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StechusKaktus

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StechusKaktus
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Worin unterscheiden sich die Freitagsproteste der Schüler von Demonstrationen der 80er Jahre?

In den 80er Jahren gab es nun wirklich Probleme: Die Flüsse waren tot und stanken, saurer Regen dezimierte die Wälder und die Kohlekraftwerke stiessen unter heutigem Massstab ihren Dreck ungefiltert hinaus. Auf der Nordsee entsorgten Schiffe sogenannte Dünnsäure, weil das die billigste Entsorgung war. Was die Autos ausstiessen lässt sich leicht erahnen. Allein, wenn ich an die alten Gelenkbusse denke, wird mir heute noch schlecht, wenn ich an die Russwolken denke, die sie ausstiessen. Heute gibt es wieder Fische in den Flüssen, die teuersten Wohnungen an ihrem Rand ersetzten die Stadtslums. Dünnsäureverklappung gibt es nicht mehr, die Autos und Kraftwerke sind deutlich sauberer geworden. Von den Verbesserungen in der ehemaligen DDR gar nicht zu reden. Das alles bedeutet, dass die Regierung dort, wo sie Einfluss nehmen konnte, gehandelt hat. Aber sortieren wir: 1. Die Forderungen der Schüler bleiben hohl, weil diejenigen, an die sich der Protest richtet, längst Massnahmen ergriffen haben. 2. Deutschland hat keinen nennenswerten Anteil an der Klimaverschmutzung. Allein der ZUSÄTZLICHE CO2-Ausstoss von China übertrifft den GESAMTEN von Deutschland 3. Die Schüler können die unterschiedlichen Ziele der Energiepolitik nicht einordnen und sind sich über die Konsequenzen ihrer Forderungen nicht bewusst. Die Anführerin kann sich nicht ausdrücken, aus welchen Gründen auch immer. Ich kann den demonstrierenden Schülern nur empfehlen, in ihrem Cluburlaub auf aus ihrer noblen Anlage herauszutreten und sich das Leben anzusehen. In China, in Indien oder in einem anderen aufstrebenden Land. Genauso gut könnte man für den Weltfrieden Schule schwänzen oder dafür, dass alle Menschen 100.000 Euro/Jahr erhalten sollen. Kann man machen. Muss man aber nicht.