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Matthew

Matthew

Aktiv seit: 30.11.2015
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Matthew

Umfrage zu Neid: Wie kommt das?

Ich den Artikel eher dröge und ich musste mich ziemlich zusammen reißen, ihn bis zum Ende zu lesen. Ich hoffte ja, die "Auflösung" würde irgendwann tatsächlich noch kommen. Die Auflösung zu Skorties Frage/Kritik-Punkt enthält der Artikel jedenfalls nicht. Es geht, denke ich, auch nicht um Neid, sondern um die Stabilität einer Gesellschaft. Letztlich auch weltweit. Da sind Unterschiede grundsätzlich in Ordnung - bis zu einem gewissen Grad. Wenn die Schere aber immer weiter auseinander geht, verhält sich das System so, wie alle Systeme, die (scheinbar) unbegrenzt wachsen und bei denen man nicht rechtzeitig regulierend eingreift: es kommt irgendwann an einen Punkt, wo es eben doch nicht mehr weiter geht, sondern einen um die Ohren fliegt. Das ist bei einer Gesellschaft nicht anders, als bei einer Dampfmaschine, oder einem AKW. Als die Spanier aus Südamerika Edelmetalle in großen Mengen (ich sage mal) importierten, hatte darauf nur die Oberschicht zugriff. Aufgrund der Inflation, die das auslöste, brach in Spanien dann eine Hungersnot in den unteren Schichten aus. Nicht weil es eine Missernte gegeben hätte, sondern weil sich die Unteren Gesellschaftsschichten das Essen immer weniger leisten konnten und die Schichten, die es sich leisten konnten, immer verschwenderischer damit umgingen. Zugegeben ein Extrem-Fall, aber wir brauchen trotzdem Konzepte, die gegen-steuern, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Die Suche nach tragfähigen Konzepten, wird dann von machen Leuten versucht als "Neid-Debatte" abzuqualifizieren. Verantwortung geht anders.

Sind Negativzinsen ein gutes Argument für eine höhere Verschuldung?

Fach-Literatur? Kein Problem: Hans Christoph Binswanger: Die Wachstumsspirale – Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses. Metropolis Verlag, Marburg 2006. ISBN 3-89518-554-X Mathias Binswanger: Geld aus dem Nichts. Wiley, Weinheim 2015. ISBN 978-3-527-50817-4. Jesús Huerta de Soto: Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen. Hayek Institute, Madrid 2009. Joseph Huber: Monetäre Modernisierung. Zur Zukunft der Geldordnung. Metropolis Verlag, Marburg 2010. Niklot Klüßendorf: „Der Kupferwechsel“ des Alchimisten Johann Steitz für die Herrschaft Schmalkalden. Ein frühneuzeitliches Projekt zur Geldschöpfung. In: Bankhistorisches Archiv. 1/1989, Zeitschrift für Bankengeschichte, Frankfurt am Main. Dieter Lindenlaub: Auf der Suche nach einem Instrumentarium zur Kontrolle der Geldschöpfung. Notenbank und Banken in Deutschland im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. In: Bankhistorisches Archiv. 2/2000, Zeitschrift für Bankengeschichte, Frankfurt am Main. Ann Pettifor: Die Produktion des Geldes: Ein Plädoyer wider die Macht der Banken. Hamburger Edition, Hamburg, 2018, ISBN 386854318X Michael Rowbotham: Goodbye America. Globalization, Debt and the Dollar Empire. Carpenter Publishing, Charlbury/Oxfordshire, 2000, ISBN 1-897766-56-4. Martin Scheytt: Theoretische Grundlagen der bankgeschäftlichen Kreditgewährung. Dissertation. Duncker & Humblot, 1962. Volker Pispers, Max Uthoff und Claus von Wagner, erklären es aber verständlicher. Was ich bei Sarrazin so erschreckend finde: dass solche Dampf-Plauderer in so verantwortungsvolle Positionen gelangen können.

Braucht man zu studieren?