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Noch Fragen?

Stecker an Haushaltsgerät

Muss ein Anschlusskabel einen angegossenen Stecker haben oder kann auch ein angeschraubter Stecker benutzt werden? Der Originalstecker hatte einen Fehler "ab Werk" und wurde vom Kundendienst abgeschnitten und ersetzt.
Frage Nummer 100767
Antworten (14)
Ein Stecker ist ein Stecker ist ein Stecker!
Sofern der Stecker den Vorschriften entspricht und fachmännisch angeschlossen wurde, ist das in Ordnung. Und bei einem Kundendienst , der in der Lage ist, den Stecker als Fehler zu identifizieren, würde ich das jetzt einmal voraussetzen.
Da schraubbare Stecker überall verkauft werden, kann man davon ausgehen, dass sie auch benutzt werden dürfden. Die vergossenen Stecker sind billiger in der Herstellung, und man spart sich die kostenaufwendige Montage.
Bei Reparatur vor Ort kann der Kundendienst den Stecker nicht angiessen, jedoch hätte er die Anschlußleitung samt Stecker tauschen können. Das wiederum ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
Ausgehend davon, daß die Funktionstüchtigkeit nach erfolgter fachgerechter Reparatur wieder zu 100% gegeben ist, könnte nun höchstens ein "optischer Mangel" reklamiert werden. Dieses bei "weisser Ware" durchzusetzen wäre hanebüschen und mir persönlich den Aufwand nicht wert.
Der angegossene Stecker hatte die Form eines Schutzkontaktsteckers, war vermutlich jedoch keiner. In diesem Fall wäre der Austausch falsch und unsachgemäß.
Die angegossenen Stecker haben keinen Schutzleiter, weil das Gerät in diesem Fall durch andere Maßnahmen geschützt ist.
Tauscht man ihn gegen einen SchuKo-Stecker, kann später der falsche Eindruck entstehen, das Gerät wäre per Schutzleiter geerdet. Das kann zu Sicherheitsproblemen führen.
@miccman: Deine Aussage ist falsch. Jeder vergossene Stecker, der aussieht wie ein SchuKo-Stecker, ist auch einer. Sogar passend für die in Frankreich noch oft verwendete Schutzerdung via einem einzelnen Stift in der Steckdose. Deshalb ist das Abschneiden eines solchen fehlerhaften Steckers und die Montage eines schraubbaren SchuKo-Steckers dann als fachmännisch anzusehen, wenn dies von einem Fachmann erledigt wurde.
Hallo bh-roth, genau dieses kleine Loch war mit Plastik zugegossen. Somit bekam man diesen Stecker nicht in die Steckdose rein. Damit war auch klar, dass dieser Apparat niemals im Werk getestet wurde . . .
Mojn wokk, um welche Art von Gerät handelt es sich denn, wenn die Frage gestattet ist?
MfG primusinterpares
Hahaha, primus!
Nun versuchst du auch noch norddeutsche Sprache?
Dein Deutsch ist schlecht, dein Englisch lächerlich und Norddeutsch unter aller Sau.
Moin schreibt man so.
Es handelt sich bei diesem Gerät um eine Gefriertruhe.
@wokk: "weiße Ware" ist Massenware, nicht jedes einzelne Teil wird getestet. Das erfolgt nach einem firmeninternen Stichprobenmuster, und auch dann wird aller Voraussicht nach nicht die fertige Kühltruhe getestet, sondern nur der Kompressor.
Ich würde annehmen, dass bei keinem einzigen verkauften Elektrogerät der Stecker je die Steckdose gesehen hat.
Im Übrigen sind die Adern einer Kühltruhe so dick, dass sie wahrlich problemlos mit einem Stecker verschraubt werden können. Alles ist gut, nutze die Truhe und erfreue Dich daran.
Hallo Ing,
natürlich funktioniert die Gefriertruhe und alles ist gut. Auch ist der Stecker sehr schön.
Es wäre nur möglich gewesen, dass der Gesetzgeber meinen könnte, dass das nicht den entsprechenden Normen entspricht. . . . .
Auf jeden Fall danke für Deine beruhigenden Worte.
Da müßte sich wohl mal jemand beim VDE schlau machen. Für eine Gefriertruhe, die nicht im Schwimmbad unter Wasser eingesetzt wir, sehe ich da kein Problem.

Daß es auch andere Fälle gibt, zeigt zum Beispiel diese Vorschrift aus Südafrika: Da dürfen Pumpen für Zierspringbrunnen in Außenanlagen nur dann eingesetzt werden, wenn das wasserdicht angebrachte Kabel mindestens zehn Meter lang ist und einen angeschweißten Stecker hat.
@Gerdd: ich weiß, dass es bescheuerte Gesetze auf dieser Welt gibt - aber dass mit der Schweißvorschrift für südafrikanische Gartenteichpumpenstecker kann ich mir nicht so recht vorstellen. Normalerweise wird bei solchen Dingen eine Schutzart vorgeschrieben, z.B. die IP68 für Unterwasserstecker. Wie das erreicht wird, ist dann egal. Einige werden schweißen, andere dichten. Dass ein bestimmtes Verfahren vorgeschrieben ist, kommt eher selten vor.
Aber ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren.
Grundsätzlich muss der Stecker nicht angegossen sein, nein. Abhängig von der Schutzart kann jedoch ein besonderer Stecker notwendig sein - z.B. mit Gummidichtungen.
Auf Anschlussleitungen im Innenbereich trifft das aber üblicherweise nicht zu.

Bei Geräten die viel bewegt und oft ein-/ausgesteckt werden, wie z.B. Staubsaugern, macht es Sinn zusätzlich eine Knickschutztülle zu montieren. Oft wird bei solchen Geräten dann aber vom Kundendienst gleich die komplette Leitung ausgetauscht. Bei stationären Geräten wie einer Kühltruhe ist es aber wirklich "Jacke wie Hose" ob der Stecker vergossen oder verschraubt ist.

@bh_roth, @miccman: Stecker ohne Schutzkontakt die die Steckdose trotzdem ausfüllen werden Konturenstecker genannt. In dem Fall schließt man den Schutzkontakt am Ersatzstecker einfach nicht an - einen elektrischen oder sicherheitstechnischen Nachteil kann ich darin nicht erkennen. Bin aber gern bereit mich eines Besseren belehren zu lassen.