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Noch Fragen?

Alle Beiträge zum Thema: Wirtschaft

Wie sollen in Deutschland Kapitaleinkünfte besteuert werde?

Einigen Formusteilnehmern schwillt regelmässsig der Hals, weil sie eine Ungerechtigkeit hinter der Parxis vermuten, wie in Deutschland Kapitalerträge versteuert werden. Nämlich ohne jede Progression pauschal mit 25% (plus Kirchensteuer). Wir erinnern uns: Bevor diese Regelung eingeführt wurde, brachten Vermögende das Geld ins Steueroasen (Niederlande, Österreich, etc.) und zahlten überwiegend gar keine Steuern. Heute wirkt das seltsam, weil andere Einkünfte stets zum Höchststeuersatz (42% plus Soli plus KiSt. plus Reichensteuer) versteuert werden müssen. Ist das Kapital heute weniger mobil als früher? Würden die Steuereinnahmen des Staates steigen, wenn der Steuersatz erhöht würde? Oder eher sinken, weil das Kapital abflösse. Ist es nur eine Neiddebatte, weil es eigentlich ohnehin keine Zinsen mehr gibt und viele Menschen neidisch auf Aktionäre sind, diese aber hohe Risiken tragen? Fragen über Fragen. Was meint ihr?

Warum funktioniert das Geschäftsmodell von booking.com und anderen Hotelportalen?

Grob formuliert bieten Hotelportale den Hotels eine internationale Vertriebsplattform und erhalten im Gegenzug eine Provision für Buchungen. So weit so gut. Zusätzlich wird jedoch vereinbart, dass Partnerhotels keine günstigeren Preise am Markt anbieten dürfen. Das ist nichts anderes als die Behinderung des Wettbewerbs und ist kartellrechtlich nicht zulässig. Die Behinderung von Wettbewerb kann empfindlich bestraft werden, indem ein Prozentsatz vom Umsatz als Strafe festgelegt werden kann. Weiss hier jemand, warum das die Beteiligten nicht zu stören scheint?

Will die Post kranke Mitarbeiter wegwerfen?

Die Post empört durch rigide Massnahmen: Mit kaltschnäuziger Arroganz werden Mitarbeiter aussortiert und den menschenverachtenden Hartz IV- Regeln überstellt. Dabei ist der (angebliche) Sozial- Staat an der Post beteiligt. Und das zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Sollen Boni nur bei positivem Unternehmensergebnis gezahlt werden?

Grosse Empörung: Die Deutsche Bank zahlt Boni trotz Verlust und Stellenstreichungen. Skandal? Ich finde nicht. Ab einer gewissen Hierarchiestufe (die zu erreichen sich lohnt) gibt es neben dem Gehalt einen Bonus. Für die persönliche Leistung und in Abhängigkeit des Unternehmensergebnisses. Wenn nun jemand durch seine Leistung dazu beitragen konnte, dass der Verlust geringer wurde bzw. weniger Leute entlassen, warum sollte sich dieser den Bonus nicht verdient haben? Und was kann derjenige mit einer schlechten Leistung dafür, dass das Unternehmen zufällig Gewinne erzielt?

Warum feiert der Verbraucherschutz die Abschaffung des Verursacherprinzips als Erfolg?

Vor ein paar Monaten wurde die Abschaffung der Roaming-Gebühren als grandioser Erfolg und Triumph des Verbraucherschutzes gefeiert. Nur: Zusätzliche Kosten entstehen ja trotzdem und wenn bisher z.B. ein Urlauber diese Kosten über Roaming selbst getragen hat, so wurden nun die Kosten eben auf alle/andere Nutzer verteilt, die mit der Verursachung dieser Kosten nichts zu tun haben. Z. B. schaffte mein Provider den kostenlosen Anruf innerhalb des Netzes ab. Nun lese ich, dass bei Kreditkartenzahlungen keine Gebühren mehr berechnet werden dürfen. Aber die Gesellschaften verlangen ja welche. Also werden wieder alle Verbraucher dafür in Haftung genommen, dass einige den Komfort der Kreditkarte und deren Vorteile nutzen wollen. Was soll an dieser Entwicklung positiv sein? Warum ist niemand mehr für die Konsequenzen seines Handels verantwortlich?

Ist der Wegfall des Topbonus-Programms ein großer Verlust?

Jeder wackere Meilensammler kennt es: Wenn nach jahrelanger Sammlerei eine Prämie gesucht wird, kommt der große Frusr: Die Flugprämien sind immer unattraktiver geworden, weil die Gebühren allein durchaus den Flugpreis einer anderen Linie überschreiten kann. Die Sachprämien sind meistens Schrott. Alles in allem tritt man den Gesellschaften sicher nicht zu nahe, wenn man die Programme als Verarsche bezeichnet. Trotzdem lese ich derzeit ständig von dem Meilenprogramm der AirBerlin und wie schlimm es doch sei, dass dies jetzt wegfalle. Zurecht?

Wie sinnvoll ist die Frage nach der Rentenhöhe nach Mindestlohn?

Ständig wird öffentlichwirksam die vermeintliche Ungerechtigkeit an den Pranger gestellt, dass ein Arbeitnehmer nach 45 Jahre Erwerbstätigkeit zum Mindestlohn keinen Rentenanspruch hat, der oberhalb der Mindestrente liegt. Ist das nicht völlig realitätsfern? Jeder, der eine Weile arbeitet, kümmert sich doch irgendwann um besser bezahlte Arbeit. Und die, die es nicht schaffen - fehlt da nicht so viel Grundsätzliches, dass ohnehin alles zu spät ist?

Air Berlin: Sollten die Urlauber das Risiko der Insolvenz tragen oder der Steuerzahler?

Scheinbar sind sich alle einig: Der Kredit der KfW von 150 Mio. EURO ist gut, weil u.a. die Urlauber sich sonst neue Tickets kaufen müssten. Wer Ärger mit überhöhten Kosten seines Mietwagens hat, bleibt auf den Kosten sitzen. Oder wenn ich eine Anzahlung für eine Küche leiste und das Untrnehmen geht vor der Lieferung pleite, was ist denn dann? Wofür sollte die Summe der Steuerzahler einstehen? Für gut verdienende Urlauber? Meiner Meinung nach kann es nicht Aufgabe der Steuerzahler sein, für einzelne einzustehen, die sich ihre Vertragspartner nicht gut genug ansehen. Was meint ihr?