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ingSiebenNeunDrei

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ingSiebenNeunDrei
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ingSiebenNeunDrei

Mietzahlung wegen corona

@rayer by the way: über Steuerlast habe ich so meine eigenen Gedanken. Um Steuerlast zu senken, brauche ich erst einmal absetzbare Kosten. Da sind zum einen echte Kosten. Bei einer vermieteten Wohnung z.B. die Zinsen für das Darlehen oder die Bezahlung der Handwerker - bei einem Dienstwagen die Leasingraten, bei einer Fortbildung die Kursgebühren etc. Die Kosten darf ich von meinen Bruttoeinnahmen abziehen, ich muss sie nicht versteuern. Bei einem persönlichen Grenzsteuersatz von vielleicht 30% bekomme ich sozusagen ein knappes Drittel der Kosten ersetzt. Ja, ich bekomme die Mietwohnung deutlich günstiger finanziert als eine Privatwohnung. Ja, ich bekomme das Auto oder den Kurs deutlich billiger als der Privatmann. Aber ich bekomme es nicht kostenlos, zwei Drittel muss ich aus meinem Netto berappen. Ich höre immer noch den Steuerberater meines Schwiegervaters "Du musst Kosten erzeugen, sonst zahlst Du zuviel Steuern" Dann hat er sich ein neues Auto gekauft, Steuern gespart und das Dreifache der Ersparnis für die Raten ausgegeben. Ich selber zahle bei vielen (nicht allen) Dingen mittlerweile lieber das eine Drittel an Steuern (zumal ich als Angestellter ohnehin kaum Möglichkeiten habe) Zum andern sind da die fiktiven Kosten. Pauschalen, Abschreibungen und ähnliches, das ich nicht nachweisen muss. Das bringt wirklich was, fast wie Cum-Ex, sich nicht bezahlte Steuern erstatten zu lassen. Aber da gibt es als Angestellter, als Solo-Selbständiger oder Einzelvermieter so wenig Möglichkeiten. Und wenn, dann drohen andere Gefahren (Stichworte Bauherrenmodelle, Schiffsfonds, Flugzeugleasingfonds). Nein, Steuern sparen geht so richtig nur im großen Stil, wenn man sich EY oder KPMG leisten kann. Das ist bei dem Fragesteller sicher nicht der Fall.