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Gast

Urlaubsrecht

Hallo, ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen.

Ich arbeite in einem Reisebüro. Wir sind 4 Mitarbeiter und meine Chefin hat nun eine Urlaubsplanung erstellt.

Wir haben jeder 6 Wochen Urlaub im Jahr und sie hat genau 24 Wochen zur Verfügung gestellt und hier sollen wir uns nun einig werden, wer wann will, was logischerweise nicht wirklich hinhaut.

Meine Frage nun: Darf sie das überhaupt???

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!
Frage Nummer 105620
Antworten (3)
Grundsätzlich ja - wenn es der Betrieb erfordert.
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Grundsätzlich besagt das Bundesurlaubsgesetz, dass jedem Arbeitnehmer sein Erholungsurlaub dann zu gewähren ist, wenn er es will.
Der Arbeitgeber kann nur in Ausnahmefällen betriebliche Belange geltend machen und muss ggfs. darlegen, warum. 28 Wochen im Jahr komplette Urlaubssperre hielte vor keinem deutschen Gericht stand.
Soweit zur Theorie.
Denn gerichtlich einklagen wird das keiner von Euch wirklich wollen.
Normalerweise würde ich in einem Betrieb dieser Größenordnung erwarten, dass alle an einem Strang ziehen. Die Mitarbeiter lassen den Chef nicht hängen, wenn Not am Mann ist und der Chef geht auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter ein.
Ich würde versuchen, so viel wie möglich in den vorgegebenen Zeitraum einzubringen. Aus Erfahrung müsstet Ihr im Gegenzug wissen, wann der Laden brummt - der Zeitraum wäre dann eher tabu. Den Rest verteilt Ihr dann untereinander und geht mit dem Gesamtkonzept zum Chef. Es würde mich wundern, wenn da ein kategorisches Nein kommt.
(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.