung zu untermauern: Einfach die Zahlung übernehmen!
Die Klage gegen die Bundesrepublik hat einen einfachen Hintergrund: Bei den Deutschen kann man es ja mal versuchen.

Im Bosnien-Krieg haben Amerikaner und Briten Bomben auf Serbien abgeworfen. Die Hinterbliebenen habe aber nicht diese, sondern die Deutschen wegen Beihilfe auf Schadenersatz verklagt. Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/schadensersatz-fuer-nato-angriff-serben-scheitern-mit-klage-gegen-deutschland-a-446075.html

Die Griechen fordern immer wieder Reparationen von Deutschland wegen der Untaten im zweiten Weltkrieg, obwohl die erste Adresse Italien wäre, weil die Deutschen die Italiener nur unterstützt haben.

Vorfälle in Jemen und Somalia haben zu Klagen gegen Deutschland geführt, weil wir in Ramstein eine amerikanische Basis haben.

In den genannten Fällen wurden nie die Erstverantwortlichen verklagt, da sah man keine Chance.

Wohin soll das führen, ließe man die Klage zu? Sollte das heutige Frankreich für die Schäden aufkommen, die die Verwüstung Europas durch Napoleon verursacht hat?
Was bitte ist mit den Fremdadoptionen in Australien?
Bei denen den Ureinwohnern die Kinder entzogen wurden, aus aüsserst fragwürdigen Gründen?
Panther, fass Dich doch erstmal an die EIGENE Nase...
moonshine, Du sollst diesem Ochse doch nicht direkt antworten. Phone?
Erstens: dieseM Ochsen.
Zweitens: Manchmal muss es einfach sein!
... Du sollst dieseM Ochse ... schrieb ich, s. o.
OchseN
... wegen dieses Ochsen ...
dieser Ochse, diesem Ochsen...........
ist mir Jacke wie Hose, ging nur um die Verständigung mit Moony
moonshine ist vom Grundverhalten her, und ich bin jetzt besser still ...
Also, moonlady,
keine Schuld der Deutschen?
Einfach abschütteln und sagen: »Ich war das nicht.«?
… und Solitude32 und alle deine anderen Nicks … Croc lässt grüßen, du geiler – nein güldener – Ritter.

Ha haha ha. 🐊
Und moonlady,
wenn du meine Frage nicht beantworten kannst wie z.B.

1.) Ja, ich übernehme die Schuld meiner Vorfahren
oder
2.) Nein ich übernehme nicht die Schuld meiner Vorfahren
oder
3.) Die 6 Millionen Juden, die von der Generation meiner Eltern umgebracht wurden, schulden uns Deutschen immer noch die Bahnfahrtkosten in das Holiday Resort Auschwitz,

dann halte einfach die FRESSE!

Viele Grüße von der City of Gold Coast
Paul