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Noch Fragen?

Stimmt es eigentlich, dass viele Windanlagen zwar Strom erzeugen können, den aber nicht ins Netz speisen können? Wie kann das angehen?

Frage Nummer 39780
Antworten (5)
Ja, das gibt es, aus zwei Gründen: Manche Windparks, auch in der Nordsee, sind an Land noch nicht ausreichend "verkabelt" um die gelieferte Strommenge weiterleiten zu können. Oder die Windräder produzieren mehr Strom als gerade benötigt wird, in beiden Fällen stehen die Generatoren still.
Der Strom kann natürlich ins Netz eingespeist werden. Es mangelt jedoch an den erforderlichen Leitungskapazitäten um den an der deutschen Küste hergestellten Strom aus Windenergie in den Süden der Republik zu leiten, wo dieser benötigt wird.
Das ist so nicht richtig. Wenn eine Windkraftanlage konzipiert wird, muss die Bundesnetzagentur zustimmen und unterbreitet ebenfalls sofort ein Angebot für den Ankauf des überschüssigen Stroms. Sollte eine Windkraftanlage entgegen den Richtlinien aufgebaut werden (also "schwarz", was es tatsächlich schon gibt), wird die Bundesnetzagentur den Betrieb verbieten und somit würde eine Anlage, die theoretisch Strom erzeugen könnte, nicht nutzbar sein.
Das ist so nicht richtig. Bevor eine Windkraftanlage erbaut wird, wird ein Vertrag mit der Bundesnetzagentur zur Einspeisung in das öffentliche Netz geschlossen. Ohne diesen Dienstvertrag wird gar nicht die Baugenehmigung für die Windkraftanlage erteilt, also kann diese Aussage nicht stimmen.
Das ist so definitiv nicht richtig. Die Abname der Windenergieanlagen erfolgt in Deutschland durch die Bundesnetzagentur. Man ist sogar mehr oder minder verpflichtet, den Überschuss an Strom in das öffentliche Netz einfließen zu lassen bzw. somit zu verkaufen. Wenn es sich um eine Eigentümergemeinschaft handelt und der produzierte Strom für die Eigentümer nicht ausreichend ist, kann es dazu kommen, dass nichts in das Netz eingespeist wird. Das kann man so sehen, dass die Eigentümer der Windkraftanlage sich eben den für sie günstigen Strom als erstes sichern. Wenn das so ist, kann selbstverständlich nichts in das öffentliche Netz eingespeist werden und man ist quasi Selbstversorger.