User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Sommerzeit/Winterzeit - eine emotionale Frage?

Seit Einführung der mitteleuropäischen Sommerzeit (ursprünglich aus Gründen der Energieeinsparung) wird mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr ab ca. Ende September/Mitte Oktober in Deutschland über Sinn oder Unsinn dieser Regelung gestritten. Mittlerweile beschäftigt sich sogar die EU mit diesem 'Problem'.
Mir ist -ehrlich gesagt- die Frage ob und falls ja, wieviel Energie durch die Zeitumstellung gespart werden kann, erst einmal völlig schnurz. Ich genieße es einfach, im Sommer eine ganzen Stunde länger bei Tageslicht auf der Terrasse sitzen zu können.
Mein Bio-Rhythmus -ein wesentliches Argument der Sommerzeit-Gegner- schlägt trotz meines mittlerweile fortgeschrittenen Alters auch überhaupt keinen Alarm.
Geht es hier eher um eine emotionale Frage, oder tatsächlich um körperliche Befindlichkeiten?

Die zahlreichen Aussies in dieser WC sind hier übrigens mangels eigener Kenntnisse außen vor, mögen aber ggf. trotzdem und selbstverständlich ihren Wissens-Senf dazu geben!
Frage Nummer 3000085472
Antworten (14)
Die Sommerzeit ist angenehm, weil es abends länger hell ist. Ob es dafür morgens schon um fünf oder sechs hell wird, ist da eher zweitrangig.

Mit der Zeitumstellung auf MEZ-Zeit kommt die Phase, wo es sowohl morgens als auch abends dunkel ist. Da ist der Unterschied in der Lebensqualität nicht so gravierend wie im Sommer. Ich denke, die meisten Leute würden für die Abschaffung der "Winterzeit" sein, aber das darf wohl prinzipiell nicht sein, weil dann die MEZ offiziell abgeschafft würde. Das wäre für St. Bürokratius ungeheuerlich.
Hier gibt es keine Aussis mit Wissens-Senf, zumindest zähle ich pedantische Schulmeisterei nicht zu primären Wissensgebieten.
dem Körper ist es schlicht egal, ob Sommer- oder Winterzeit - hauptsache kein Wechsel.
Tatsächlich bedeutet die Umstellung einen Wechsel im Biorhythmus. Nach verschiedenen Untersuchungen führt der innerhalb der ersten paar Tage u.a. zu mehr Krankheiten und mehr Unfällen - im Frühjahr etwas stärker als im Herbst.

Mir persönlich ist es allerdings nicht egal. Ich liebe die sommerliche helle Zusatzstunde.
Die hätte ich auch gerne im Winter. Ich würde genau wie Dorfdepp am liebsten die Winterzeit (MEZ) abschaffen. Der einzige bekannte (naja) Politiker, der das propagiert, ist der NRW-Innenminister Herbert Reul.

Der aber wird sich nicht durchsetzen. Vor die Wahl gestellt, MEZ auch im Sommer ODER Zeitumstellung nehme ich lieber die Zeitumstellung in Kauf.
Wir haben in Australien verschiedene Zeitzonen.
In NSW und VIC haben sie jetzt Sommerzeit, wir in QLD verdrehen die Uhren nicht.
Da ich aufstehe, wenn ich wach werde, schlafen gehe, wenn ich müde bin, einkaufe, wann immer ich möchte, ist mir vollkommen wurscht, was da auf der Uhr steht. Ich kann auch nicht, woran sich viele erfreuen, im Sommer eine Stunde länger im Garten sitzen oder auf der Terrasse, weil ich da eh sitze, solange ich Lust dazu habe. Lästig ist nur die Umstellerei bei den Uhren. Selbst 2 meiner Funkuhren weigern sich standhaft, den Wechselblödsinn mitzumachen. Und einen Kampf - das weiß ich jetzt schon - wird es sein, mich in meinem Benz durch die Menüs zu hangeln, bis ich endlich die aktuelle Zeit eingestellt bekomme.
Da ich wach werde, wenn entweder die Sonne oder meine Frau mich an der Nase kitzeln, ist es egal welche Zeit auf der Uhr angezeigt ist.
Der Sonne ist es sowieso egal.

Unsere Satellitenuhr weiß jede Zeit auf dieser Welt, also auch jene, in der wir leben. Sie stellt die Zeit automatisch ein.

Wenn ich nach New South Wales fahre, was ja nur 40 km sind, schaltet die Uhr in meinem Alfa Romeo automatisch um, und wenn ich zurück fahre, dann wieder zurück. Da muss ich nicht mit einem Billigmodell Benz kämpfen.

Und wer annimmt, dass die Tage länger werden, wenn man an seiner Uhr herumschraubt, ist töricht.
Beneidenswert, so ein Rentnerdasein.
Ich selber gehöre leider (oder glücklicherweise?) noch zum arbeitenden Teil der Menschheit, zudem auch noch "abhängig beschäftigt".

Daraus ergibt sich ein Tagesablauf, der zumindest in Bezug auf die Arbeitszeiten an eine Uhr gekoppelt ist.
Morgens weckt mich mein Wecker. An den freien Tagen schlafe ich etwa 1,5h länger
Abends gehe ich ins Bett, wenn ich müde werde. Durch den einigermaßen gleichmäßigen Zeitpunkt des Aufstehens ist auch dieser Zeitpunkt einigermaßen gleichmäßig.

Die Zeit zwischen Feierabend und Schlafengehen verbringe ich am liebsten im Hellen. Das verlängert meinen Tag nicht, aber es macht die äußeren Bedingungen angenehmer.
Moin,
schön wenn man aufstehen kann wann man möchte.
Sehr viele Menschen können das nicht - die müssen raus.
Wer Kinder hat, besonders im Jugendalter, oder aber Lehrer/Ausbilder ist, der weiß, wie schwer das morgens für sie ist.
Wir wohnten eine Zeitlang gegenüber einer Gesamtschule, wo schon um 7.15 Uhr die ersten Schulbusse kamen.
Im Sommer war das dann 6.15 Uhr. Wie die Schüler (und Lehrer) da in den Seilen hingen, konnte man täglich sehen.
Auch finde ich das "Argument" mancher, dass es doch schön sei, wenn es abends länger hell ist, ganz schön egoistisch, auch wenn diejenigen damit keine Probleme haben.
Millionen aber haben welche: Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Müdigkeit - weil die innere Uhr mit der der verstellten nicht zusammenpasst. Genau deshalb sind mittlerweile gut Dreiviertel der Menschen gegen die Sommerzeit.
Ich bin nicht komplett dagegen, hätte sie aber gerne kürzer: 1. Mai bis Ende September, dann wenn auch Sommer ist. Es wäre dann sicher deutlich leichter, sich an die Umstellung zu gewöhnen.
Na dann reden wir doch einmal vom Jetlag.
Wenn ich solch eine Rerise unternehme (in Allgemeinen Antillen), dann hat sich das Problem in 4 Tagen geregelt.
Dann bin ich 'angekommen'.
So ist es auch mit der Sommer/Winterzeit.
Der menschliche Organismus kann spielend eine Stunde pro Tag regeln.
Somit sollte das Thema am Montag abend vom Tisch sein . . .
Soso ing

Du hängst also auf der Arbeit ab?

Oder so ähnlich.
Na, wokk

allein das Ein- und Ausreisen aus der Schweiz dürfte wohl einen Zeitsprung darstellen.
Ach diesen Zeitsprung habe ich das letzte mal vor 10 Jahren gemacht . . .
Ist ja schön, dass du es genießt eine Stunde länger auf der Terrasse zu sitzen. Wahrscheinlich musst du morgens auch nicht früh raus.
Es gibt genug Menschen, die abends um 9 oder 10 Uhr ins Bett gehen müssen und sich freuen würden, wenn es schon dunkler wäre. Dann schläft man wenigstens besser.
Oder um den Postillion zu zitieren:
"Arschloch, das Zeitumstellung erfand, hatte ganz offensichtlich keine kleinen Kinder"