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Noch Fragen?

Unsere immer mehr abfallende Groko tut sich schwer mit den Folgen des Klimawandels.

Eines der Schwerpunkte ist der angebliche Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie.
Ein weltweites Thema. Denn weltweit werden die Kosten, verursacht durch den Klimawandel explodieren. Ernteausfälle, Überschwemmungen, Tornados , einige Beispiele.
Dagegen sind Investitionen in eine zukunftsorientierte Gesellschaft Peanuts.
Frage Nummer 3000124130
Antworten (19)
Was muss man tun, um überhaupt gehört zu werden ?
gäääähn
mit gestreiften Arschlöchern geht offenbar nichts.
ich finde deine streifen auch schick
♫ Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? ♫
@ Musca
Wer soll Dich den hören? Die deutschen Nazis, die für 2% des CO2-Ausstoßes verantwortlich sind, oder sollen die Dich hören, die für die restlichen 98% verantwortlich sind? Then, go ahead!

Ich will damit nicht sagen, dass wir nichts tun sollen, aber die Dimensionen, um die es dabei geht, sollten wir nicht unter den Teppich kehren. Deutschland könnte ein Agrarland mit biologischer Landwirtschaft werden, das Weltklima würde es nicht einmal bemerken.

Das ist leider so, aber in postfaktischen Zeiten sind derartige Gedanken nicht mehr gefragt.
Der eine hat die Frage nicht begriffen, der andere ist auf Krawall gebürstet.....still going strong.
gääääääääääähn
Das Problem bleibt nach wie vor, man müsste ins Abschalten der Gelddruckmaschinen investieren. Wer macht das schon?
"Ökonomie" klingt so abstrakt. Jeder würde dir hier beipflichten, dass die Ökologie wichtiger ist, weil ohne eine funktionierende Natur auch kein Leben mehr möglich ist.

Die Frage ist doch eher: Was bist du bereit aufzugeben um welchen Beitrag für eine funktionierende Natur zu leisten?

Und jetzt wird es eben vielfältig:
Täglich warm Duschen muss schon drin sein, oder?
Mit dem Auto zum Bäcker fahren wenns regnet?
Für Bananen einen Plasikbeutel nehmen?
5 mal in der Woche Fleisch essen?
Mit Oldtimern spazierenfahren?
Usw.

Die Auswirkungen jeder einzelnen Massnahme ist marginal, erst in der Summe wird die Wirkung erzielt.

Jeder kann mithelfen.
Was nicht funktioniert (nach meiner Meinung): Sich auf "den Staat"oder "die Regierung" verlassen.

Geht schon deswegen nicht, weil jeder Aufruf zum Nachdenken diskreditiert wird, indem die Presse und die politischen Gegner diese Aufrufe als "Verbote" dffamieren und damit jedesmal durchkommen (siehe Veggie-Day, autofreier Sonntag, fernsehfreier Tag, etc).

Hier ist Eigenverantwortung (Huch, ich weiss, ganz grässlich) gefragt. Die Änderung von Verhalten.
Kommt nicht so oft vor, dass ich Stechus zustimme:
Nur auf die Politik zu warten, ist der falsche Weg. Jeder kann anfangen und über die eigenen Kauf-Entscheidungen auch Einfluss auf Handel und Industrie nehmen. Erdbeeren dann kaufen und essen, wenn sie hier wachsen, statt sie schon im Februar aus dem Süden zu importieren. Aber dann, wenn sie hier wachsen, dann gerne Erdbeeren satt. Und statt Malle darfs auch mal der Baggersee um die Ecke sein, wo man mit dem Flieger einfach mit dem Fahrrad hin kommt.

Aber es gibt schon trotzdem 2 Seiten: Warum Flugbezin und Kerosin Steuerfrei sind, die Energie-Versorgung der Bahn aber nicht, ist nicht nachvollziehbar. Warum man große Ämter in die Metropolen verlegt, wo sie zum Mieten-Anstieg und zur Verödung anderer Gebiete beitragen, statt sie in strukturschwachen Gebieten anzusiedeln, und dort dann eben parallel auch die Infrastruktur aufzubauen. Es würde kurzfristig mehr Geld kosten, langfristig aber diese Gebiete entwickeln.

Letztlich geht es also um eine ausgewogene Balance.
Flugbenzin: Unbesteuert auf internationaler Strecke aufgrund internationaler Verträge. Innerdeutsch ist das Kerosin besteuert.
Das kannst du der Frau im Mond erzählen.
Nachdem Musca wieder einmal nicht mehr eingefallen ist, als andere User zu beschimpfen, sezieren wir doch mal seine Frage.

Dass weltweit Kosten aufgrund des Klimawandels explodieren werden, kann man als richtig voraussetzen. Das Problem kann aber nur weltweit gelöst werden. Wenn die USA das Klimaabkommen kündigen, die Chinesen im großen Stil Kohlekraftwerke bauen, in Afrika und in Südamerika Regenwälder abgeholzt werden, dann haben wir dem wenig entgegenzusetzen. Dann sind unsere Einsparungen nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein, sondern nur ein einziges Wassermolekül. Ein Blick auf den Globus kann helfen, die Dimensionen zu erkennen, um die es geht.

Soll die Überschrift „Unsere immer mehr abfallende Groko tut sich schwer mit den Folgen des Klimawandels“ suggerieren, dass wir allein das Weltklima retten können?

Musca, ich finde die Frage schwachsinnig, sie soll nur dazu dienen, das eigene Gewissen zu beruhigen, indem man anderen Vorwürfe macht, und weiter überhaupt keine realistischen Gedanken in Betracht ziehen zu müssen. Wer sein Leben lang nur protestiert, sich aber nie um Lösungsvorschläge bemüht hat, ist ein Trottel

P.S. Die Vorschläge, nur noch saisonale Erdbeeren und Bananen ohne Plastikbeutel zu kaufen, sind zwar anrührend und nicht verkehrt, aber diese typisch deutsche Kleingeisterei ist eigentlich eine Beleidigung für alle, die das wirkliche Problem verstehen.
Die Antwort besteht aus mehreren Teilaspekten und die müssen kombiniert werden. Stechus hat recht, die persönliche Einstellung/Verhaltensweise der Bürger*innen/Verbraucher*innen muss sich ändern, das wirkt "ansteckend" und weckt Kreativität und Ideen und Innovation. Die einzelnen Regierungen müssen - ggf. nicht nur aber auch z.B. durch "Friday's for future", also durch sich einmischende Bürger*innen - auf Trab gebracht werden. Der ganz große Bogen und damit das schwierigste ist, daraus ein "An-einem-Strang-ziehen" aller, zumindest aber mal der großen und "dreckigsten" Nationen zu entwickeln.
Alles graue Theorie, ich weiß, und deshalb geht kein Weg daran vorbei, dass das erforderliche Bewusstsein und Verhalten bei jedem Einzelnen einsetzen muss, damit Druck nach oben entstehen kann, wenn es zu langsam oder doch wieder nur um Lobbyisten geht. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob wir hier in Deutschland weltweit betrachtet überhaupt einen spürbaren Beitrag leisten könnten, wir müssen es einfach tun. Die Einschätzung, dass woanders die Probleme ja so viel größer sind und wir hier gar nichts Spürbares ausrichten können, ist auch nur halb richtig, man kann sich auch für Themen weit weg von Deutschland engagieren und viele tun das bereits. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen, weil "wie ja eh nix Messbares ausrichten können". Auf diese Weise wird bis in alle Ewigkeit immer einer auf den anderen zeigen und nichts wird sich tun.
Richtig ist, dass D zu gut 2% zum globalen CO2-Ausstoß beiträgt.
Richtig ist aber auch, dass D damit in Bezug auf den pro-Kopf-CO2-Ausstoß weltweit auf Platz 6 liegt. Wer also, wenn nicht wir, hätte einen Grund, den Ausstieg mit Macht anzugehen.
Richtig ist auch, dass viele andere auf D blicken. Tun wir etwas, gehen die mit. Aber wenn es noch nicht einmal das reiche D schafft ...

Mit der Einstellung, nichts bewirken zu können, gewinnt man keinen Blumentopf.
"Wer also, wenn nicht wir, hätte einen Grund, den Ausstieg mit Macht anzugehen."

Die Pro-Kopf-Betrachtung ist erstaunlich, denn so gesehen müssten noch eher Österreich und die Schweiz den Ausstieg mit Macht angehen, denn die liegen noch vor uns.

China hingegen kommt erst deutlich hinter uns, obwohl der Ausstoß riesig ist und rasant zunimmt.
Es bleibt schwierig. Wenn ich mich richtig erinnere, geht es in dieser Frage um den Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie.

Musca hatte dabei die Folgekosten des Klimawandels im Sinn, ich dagegen unsere Aufwendungen, die für ihn Peanuts sind. Aber genau das ist für mich die Frage: Ist Deutschland unkaputtbar? Ich glaube das im Gegensatz zu den Grünen nicht.

Dem Weltklima ist es egal, ob unser Pro-Kopf-CO2-Ausstoß an 6. Stelle liegt, oder der von Liechtenstein an 1. Stelle. Ich habe bisher zu diesem Thema auch immer geschrieben, dass Deutschland natürlich seinen Beitrag leisten soll, insbesondere mit Innovationen, die auch anderen gefallen könnten. Ich habe nie geschrieben, dass wir nichts tun sollten. Aber ich war immer und bin noch der Meinung, dass wir alles, was wir tun, mit Augenmaß tun sollten. Kopflose Energiewenden gehören für mich nicht dazu, die macht uns auch keiner nach.
Deutschland ist nicht unkaputtbar, zur Wahrheit gehört aber auch, nirgends sind die Gewinne der Konzerne und der Energiewirtschaft, inklusive der Energiesteuern für den Staatssäckel, so exorbitant hoch wie in Deutschland. Es wird Zeit, dass von diesen Steuern und Gewinnen was in den Umweltschutz investiert wird. Ich kann das Gejammer nicht mehr hören. Wenn wir nicht heute bezahlen, bezahlen wir in ein paar Jahren ein Vielfaches.