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LukasFabianVogt

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Welches ist der wichtigste überregionale Politiker in der Schweiz? Und warum?

Ich weiß nicht recht, wieso diese Frage eigentlich gestellt wird. Ist das wichtig für uns BRD-ler? Oder was steckt dahinter? Also gut, wenn Sie gerade ein Referat (Haupt-oder Realschule, Duale Hochschule, Gymnasium) über die Schweiz schreiben sollen: Die Informationen in Wikipedia müssten ausreichen. Doch, die sind nicht schlecht. Ansonsten gibt es Spezialliteratur (für Universität etc.). Die Antworten hier, die zum Teil auf die Abstimmungen des Volkes ("Volk" als "Souverän" verweisen, können einen leicht auf das falsche Gleis bringen, wenn z.B. gesagt wird, dass bei "besonders wichtigen Fragen" das Volk gefragt wird. Das ist so nicht ganz richtig. Volksabstimmungen kommen nicht per se sondern auf Antrag einer Lobby bzw. einer Partei, meist der SVP, auf die Tagesordnung. Die Volksabstimmungen kommen also nicht automatisch. Z.B.: Den Schweizern war es ziemlich egal, ob ein muslimisches Gotteshaus (Moschee) ein Minarett haben könnte oder nicht, sofern nicht die jeweiligen örtlichen/kantonalen Bauvorschriften tangiert sind. Und dann kam die dusselige Volksbefragung. Teilgenommen und mit MINARETTE NEIN gestimmt haben diejenigen, die sowieso gegen Moslems und Ausländer sind. Diejenigen, denen das egal war (s.o.: die Bauvorschriften reichen aus) haben gar nicht abgestimmt; das war denen zu blöd - eine Fehleinschätzung, meiner Meinung nach. Aber glauben Sie bloß nicht, dass MINARETTE NEIN jetzt nun die Meinung der Mehrheit der Eidgenössischen Bürgerschaft darstellt. Und: Wie will man denn die Meinung des Volkes erfahren: Durch Fragestellungen, wo es nur ein JA oder NEIN gibt? Das wäre zu einfach. Es gibt jede Menge Mittelmeinungen ("Je nachdem, kommt darauf an" etc.). Die fallen dann irgendwie unter den Tisch. Mit anderen Worten: Volksbefragungen ermitteln nicht die Volksmeinung, sondern sie radikalisieren durch ihre Vereinfachungen in der Fragestellung. Volksbefragungen ermitteln nicht die Wahrheit, bestenfalls einen augenblicklichen Trend, und noch nicht einmal diesen.