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Gerdd

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FI Schalter fliegt raus - was ist da los?

Na gut, ich versuch's nochmal: Wenn ich hier mal so 'ne Wandsteckdose aufschraube, dann kommen da drei "Draehte" an - drei Adern, wie manche das nennen. Da ist ein brauner, den nennt man hierzulande "Live", das ist der, bei dem der Spanungspruefer rot losglimmt. Dann ist da noch der blaue, den nennen sie hier "Neutral" - das habe ich mal als "Null" uebersetzt, obwohl der gegen Erde durchaus auch schon mal eine messbare Spannung haben kann. Und dann ist da noch der Leiter mit der gelb-gruenen Farbe ("Huehnerkacke") gemeinhin auch "Erde" oder Schutzleiter genannt (Im englischen Sprachraum gerne als PE "Protective Earth" bezeichnet.) Wie schon angedeutet, vergleicht der FI den Strom auf Live mit dem Strom auf Null und wenn die um mehr als z.B. 30mA abweichen, dann zieht er die Reissleine. Das ist die Idee. Weiterhin ist es die Idee, dass die Diskrepanz zwischen dem was reinkommt und dem was rausgeht in aller Regel gegen Erde abfliesst - entweder direkt ueber den Schutzleiter oder ueber eine biologische Einheit, die mit dem Planeten in leitendem Kontakt steht (Das waere zum Beispiel der/das Rentier mit nassen Fuessen in der Pfuetze auf der Terasse.) Kurzschluss nennen wir hierzulande, wenn ein mit null Ohm vertraeglicher Widerstand zwischen Live und Neutral gemessen wird. Das ist was ganz anderes als der FI-Fall, denn dabei fliegt normalerweise die Sicherung 'raus - hoffentlich! Wenn ich jetzt an der geoeffneten Steckdose herumfummeln wuerde und braechte dabei den Live-Draht mit der Erde in Verbindung, dann loest das den FI aus. Es loest aber auch den FI aus, wenn ich das mit demm Nullleiter tue. Also - Sicherung ist raus, Live ist friedlich, aber Null ist noch verbunden (den trennt die Sichrung ja nicht.) Wenn ich nun Null mit der Erde verbinde, fliegt der FI auch raus. Bei mir zu Hause ist ddas dann der Unterschied zwischen "die Steckdosen im Schlafzimmer sind jetzt stromlos" und "Upps, jetzt ist das ganze Haus stromlos" - weil man ja nur einen FI-Schalter hat, an dem alles haengt. Sicherungen haette man in der Regel ja mehrere, die eben verschiedene Stromkreise absichern. Und der gedankliche Schritt von hier aus weiter ist gar nicht mehr so gross. Wenn Fehlerstroeme auf beiden Leitungen auftreten koennen (Live und Neutral) dann koennen sie sich auch addieren und - wenn sie gegenlaeufig sind - auch zumindest teilweise aufheben (Verktor-Addition!) Siehste?

FI Schalter fliegt raus - was ist da los?

Au Weia! Wenn das alles so ist, wie du sagst (und ich gehoere nicht zu denen, die erst einmal jedem anderen die Intelligenz absprechen) dann sehe ich nur eine moegliche - unwahrscheinliche und voll kritische - Erklaerung. Konstruieren wir mal ein Beispiel auf der Basis von 30mA (=0,03A) Fehlerstrom - wobei "Fehlerstrom" sagt, dass (zum Beispiel) mindestens 30mA mehr in das angeschlossene Geraet hineingehen als wieder herauskommen (oder umgekehrt) und dann schlaegt der FI-Schalter eben zu, weil er davon ausgeht, dass diese 30mA oder mehr soeben durch deinen Koerper direkt zum Nulleiter oder zum Planeten (in deinem Fall vermutlich die Erde) abfliesst und auf diesem Weg womoeglich erheblichen und moeglicherweise irreversiblen Schaden anrichtet. Es kann auch sein, dass der Fehlerstrom mehr oder weniger unschaedlich auf anderem Wege verlustig geht. Den Unterschied kennt der FI-Schalter nicht und agiert nach der Maxime "Sicher ist sicher." Was du beschreibst - geht nicht ohne Licht, geht aber mit Licht - kann ich mir nur auf diese abenteuerliche Weise erklaeren: Zwei-Fehler-Methode - die Beleuchtung erzeugt einen Fehlerstrom von - sagen wir mal - 25mA gegen die Live-Ader. Das loest den FI noch nicht aus. Die Waschmaschine hat einen Fehlerstrom von - sagen wir - 35mA gegen den Nullleiter. Der FI schlaegt an. Wenn beide gleichzeitig an sind, summiert sich der Fehlerstrom auf 10mA gegen Null und nichts passiert. Der FI vergleicht ja den Strom auf Null und Live und misst die Differenz. Ergebnis: Du trickst dich selbst aus und unterlaeufst die Vorrichtung, die dein Leben retten soll. Also: Allerschnellstens einen sehr guten Elektriker ran! (Es kann auch immer sein, dass der FI an Altersschwaeche stirbt. Dann kann ihn aber der sehr gute Elektriker auch austauschen, noch mal alles durchmessen und uns alle in dem Bewusstsein zuruecklassen, dass du nicht mehr unter unmittelbarer Lebensgefahr stehst - jedenfalls nicht wegen ein paar Millarden fehlgeleiteter Elektronen. Aber pass auch weiterhin im Strassenverkehr auf!

Elefanten werden ausgerottet

@panther, Also, ueber das wesentlich groessere Reservat kanns du hier mehr lesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Limpopo_Transfrontier_Park Das mit der "Grenzoeffnung erklaert sich so: Im suedlichen Africa (SADC Region) gibt es - so wie vor Schengen in Europa (und jetzt bald auch wieder) - Grenzkontrollen und abseits der Strassen auch Zaeune. In den Transfrontier-Parks sind diese Zaeune weitgehend abgerissen. Dafuer muessen Menschen - aber nicht die Tiere - bei Ein- und Ausreise an den Parkgrenzen die Formalitaeten erledigen. Ueber die existierenden Parks hinaus sind in Mozambik und Zimbabwe auch weitere Gebiete vorgesehen, die in den Transfrontier-Park integriert werden sollen. Im Falle von Zimbabwe liess sich die Entwicklung wegen der wirtschaftlichen Situation zunaechst sehr langsam an (und ich habe mich noch nicht wieder schlau gemacht, ob die inzwischen in die Puschen gekommen sind - es ging hier um die Elefanten, nicht den Zim-Dollar und seinen Nachfolger, den US-Dollar ...) Die Grenze zu Botswana ist uebrigens im Kgalagadi Transfrontier Park ebenfalls offen. Da gibt es aber nicht ganz so viele Elefanten; deshalb habe ich davon zunaechst nichts erzeahlt. https://en.wikipedia.org/wiki/Kgalagadi_Transfrontier_Park Auch die gruene Grenze zwischen Namibia und Angola ist weitgehend offen, so dass die dortigen Elefanten sich frei zwischen dem Etosha National Park und den - fast - angrenzenden Gebieten in Angola bewegen koennen. Das hilft ganz allgemein dabei, dass sich eine wachsende Elefanten-Bevoelkerung, so es sie dann irgendwo noch gibt, ausbreiten kann und sich nicht selbst die Lebensgrundlage wegfrisst und zertrampelt. Und - "Schranke hoch" - also nee, mit der Banane ueber den Schlagbaum gelockt - ganz so naiv geht's hier auch nicht zu. Da, wo am Rande des Kruger die Grenze verlaeuft, da gab es keine (offiziellen) Uebergaenge, nur Zaeune. Und die sind jetzt eben weg. Und locken tut da auch niemand. Die neuen Wege sollen die Tiere schon alleine finden. Womoeglich wollte man wohl hier und da auch mal eine Umsetz-Aktion starten, aber dann ueber meherer hunder Kilometer hinweg. Derzeit wuerde man sich aber eher auf die Nashoerner konzentrieren, um die wesentlich kleinere Population vor Wilderern zu retten. Und, ja, im Vergleich zu Schengen sind die anderen Grenzen im suedlichen Afrika immer noch "zu." Da muss der Deutsche noch seinen Pass zeigen - fuer den Suedafrikaner reicht das ID Book (etwa: Personalausweis.) Und Paesse werden auch immer noch mit viel Liebe gestempelt - bei jeder Ein- und Ausreise. Und fuer etliche der Laender im suedlichen Afrika braucht der deutsche Passinhaber auch durchaus noch ein Visum - aber Elefanten eben nicht. Zitat: "Alles van die beste." - Kannst du noch mehr Afrikaans? Und, Spaetzchen, ich rede nicht von der Groesse der Laender, sondern von der der Reservate - der Kruger National Park ist etwa so gross wie Israel, der Greater Limpopo Transfrontier Park wird im derzeit vorgesehenen Endausbau etwa so gross sein wie Belgien. Die Groesse des Rests von Suedafrika und Zimbabwe (und Botswana, wenn wir dann schonmal dran sind) ist - abgesehen von den jeweils noch vorhandenen andere Parks - hier herzlich irrelevant.

Elefanten werden ausgerottet

Meine Zahlen sind ein paar Jahre alt. Danach gab es im Kruger National Park in Südafrika zu der Zeit gut 12000 Elefanten, obwohl der Park eigentlich nur 7000 unterstützen kann. Es wurde also überlegt, ob und wie man die Zahlen reduzieren könnte. Ein entsprechender Aufschrei ging durch die Welt. Auf den Vorschlag, man könne ja ein paar Herden in die Heimatländer der Aufschreienden umsiedeln - Central Park in New York, Regents Park in London, Englischer Garten in München etc. - führte in aller Regel zu betretenem Schweigen. Inzwischen hat man die Grenze nach Mozambik geöffnet, so daß die Tiere nun in ein wesentlich größeres Reservat abwandern könnten, was sie aber anscheinend nur zögerlich tun. Es ist richtig, daß in anderen Ländern Afrikas derzeit Elefantenbestände durch Wilderei reduziert werden. Es besteht aber Hoffnung, daß da, wo noch ein Habitat für die Tiere besteht - also nicht gerade die Innenstädte von Nairobi, Lagos oder Kapstadt - sich die Bestände noch gut wieder erholen könnten, wenn man der Wilderei Einhalt gebietet. Viel mehr Sorge machen uns die Nashornbestände. Da sind bestimmte Unterarten auf wenige Tiere reduziert worden und damit sehr akut vom Aussterben bedroht. Ursache dafür ist der Irrglaube, der den Hörnern der Tiere geradezu wundersame medizinische Wirkung zuschreibt. Also nochmal für alle: Die Inhaltsstoffe der Hörner sind von denen von menschlichen Fingernägeln nicht zu unterscheiden -Fingernägelkauen hat also mindestens dieselbe Wirkung (weswegen es ja auch so populär ist, oder?) Umgekehrt versuchen wir ja schon seit längerem, die folgende Erkenntnis einem breiten Publikum zugänglich zu machen: Getrocknete und zu Pulver zerstampfte Schrumpelklöten von Wilderern heilen AIDS innerhalb kürzester Zeit ... (Irgendwie gefällt mir das Wort jetzt auf einmal - vor ein paar Monaten kannte ich das noch garnicht.)

pdf-Datei verlustfrei vergrössern

Jaja, natuerlich ist die lineare Vergroesserung von A4 auf A3 nur SQRT(2), aber die Flaeche, die Flaeche ... A3 ist natuerlich doppelt soviel Papier wie A4 - also "doppelt so gross" stimmt in dem Sinne dann schon. Muss man sich eben entscheiden, was man wie definiert. Grundsaetzlich kann man auch eine Struktur ohne Verlust groesser darstellen - allerdings eben auch ohne Informationsgewinn. Dass dann bei entsprechender Vergroesserung einer Bitmap jeder Pixel so gross wie ein Bierdeckel dargestellt wird, das ist dann mal eben so. Aber es wird kein Pixel unterschlagen. Tip: Ich weiss nicht wie das mit diesem antiken Drucker aussieht, aber mein Druckertreiber (Canon Pixma irgendwas) bietet Skalierung an - wohl hauptsaechlich gedacht, um eine grosse Grafik auf ein kleineres Stueck Papier zu quetschen. Das sollte aber auch funktionieren, wenn das Papier groesser ist als die Grafik im "Naturzustand." Wie gesagt, Verluste duerfte es nicht geben, aber eine vorhandene "Pixeltreppenfunktion" wuerde im Zweifel durch die Vergroesserung deutlicher erkennbar. Vieles haengt aber davon ab, wie die Ursprungsgrafik aussieht, die dem PDF zugrundeliegt, und wie sie eingebunden ist. Ich habe da bei entsprechenden Programmen schon A bfragen gesehen wie: "Sollich die Grafik in voller Aufloesung einbinden oder auf xxx DPI reduzieren?" - Da hat dan einen Einfrluss auf die Groesse der PDF-Datei und darauf, wie die aussieht, wenn man sie sich auf dem Bildschirm vergroessert anzeigt. Und da kann man dann schon abschaetzen, ob die Grafik vielleicht noch "Reserven" hat.

Gefakte Emails: Gibt's sowas?

Ja, leider erlaubt die Spezifikation des Email-Protokolls, dass man sich in einen Email-Server auch ohne Verifizierung der Angaben einloggen kann. Dabei kann man dann jeden beliebigen Namen als Absender eingeben. Man braucht also keinen Zugriff auf Ihren Laptop. Es reicht, Ihre Email-Adresse zu kennen, um sie zu benutzen. Ob man nun auch noch Email-Adressen von Ihren Bekannten hat, ist letztlich nicht wichtig. Emails, die anscheinend von Ihnen sind, kommen dann eben auch bei Leuten an, die Sie nicht kennen. Gelegentlich habe ich schon automatische Emails von irgendwelchen Mail-Administratoren bekommen, die mir dann davon erzaehlen, dass meine Mail "Sowieso" nicht an den Adressaten weitergegeben werden kann, weil es den auf diesem Server nicht gibt. Gut und schoen, nur habe ich eine solche Email nie geschickt. Aber irgendwer hat meine Adresse als Absender benutzt, und so gehen die Fehlermeldungen eben an mich. Da kann man nix machen. Es sei denn ... aber das ist schon eine Zukunftsvision ... Betreiber von Mailservern koennten Kunden anbieten, dass sie fuer ihr Konto nur eingehende Mails akzeptieren, die mit offiziell nachvollziehbaren elektronischen Signaturen versehen sind. Das wuerde dann bedeuten, dass sich jeder so eine Signatur besorgen muss, die dann von den Certificate Authorites bestaetigt wird. Wenn dann nach einer Uebergangszeit niemand mehr unsignierte Emails annimmt, dann haetten wir diesen Sumpf ausgetrocknet. Positiver Nebeneffekt: Die Infrastruktur der Signaturen (auch Zertifikate genannt) kann man dann auch fuers Verschluesseln verwenden - aber das ist dann doch noch eine andere Geschichte ...

Französisch oder Latein?

Ich nehme mal an, Englisch hast du schon? Hier wurde schon viel über den begrenzten Nutzen von Latein gelästert. Aber das kann auch ganz anders aussehen. Mich hat man 1958 aufs "Humanistische Gymnasium" geschickt. Das hieß, in der fünften Stufe (die hieß bei uns noch "Sexta") gab es als erste Fremdsprache Latein und ab der siebten Stufe nach Wahl Altgriechisch oder Englisch. Nach heuten Vorstellungen der helle Wahnsinn. Und doch: Mein Lateinlehrer und mein Deutschlehrer haben ihren Unterricht synchronisiert und wir haben das komplette Grammatik-Programm in beiden Sprachen parallel durchgenommen. Das hat extrem viel gebracht. Insbesondere, als dann zwei Jahre später Englisch dazukam, war alles (außer den Tee-Äitsch) viel leichter ... Aber wenn du jetzt schon Englisch kannst, dann ist es hierfür zu spät. Also: Latein als ERSTE Fremdsprache hat sich für mich bewährt. Aber für Latein als ZWEITE oder gar DRITTE Fremdsprache sehe ich auch keinen praktischen "Nährwert." Heute noch weniger als zu meiner Zeit. Im Geiste des damals noch großen Enthusiasmus für die deutsch-französische Freundschaft habe ich dann in einer AG auch noch Französisch belegt. Daraus ist aber nie viel geworden. Ich habe hauptsächlich Asterix und Speisekarten gelesen und hier und da ein wenig Konversation bewältigt. Und dann kam der "Tag der Wende" als ich 1985 im Urlaub in Nizza nach einem Einbruch eine neue Autoscheibe brauchte. Ich kramte all mein Französisch zusammen und erklärte dem jungen Werkstadtleiter das Problem. Und der - schaut auf mein Nummernschild und antwortet "Wouldn't it be much easier if we continued in English?" Und so war es dann auch - er hatte nicht einmal einen starken Akzent. Meine Schulbildung nahm übrigens dann auch eine ganz andere Richtung. Zur neunten Stufe ("Untertertia") zog ich um und wählte den naturwissenschaftlichen Kurs. Und so wurde ich später Informatiker und habe geschätzte 80% meiner mündlichen und schriftlichen Kommunikation auf Englisch abgewickelt - immer mit der unausgesprochenen Fußnote "Powered by seven years of Latin." (Ich arbeite nun seit 18 Jahren für eine amerikanische Firma und lebe in einem Land, wo Englisch eine der Amtssprachen ist - jetzt, glaube ich, kann ich's langsam. Ich hoffe, das hilft dir.