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Conway

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Mutterschutz bei 400 Euro-Job

Hahnebüchelnd was Sie da schreiben Herr Richthofen. Das Mutterschaftsgeld berechnet sich nach der Höhe des Verdienstes. Wenn eine Frau in ihrem Hauptjob nicht genug verdient und sich zusätzlich einen Minijob suchen muss, um über die Runden zu kommen, kann von "Abzocke" des Minijobsanbieters bei der Geltenmachung von Mutterschaftsgeld wohl keine Rede sein. Die einzigen, die durch Minijobs abgezockt werden sind tatsächlich die Minijobber. Sie verdienen selten mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, tragen oftmals die Pauschalabgaben selbst und erhalten in der Regel rein gar nichts als Gegenleistung für diese Abgaben. Ein Minijobber, der keinen Hauptjob hat (ja, das gibt es auch) ist trotz der geleisteten Abgaben nicht einmal krankenversichert. Von den Abgaben wird ihm auch nichts für die Rente angerechnet. Und um den gesetzlichen Urlaubsanspruch - ja, der steht (anteilig) selbstverständlich auch jedem Minijobber zu - drücken sich viele Minijobanbieter mit "weiß ich nichts von" ebenfalls herum. Wohl wissend, das sie kriminell handeln. Ich habe für einen Tankstellenpächter 2-3 Schichten die Woche gearbeitet, der seine beiden Tankstellen mit einer Angestellten, einem Lehrmädchen und 8-10 Minijobbern betrieben hat. Als ich meinen Urlaubsanspruch angesprochen habe, musste er sich erst bei seinem Steuerberater informieren. Auf mein weiteres Nachhaken erklärte er dann: "Ja, das steht Ihnen tatsächlich zu. Und ich zahle das natürlich auch. Aber wenn sie darauf bestehen, haben sie auch gleich Ihre Kündigung." Ich habe ihm gesagt, dass er meine Papiere fertig machen soll. Aber ich kannte genug Minijob-Kollegen, die sich das gar nicht leisten konnten, weil sie die paar zusätzlichen "Kröten" einfach brauchen, um über die Runden zu kommen.