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Matthew

Matthew

Aktiv seit: 30.11.2015
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Matthew

Wie viele Armutszeugnisse müssen sich EU-Politiker noch ausstellen ?

@Deho Die rechten Webseiten, von denen Du Deine Behauptungen hast, sind nicht seriös. Es ist eigentlich sehr einfach: 2015 waren es eine ganze Menge Flüchtlinge. Das ist mittlerweile sehr stark zurück gegangen und kein Problem mehr. Vier Jahre, die seither vergangen sind, sollten eigentlich auch reichen, um das zur Kenntnis zu nehmen. Von denen, die kommen, wird geprüft Ob sie einen Asylgrund haben, dann können sie bleiben Einen Beruf/Ausbildung haben der bei uns gefragt ist, dann dürfen sie im Prinzip auch bleiben, das holpert aber noch sehr ansonsten gibt es die Möglichkeit der Abschiebung, von der ja auch Gebrauch gemacht wird. Seehofer hat da ja sehr geschmacklos mit geprahlt. Die Asylgründe sind ziemlich klar definiert. Strittig ist, ob sie ergänzt werden müssen. Bislang ist Krieg im Herkunftsland ein Asylgrund, wenn die Leute im Herkunftsland aber verdursten oder verhungern ist das formal kein Asylgrund, sollte aus humanitären Gründen aber einer sein. Auch wenn es im Herkunftsland faktisch keine funktionierende Regierung gibt und die Menschen von marodierenden Räuberbanden erschlagen oder vergewaltigt werden, ist das formal kein Krieg, wird also als Asylgrund bei formaler Auslegung nicht anerkannt, obwohl es faktisch für die Betroffenen auf's selbe hinaus läuft. Was das Verdursten und Verhungern angeht, wäre es natürlich sinnvoller, dafür zu sorgen, dass sie in ihrem Herkunftsland versorgt werden. Allerdings gibt es eine Reihenfolge: zuerst muss man das sicher stellen, dann entfällt der Fluchtgrund. Sich nicht darum kümmern und sie dann verdursten und verhungern zu lassen mit dem Hinweis, "eigentlich müsste man doch ...", ist Mord durch Unterlassung. Da sind die Rechten so moralisch, die haben sogar eine doppelte Moral.

Hat der Physiker Harald Lesch recht, wenn er batteriebetriebene E-Auto zerlegt und für die Brennstoffzelle plädiert?

Bei 40 Mio Fahrzeugen sind 1 Mio 2,5%, wenn sich die Zeiten, zu denen sie geladen werden gleichmäßig über 24h verteilen würden. Weiterhin bedeutet es durchschnittlich 36 Minuten Ladezeit pro Tag. . An die Steckdose kommen die Fahrzeuge aber überwiegend, wenn das Auto nach Feierabend zu Hause in der Garage steht, oder aber wenn es auf dem Firmen-Parkplatz Ladestationen gibt und das Auto morgens dort abgestellt wird. Solange man also keine Strategien hat, wie man "an die Steckdose anschließen" und "tatsächlich laden" sinnvoll voneinander entkoppelt, ist die Annahme von Prof. Lesch also eher optimistisch zahm. Neben der Erzeugung von CO2 bei der Herstellung eines Akkus, ist Lithium bei derzeitiger Technologie ein in großen Mengen benötigtes Metall. Dieses Metall liegt aber weder in metallischer Form, sondern chemisch gebunden in Form von Salzen vor. Un diese liegen auch nicht in konzentrierter Form vor, wie z.B. bei Kochsalz in einem Salzdom, sondern ist in der Natur sehr fein verteilt. Eine großtechnische Gewinnung stellt also einen entsprechend starken Eingriff in die Natur dar, mit starken Folgen für die Landwirtschaft und Wald-Wachstum in der Umgebung (wichtigen Faktoren also für die Bindung von CO2 aus der Luft) Harald Lesch hat batteriebetriebene Autos allerdings nicht "zerlegt" sondern für einen Mix unterschiedlicher Technologien plädiert. Das die Politik das Thema "Klima" nun endlich auch auf breiterer Front zur Kenntnis genommen hat, ist zwar zunächst einmal zu begrüßen. Was bislang noch viel zu wenig eine Rolle spielt ist, dass es nicht darum geht eine Technologie durch eine Andere zu ersetzen, sondern die grundsätzlichen Ansprüche und Konzepte einmal aufzurollen. Und das heißt eben: Öffentlichen Verkehr ausbauen Carsharing ausbauen Forschung an neuen Akku-Technologien Foschung an weiteren Technologien, wie z.B. der Brennstoff-Zelle Konzepte für eine sinnvolle Lastverteilung für das Laden von Akkus Das Harald Lesch den blindwütigen und letztlich eben doch konzeptlosen Aktionismus kritisiert, ist zu begrüßen. Und, ja: damit hat er recht.