User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Spinnen die Gallier?

Zwei französische Polizisten haben – laut stern.de – eine Frau, die einen sogenannten Burkini trug, dazu gezwungen, sich vor ihnen und in aller Öffentlichkeit auszuziehen.
Danach stand sie entweder in ihrer Unterbekleidung oder nackt da.

Öffentliches Ärgernis! Prostitution! Schnell mal verhaften und dann vielleicht einen Freifick?
Und dann wundern sich die Gallier, dass da aus Rache Bomben hochgehen?
Frage Nummer 3000058216
Antworten (55)
Stand sie nicht - lies noch einmal sorgfältig un sortiere Deine Deutschkenntnisse.
ing793,
du möchtest also den Artikel im stern.de über die französischen Polizisten, welche die Frau gezwungen haben, sich in aller Öffentlichkeit auszuziehen, auf meine verminderten Deutschkenntnisse zurückführen.

Gut. Das akzeptiere ich. Habe ich wohl falsch verstanden. Good night.
Ich möchte nicht den Artikel darauf zurückzuführen, sondern Deine Interpretation. Die Frau stand hinterher nicht in Unterwäsche da, geschweige denn unbekleidet.
Mit den Burkinis, die Frauen tragen, kann man nicht baden. Zuviel Auftrieb und Politik.
Vor mehr als 100 Jahren trugen die Frauen, die im Meer badeten, weniger und leichteren Stoff. Da war die Nordsee noch kälter.
Als im Iran Frauen gegen den Schah protestierten, trugen sie ein Kopftuch. Unter Khomeini wurde renitenten Frauen das Kopftuch mit einem Nagel im Gehirn befestigt.
Wenn mir das Wasser in der Nordsee zu kalt ist, ziehe ich einen Pullover an. So viel hat sich in 100 Jahren gar nicht geändert.
Ja Hefe, und einen Fuß in der Küche.
Eigentlich hat sich eine ganze Menge geändert.
Meine Großmütter fanden es noch ausgesprochen "unschicklich" ohne Kopfbedeckung aus dem Haus zu gehen. Das war in der Regel ein Kopftuch. Ein Hut wäre im Prinzip auch gegangen. Aber das war eher was für Leute mit mehr Geld.
Und da meien Großväter beide 1945 nicht überlebt haben, war es auch definitiv von ihren Männern diktiert, sondern sie sind mit dieser Vorstellung aufgewachsen und hatten sie verinnerlicht.
Die hätten Euch was erzählt, wenn ihr sie davon hättet "befreien" wollen. Notfalls mit dem Nudelholz oder einer gusseisernen Bratpfanne. (Sofern zur Hand)
Auf ihre persönliche Weise, waren sie trotzdem (notgedrungen) ziemlich emanzipiert.

Wäsche von Männern und von Frauen, auf der selben Wäscheleine zum trocknen aufhängen?
Ging gar nicht! Was sollen die Leute denken?

Und selbst als ich studiert habe (ist noch keine 100 Jahre her). Wurden am Baggersee noch Leute verprügelt, weil sie in der Dämmerung nackt gebaded haben.

Dabei sind doch einige hier im Forum auch nicht mehr so ganz jung, müssten sich also eigentlich auch erinnern können.

Und von wegen, dass sei finsterstes Mittelalter: Das Mittelalter endete so im 15. Jahrhundert.

Wenn ich von solchen Aktionen "zur Befreiung der Frauen, von den Zwängen durch ihre Männer" lese, dann fallen mir immer meine Großmütter ein. Denen hätte ich diese Bevormundung auch nicht gewünscht, obwohl ich die Haltung selbst nicht teile.
Ups!
war es auch definitiv von ihren Männern diktiert =>
war es auch definitiv nicht von ihren Männern diktiert
Das ist eine sehr schöne Geschichte, Matthew. Aber was hat sie mit dem Thema zu tun?
ing793,
ein Burkini ist ein Badeanzug, oder?
Was trägt eine Frau unter einem Badeanzug? Ein Abendkleid?
Wenn ein Polizist dir befehlen würde, deine Badehose auszuziehen, was hättest du denn darunter?
@panther: Du hast von der Geschichte immer noch nicht mehr als die Überschrift gelesen wie mir scheint.
Ich helfe Dir noch so weit: nein, sie hat ihren Burkini nicht ausgezogen, möglicherweise hatte sie noch nicht einmal einen an. Den Rest musst Du Dir selber erarbeiten.
Allein schon aus Sicherheitsgründen bin ich für ein Burkha-Verbot. Kameraüberwachungen laufen ins leere, da das Gesicht nicht erkannt werden kann. Man kann zudem unter einer burkha leicht Waffen oder sprengstoffgürtel versteckt haben. Bei einem burkini dagegen ist eine Argumentation mit der Sicherheit schon deutlich schwieriger. Deswegen sollte man es wohl erlauben.
stern.de
24. August 2016 17:53 Uhr
Reaktionen auf Burkini-Verbot
"Sollen sie doch ihre Uniformen ausziehen!"
Am Strand von Nizza haben Polizisten eine Frau offenbar dazu genötigt, ihren Ganzkörperbadeanzug auszuziehen. Im Internet ist die Empörung groß. Viele haben für das Vorgehen der Beamten kein Verständnis.

Die Fotos verbreiteten sich schnell im Netz. Eine Frau in Tunika und Kopftuch liegt am Strand von Nizza. Da kommen vier Polizisten, umringen sie und bewegen sie offenbar dazu, sich ihrer langen Kleidung zu entledigen - unter den Blicken der Beamten - und zahlreicher neugieriger Badegäste in Bikini oder Badehose.
Die Interpretation vieler Medien und Internetnutzer ist einhellig: Um das Burkini-Verbot in Nizza durchzusetzen, haben die Polizisten die Frau zum Ausziehen gezwungen.
Denke Dein Englisch reicht aus.
Nackt?
Panther war gemeint mit der Frage: Nackt?
rayer,
ein Teil meiner Frage war "Danach stand sie entweder in ihrer Unterbekleidung oder nackt da."

Das Foto zeigt ganz deutlich, dass die Frau dort in ihrer Unterbekleidung sitzt. Na gut, du hast recht, sie stand nicht da sondern saß. Das macht den großen Unterschied. Und ist daher nicht menschenverachtend.
Ich bin sicher, dass es auch in Frankreich Gesetze einzuhalten gilt, die Polizeibeamten das splitternackte Ausziehen von Frauen in der Öffentlichkeit untersagen.

Die Burka ist kein Bestandteil unserer Kultur. Die Ja-Nein-Diskussion zu diesem Thema wird von Heuchelei begleitet. Einerseits wollen die Einwanderer/Flüchtlinge ihre kulturellen Eigenarten in unserem Kulturraum ausleben, als ausgesprochen angenehm empfinden sie es dagegen, dass sie nach einem Ehebruch nicht am Samstagnachmittag am Anstoßpunkt eines Stadions zur Hälfte eingegraben und von den Rängen gesteinigt werden.

Und muss sich ein Immigrant, der dem Ruf des Muezzin gehorcht, nicht über die dummen Deutschen wundern, weil ihm – nachdem man ihn beim Ladendiebstahl erwischt hat – nicht in aller Öffentlichkeit die Hand ‚abgehackt’ wird, wie es der Koran fordert?

Und dann ist da noch eine Frage: Warum kommen diese Menschen mit ihrer doch extrem abweichenden Kulturwelt nach Deutschland? Es gibt doch auf dem weiten Erdenrund korantreue Staaten, in denen kein Krieg herrscht und in denen die Burka zum Straßenbild gehört. Von den samstäglichen Volksbelustigungen mal ganz abgesehen ...
Ach Paule, sie saß da in einer langen Hose und einem T-Shirt, der Standard Oberbekleidung der westlichen Welt. Wenn du das als Unterwäsche definierst, dann hab ich möglicherweise die australischer Kleidungsgebraeuche bisher missverstanden.
Ach ingy,
hier noch einmal der stern Artikel, auf den ich mich bezog:

"stern.de
24. August 2016 17:53 Uhr
Reaktionen auf Burkini-Verbot
"Sollen sie doch ihre Uniformen ausziehen!"
Am Strand von Nizza haben Polizisten eine Frau offenbar dazu genötigt, ihren Ganzkörperbadeanzug auszuziehen. Im Internet ist die Empörung groß. Viele haben für das Vorgehen der Beamten kein Verständnis.

Die Fotos verbreiteten sich schnell im Netz. Eine Frau in Tunika und Kopftuch liegt am Strand von Nizza. Da kommen vier Polizisten, umringen sie und bewegen sie offenbar dazu, sich ihrer langen Kleidung zu entledigen - unter den Blicken der Beamten - und zahlreicher neugieriger Badegäste in Bikini oder Badehose.
Die Interpretation vieler Medien und Internetnutzer ist einhellig: Um das Burkini-Verbot in Nizza durchzusetzen, haben die Polizisten die Frau zum Ausziehen gezwungen."
..........................................................................

Das darfst du ja gern als normal ansehen. Und wenn deine Frau am Strand von Polizisten gezwungen wird, sich auszuziehen, magst du ja gern kichern und Beifall klatschen.
Ich empfinde es als menschenverachtend.
@Panther: die meisten Muslima, die sich der Kleiderordnung unterwerfen, tragen im privaten Umfeld ganz normale Klamotten, so wie möglicherweise Deine oder meine Frau auch.
Erst wenn sie das Haus verlassen, tragen sie darüber diesen "Sack" (wenn sie sich setzen, im Bus oder in einem Lokal, sieht man oft am unteren Ende des Sacks die Jeans herausragen).

Die Frau am Strand trug also nach der Polizeiaktion mehr oder weniger normale Klamotten, stand weder nackt noch in Unterwäsche da. Woher die Interpretation im Text kommt, man habe sie gezwungen, ihren "Burkini" auszuziehen, erschließt sich mir bei den Fotos nicht.

Wo wir uns allerdings einig sind, ist, dass eine solche Aktion gegen die Würde der Frau verstößt. Das Vorgehen der Polizisten ist durch NICHTS zu rechtfertigen und ich hoffe, dass sie gewaltigen Ärger bekommen.
ing793,
da sind wir uns einig. Eigentlich schon von Anfang an. Wir wollten hier doch nur noch einmal ein wenig Ping-Pong spielen.

Übrigens habe ich niemals von Unterwäsche geschrieben, sondern von Unterbekleidung. Vielleicht solltest du noch an deinem deutschen Sprachverständnis arbeiten ... hihihi ... 👻
Extra! Extra! Read all about it!

Bei Domino's gibt's jetzt den Pizzakini.
Unterbekleidung - Substantiv, feminin
Bedeutung: Unterwäsche
Synonyme (u.a.): Dessous, Leibwäsche, Unterzeug, Untersachen
Quelle: Duden

ohne weiteren Kommentar
Also wieder einmal nur kopieren, was dir gefällt, alles andere weglassen. Hier kommt der Duden Eintrag komplett:

Unterwäsche; Dessous, Leibwäsche, Reizwäsche, Rheumawäsche, Wäsche[garnitur]; (umgangssprachlich) Unterzeug; (familiär) Untersachen; (veraltet) zweites Kleid.

Für dich bedeutet Unterbekleidung also hauptsächlich die ersten drei Einträge.
Für mich bedeutet Unterbekleidung hauptsächlich Rheumawäsche, Wäschegarnitur, Unterzeug, Untersachen, zweites Kleid.

Die Frau saß also eindeutig in ihrer Unterbekleidung, aka Unterwäsche, dort. 👙
Du gibst also zu, dass Unterwäsche und Unterkleidung dasselbe meint.
Vielen Dank, das kommt selten vor, dass du einen Fehler eingestehst.
Also wenn ich mich auf mein Fahrrad schwinge und an den Baggersee ans FKK-Ufer fahre, dann fahre ich dort nicht nackt hin. Ausserdem habe ich einen Rucksack dabei, mit Strandlaken, Badehandtuch, Buch, Sonnenmilch, Wasser und was man sonst noch so braucht.
Und mit all dem Zeug laufe ich komplett bekleidet über den FKK-Strand um mir ein freies Plätzchen zu suchen. Erst dann kommt alles runter.
Genügend Zeit und Möglichkeit also selbst an einem FKK-Strand eine Bombe zu zünden.
Das "Argument", ein Burkiniverbot sei wegen der Sicherheit nötig, damit niemand eine Bombe verstecken kann, ist also schon mal kompletter Unfug.

Davon abgesehen, gibt es am Textil-Ufer immer auch Leute, die nicht schwimmen gehen, und deshalb auch nicht in Badebekleidung sitzen, sondern meinetwegen in T-Shirt und Shorts, manche in einem langen indischen Kleid und manche eben auch mit Kopftuch.
In letzter Zeit mischt auch am FKK-Ufer zunehmend nackt und angezogen; einfach weil manche Leute nicht so gerne nackt baden aber zusammen mit Leuten schwimmen gehen, die halt nackt baden.
Wo also soll das Problem sein. Deshalb: Ja, die spinnen die Gallier!

Die Burka ist im übrigen eine Stammestracht, die nur in einem kleinen Teil Afghanistans getragen wird und mit Religion überhaupt nichts zu tun hat, sondern ausschließlich mit der Stammestradition. So wie Dirndl auf dem Oktoberfest.
Und natürlich wird sie noch von "investigativ"-Journalistinnen kurzzeitig getragen, die glauben, nach einem Tag (oder weniger) könnten sie beurteilen, wie eine Frau mit einer völlig anderen Sozialisation sich darin fühlt.
*seufz* ing793,
nicht dasselbe. Das Gleiche.
Oh je, Matthew, wie recht du hast.
Ich wurde als 16-Jähriger in das FKK-Leben am Strand von Dahme/Ostholstein eingeweiht. Natürlich fand ich das toll, alle diese nackten Weiber!
Meine größte Sorge war, was machen, wenn man plötzlich einen Steifen bekam? In den Sand auf den Bauch legen, und die älteren Damen und Herren schmunzelten. Und die Mädchen schielten.

Heute sollte man vielleicht eine Burkini-Pflicht einführen für einige Leute am Strand oder im Freibad.
Von der Polizei kontrolliert, natürlich. Und öffentlich anziehen. 👔
ich hoffe, dass es sich mittlerweile bis nachAustralien herumgesprochen hat, dass das Burkiniverbot kassiert wurde.
Langsam wird's hysterisch, und zwar von allen drei (!) Seiten:

- Europäer, die den Untergang des Abendlandes kommen sehen, wenn sich einige Leute anders kleiden als alle anderen

- Europäer, die den Untergang des Abendlandes kommen sehen, wenn sich einige Leute *nicht* anders kleiden dürfen als alle anderen

- Nichteuropäer, die auf Biegen und Brechen ihre Vorstellungen hier anbringen wollen.
Nein Paulchen, es meint tatsächlich "dasselbe".
Ich habe vor kurzem eine Karikatur gesehen, mit einem Schild am Strand:
- Bis 70kg Burkiniverbot
- Ab 70kg Burkinipflicht

Würde ich unter normalen Bedingungen für eher spaßfrei halten. Aber bei der derzeitigen Diskussion hat es irgendwie doch was!
OK, ing793,
wenn du annimmst, Reizwäsche und Rheumawäsche sind – oder meinen – dasselbe, dann soll's gut sein.
Lieber hphersel,
vielen Dank, dass du mein nicht-europäisches Land in das Burkini-Verbot mit hinein ziehen möchtest.

Es ist dir nicht gelungen, denn in Australien gab und gibt es kein Verbot gegen dieses Kleidungsstück.

Und ich verstehe deine Hysterie nicht. Es geht nur um ein weibliches Ober-Bekleidungsstück. 😱
Matthew,
FKK Strand am Baggersee?
Wo liegt denn dieser See?
Ach Paule ein sich windender Aal ist steif wie eine Eisenbahnschiene gegen dich. Es wurde oben klar definiert, was "dasselbe" ist. Lass es einfach gut sein.
Coredlier: Die Polizei hat übertrieben. Vielleicht hast Du vielleicht schon gemerkt, dass Tageslicht hier etwas anderes ist, als weiter südlich. Wer unbedingt Kleidung tragen will, die in den Tropen angemessen ist, okay. Ich habe keine Ahnung, warum das religiös begründet is. Schließlich haben die meisten Einwanderer eine dunklere Hautfarbe. Sie haben sich dem dortigen Klima angepasst. Ob das hier zu medizinischen Problemen führt, sollten die hier versammelten Mediziner beantworten. Das ist kein kulturelles Problem.
Lieber Panther, eigentlich dachte ich, ich hätte mich klar genug ausgedrückt: Ich redete (oder schrieb) von Nichteuropäern, die ihre Vorstellung hier - also in Europa - mit Gewalt durchsetzen wollen. Ich ging in meiner Vermessenheit davon aus, dass jedem klar sei, dass damit Menschen gemeint seien, die in Europa mit einer Burka herumlaufen und von Europäern verlangen, dieses zu akzeptieren. Sorry, wenn das nicht so deutlich war.

Und wie kommst Du darauf, ich sei in diesem Punkt hysterisch?

Ganz im Gegenteil: ich denke, der Burkastreit lenkt vom eigentlichen Problem ab. Was für ein Kleidungsstück jemand trägt, welche sexuellen Vorlieben jemand hat, was jemand besonders gerne isst oder trinkt - ich wohne im Rheinland, und hier heißt es: "jeder Jeck ist anders Jeck!" - Ich habe absolut kein Problem damit, wenn jemand etwas tut oder mag, was ich nicht tue oder mag. Ich habe kein Recht, irgend jemandem meinen eigenen Geschmack als den einzig wahren oder richtigen vorzuschreiben. Aber der andere hat dann dieses Recht ebenfalls nicht; ich habe ein massives Problem damit, wenn mir jemand anders seinen eigenen Geschmack als den einzig wahren oder richtigen vorschreiben möchte.

Ist der Unterschied klar? Ich nehme jetzt mal ganz bewusst ein anderes Beispiel:
Wenn ein Mensch mit Piercings herumläuft, ist das seine Sache. Bloß weil es mir nicht gefällt, habe ich nicht das Recht, ihm das Tragen eines Piercings zu verbieten. Er kann vor mir aus die Dinger gerne tragen, muss dann aber auch mit den Konsequenzen rechnen, angefangen von möglichen Entzündungen an der Einstichstelle bis zu einer gründlichen Untersuchung am Flughafen, weil der Metalldetektor angeschlagen hat. Er hat dann nicht das Recht, über die Untersuchung zu klagen; er hätte das Piercing ja nicht anlegen müssen, wenn er wegfliegen will und weiß, dass er durch die Sicherheitsschleuse muss. Aber ich habe das Recht, "nein" zu sagen, wenn er von mir verlangt, Piercings ebenfalls zu mögen. Er hat nicht das Recht, mir seinen Geschmack aufzuzwingen.
Ich ließ' es doch gut sein, ing793.

Wenn du jedoch annimmst, dass ein Teil, das einem anderen Teil ähnlich ist – wie z.B. zwei T-shirts, das beide Mädchen zusammen gekauft haben, und nun stolz jeweils – und zusammen – vortragen, und behaupten:
"Wir haben das selbe T-shirt", das selbe ist, ja dann solltest du dein Verständnis der deutschen Sprache nicht überdenken.
Good night.
Lieber hphersel,
du fingst deinen Beitrag an mit: [Zitat] "ich hoffe, dass es sich mittlerweile bis nachAustralien herumgesprochen hat, dass das Burkiniverbot kassiert wurde."

Und nun willst du das wieder mal nicht gewesen sein.

Auch für dich, good night.
Werter Panther,
wir sprachen nicht über ein T-Shirt sondern über die Bedeutung zweier Begriffe.
Die Begriffe "Unterwäsche" und "Unterbekleidung" haben dieselbe Bedeutung.
Und selbst, wenn wir uns auf ein Kleidungsstück beziehen würden, es wäre in diesem speziellen Fall das Kleidungsstück dieser einen Frau aus dem Bericht. Selbst dann wäre es mit beiden Begriffen dasselbe Teil.

Ich fange an zu glauben, dass Du in Australien lebst, wenn sich Dir der Sinn so trivialer Aussagen nicht mehr erschließt.
Panther, das war wohl ein Missverständnis; ich dachte, Du meintest meinen ersten Beitrag.

Zum zweiten Beitrag: Vielleicht spinnen die Gallier wirklich, wie Du ursprünglich gefragt hattest, aber sie lernen aus ihren Fehlern und korrieren sich, zumindest ab und zu. Ich wusste nur nicht, ob diese Korrektur auch bei Dir angekommen war, denn die Geschichte, mit der Du den Thread eröffnet hattest, war schon etwas länger her, also nicht mehr aktuell. Das war alles, was ich meinte. No offence meant.
Ich begrüße es sehr, dass das Burkiniverbot in Frankreich vom Gericht kassiert wurde. Hoffentlich kippt auch ein spanisches Gericht die mallorquinische Entscheidung, dass Touristen nicht in Badekleidung in den Innenstädten herumlaufen und am Strand Sangriaeimer saufen dürfen. Und Amos könnte hoffen, doch noch per Gerichtsurteil in Shorts, weißen Söckchen und Sandalen in Harry's Bar in Vendig eingelassen zu werden. Hier geht es allen Beschwichtigern und Abwieglern zum Trotz nicht um profane Textilien, sondern um die Einstellung zu dem Land, in dem man sich aufhält, und um den Respekt den Einheimischen gegenüber, was man ihnen zumuten darf, denn die können nicht einfach so wonders hinziehen. Wenn ich mich in einem anderen Kulturgebiet aufhalte, provoziere ich nicht, sondern passe mich den Umständen an, das ist eine Frage der Höflichkeit.
@dorfdepp: geht es nicht noch eine Nummer bombastischer?
Es handelt sich schlicht um einen Ganzkörperbadeanzug, wie ihn u.a. auch Mütter ihren Fünfjährigen als Sonnenschutz anziehen. Wie ihn Leistungsschwimmer zur Erzielung besserer Zeiten im Wettkampf angezogen haben (da - also im Wettkampf - ist er inzwischen tatsächlich verboten, aber das hat andere Gründe).
Das ist nicht subversiv, die Aversion ist lächerlich.

Und natürlich sind es Einheimische in der soundsovielten Generation, die die gleichen Rechte und Pflichten haben wie alle anderen auch.
Übrigens: die malloquinischen Verbote, in Badebekleidung in die Innenstadt zu gehen oder am Strand aus Eimern Sangria zu trinken sind bereits von einem spanischen Gericht gekippt worden.

Nur bei Harry's Bar sehe ich wenig Chancen, denn die ist Privatgelände und solange es keine "Bewirtungspflicht" gibt, kann Harry selber entscheiden, wen er einlässt ...
@ ing793
Ja. Nur ein Kleidungsstück. Aber warum kommen diese Leute nach Europa, wenn sie den Islam leben und unsere Welt in ihrem Sinn verändern wollen? Es gibt viele islamische Länder, in denen Frieden herrscht. Dorthin könnten sie auch gehen. (Na ja, sooo viele gibt es nicht, aber das liegt am Islam. Deswegen brauchen wir den hier nicht).
@ ing793
Bei Mallorca war ich mir nicht ganz sicher, aber das hat es mal gegeben, und zwar aus gutem Grund. Wenn das wieder aufgehoben wurde, zeigt das nur, dass es die Elite überhaupt nicht interessiert, was die Bevölkerung will, denn die ist ja doof und stinkt. Aber noch darf sie wählen gehen, und das tut sie vermehrt, und das gefällt der Elite gar nicht.
@dorfdepp: in der überwiegenden Mehrheit kommen sie nicht nach Europa, sondern sie sind schon da.
In Frankreich sind es überwiegend Franzosen, die "innerhalb" Frankreichs umgezogen sind, als Frankreich Nordafrika noch als Teil seiner selbst betrachtet hat.
Im UK sind es überwiegend Briten, die "innerhalb" des UK umgezogen sind, als die Briten Teile von Arabien und Pakistan noch als Teil ihrer selbst betrachtet haben.
In D sind es überwiegend Türken, die D mit Prämien und Arbeitsgarantien nach D eingeladen hat.

Soviel zum Thema "warum nach Europa"
Dass diejenigen, die heute kommen, lieber nach Europa kommen als nach -sagen wir- Burkina Faso mag Dir unbegreiflich erscheinen - mir nicht.
Und der weitaus überwiegende Teil will auch nicht unsere Gesellschaft ändern. Er will einfach im Rahmen der allgemeinen und unveräußerlichen Menschenrechte sein Leben so leben, wie es ihm gefällt. Und das ist sein gutes Recht, solange er niemanden anders in seinen Rechten beschneidet.
Mallorca hat übrigens nichts mit Eliten zu tun, sondern mit rechtlichen Normen und der Freiheit des Einzelnen.
Es war übrigens die Führungsspitze in Palma, die das Verbot wollte und die Bürger haben dagegen geklagt ...
ing
Dein Bemühen um Erklärung ist ja nicht hoch genug einzuschätzen, nur mir fehlt der Glaube, dass der Adressat die Sache versteht.
@ ing793
Es ist kein Geheimnis, dass wir uns nie einig werden, und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich nicht alles weiß. Deswegen habe ich mal eine Frage ohne jeglichen Hintergedanken, weil die mich interessiert, ich aber bislang keine Antwort darauf gefunden habe.
Dass die Engländer, die Franzosen und die Niederländer ihre kolonialen Errungenschaften aus Asien, Nordafrika und Indonesien einbürgern durften, ist eine Sache. Die Deutschen haben aber seit dem Ende des Ersten Weltkrieges keine kolonialen Altlasten mehr. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Mangel an männlichen Arbeitskräften durch Gastarbeiter vornehmlich aus Italien, Jugoslawien, Spanien, Griechenland und Portugal gedeckt wurde, ist Geschichte. Die haben hier gearbeitet, gutes Geld verdient, dieses nach Hause geschickt, und sind größtenteils nach der Arbeit wieder in die Heimat zurückgekehrt. Die Türken waren da ganz anders. Dass es seit den 1960ern Jahren ein Assozierungsabkommen mit der Türkei gegeben hat, kann man überall nachlesen. Da mögen auch welche gekommen sein, aber die Masse war es nicht. Die Masse kam meiner Erinnerung nach Anfang der 1970er Jahre, als Deutschland schon wieder aufgebaut war, die haben gleich ihre Angehörigen nachgeholt, und die meisten sind auf Asylticket eingereist, vor allem die Kurden, aber nach dem Militärputsch 1980 auch die Türken. Ist das so, oder sehe ich das falsch?
@ rayer
Klar, ich habe ja deiner Meinung nach einen beschränkten
Horizont, du dagegen einen unbeschränkten. Daraus schließe ich, dass du ein Dampfplauderer bist, weil der Horizont per Definition eine Beschränkung ist. Au weia ...
@dorfdepp: eine informative Frage ohne Hintergedanken erfordert eine ebensolche Antwort:
Über das Assoziierungsabkommen mit der Türkei wurden in den 60ern knapp 900.000 Türken nach D geholt. Das war die erste Welle.
Anfang der 70er haben die dann verstärkt ihre Familien nachgeholt. Insbesondere nach dem Anwerbestopp haben sich viele Sorgen gemacht, wie lange das noch geht und den Familiennachzug intensiviert, Mitte der 70er nochmals verstärkt durch das Ende der Kindergeldzahlungen für im Ausland lebende Kinder. Das war die zweite Welle.
Die dritte Welle kam dann nach dem Militärputsch in der Türkei 1980 und diese Welle kam tatsächlich im Wesentlichen über das Asylticket.
Wir müssen uns auch nicht einig werden, aber ich begrüße die seit einiger Zeit zurückgekehrte Praxis, abgesehen von gelegentlichen rhetorisch-ironischen Spitzen dem Anderen trotz anderer Meinung den Verstand nicht abzusprechen.
@ ing793
Ich bedanke mich für die Antwort. Da ich erwähnte, dass im Internet wenig über diese Fakten zu finden ist, bringt es mich im Wissen etwas weiter.
@Dorfdepp
Mir mag es zwar nicht helfen aber immerhin hast Du Dich mal mit den Ausführungen von ing auseinandergesetzt und wundersamer Weise sogar honoriert. Immerhin ein Teilerfolg.