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Matthew

Matthew

Aktiv seit: 30.11.2015
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Matthew

Quellen der Erderwärmung

Im Prinzip hat ing den Knackpunkt schon angerissen. Allerdings ein bisschen knapp. Also: Durch die Sonnen-Strahlung erreichen uns ständig riesige Energie-Mengen. Gleichzeitig strahlt die Erde aber auch riesige Energie-Mengen in den Weltraum ab. Für die Temperatur auf der Erde ist nicht entscheidend, wie groß die absoluten Energie-Mengen sind, sondern bei welcher Temperatur diese beiden Energie-Mengen gleich groß sind, sich also ein Gleichgewicht einstellt. Dafür gibt es eine Reihe von Faktoren: Am leichtesten Nachvollziehbar ist das "Albedo" also daas Reflektions-Verhalten von Erdoberfläche und Atmosphäre. Je mehr Schnee und Eis-Flächen, um so höher die Reflektion, um so niedriger also die Temperatur. Umgekehrt: wenn Gletscher weg schmelzen verringert sich die Reflektion und die Temperatur steigt deshalb. Das ist einer der Verstärkungsfaktoren, die so groß werden können, dass das System insgesamt "kippt". Ähnlich ist es mit der Wolkenbildung: Je mehr Wolken, um so höher die Reflektion. Und umgekehrt. Bei den Klima-Gasen wird es ein wenig komlizierter. Dabei geht es um die Schwingungen der Gas-Moleküle. Die Atome eines Moleküls können dabei in ihrem Abstand zueinander schwingen, das sind "Longitudinal-Schwingungen" oder wenn das Molekül genügend Atome enthält, können sie im Winkel zueinander schwingen das sind "Transversal-Schwingungen"; man könnte sie auch "Biegeschwingungen" nennen. Gehen wir die Haupt-Bestandteile der Atmosphäre also einmal durch: Edelgase bilden keine Moleküle, sondern jedes (Quasi-)"Molekül" besteht aus nur einem Atom. Das kann nur durch die Gegend fliegen, aber da gibt es nichts, was schwingen kann, weder ein Abstand noch ein Winkel. Bei Molekülen aus zwei Atomen können die Atome in ihrem Abstand zueinander schwingen. Die Resonanz-Frequenzen dabei liegen allerdings nicht im Bereich der Infrarot-Strahlung. Sie können zwar durch die warme Erdoberfläche erwärmt werden oder durch Staub-Partikel in der Atmosphäre, ansonsten fällt das Sonnenlicht aber einfach durch sie hindurch und erwärmt die Amosphäre nicht. Ebenso kann die reflektierte Strahlung wieder hindurch strahlen. Abgesehen von Wasserdampf bestehen 99% unserer Atmosphäre aus Sauerstoff und Stickstoff und beide Bilden zwei-atomige Moleküle, interagieren also praktisch nicht mit der Infrarot-Strahlung. Moleküle mit mehr als zwei Atomen können Biegeschwingungen ausführen. Und die Resonanz-Frequenzen dieser Biegeschwingungen liegen im Bereich der Frequenzen der Infrarot-Strahlung. Diese Gase interagieren also mit dem einfallenden Sonnenlicht und verschieben deshalb auch das Gleichgewicht, also die durchnittliche Temperatur der Atmosphäre. Zu diesen Gasen gehören Wasser (H2O), Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), die meisten Stickoxide (NOx) und z.B. die Flour-Kohlenwasserstoffe. Obwohl diese Gase also nur einen geringen Anteil an der Gesamt-Atmosphäre haben, sind es diese Gase, die das Temperatur-Gleichgewicht auf der Erde bestimmen. Die Hauptbestandteile, Stickstoff und Sauerstoff, haben darauf einfach keinen Einfluss. Und wie von ing schon erwähnt: Obwohl die Energie, die wir verbrauchen nahezu vernachlässigbar ist, gegenüber der Sonneneinstrahlung, haben bereits geringe Verschiebungen in dem Verhältnis von Ein- und Ab-Strahlung signifikanten Einfluß auf das Gleichgewicht und so auf die Temperatur der Atmosphäre. Deshalb ist das Verhältnis von Gasen mit mehr als zwei Atomen zu den Gasen mit 1 oder 2 Atomen von so grundlegender Bedeutung. Zu erwähnen ist vielleicht noch die "Doppelrolle" des Wassers: in seiner kondensierten (Wolken) oder gefrorenen Form (Schnee und Eis) erhöht es die Reflektion, führt also tendenziell zu Abkühlung, andererseits ist es ein Molekül aus 3 Atomen und interagiert so (vor allem in seiner gasförmigen Form) mit der Sonnenstrahlung und trägt so zur Klima-Erwärmung bei. Je höher die Temperaturen, um so mehr Wasser ist gasförmig. Wasser verstärkt also die Klima-Erwärmung zum einen durch die Schneeschmelze, zum anderen durch die Verdunstung. Die Hauptquelle für die Wasserverdunstung sind die Weltmeere. Obwohl das der Haupt-Faktor ist, haben wir darauf kaum direkten Einfluss. Uns bleiben als Hebel also nur die Klima-Gase, die wir direkt beeinflussen können und das ist in erster Linie die Verbrennung fossilen Kohlenstoffs (Kohle, Öl, Gas) und Methan-Gas (Zucht von Widerkäuern, vor allem bei eiweißreicher Ernährung, also mit Soja statt Gras und Heu) und unverbrannt entweichendes Erdgas.

Warum dürfen ihre Gäste nicht ausreden

Zur ursprünglichen Frage: Die Behauptung jemand dürfe „nie“ ausreden ist in dieser pauschalierten Form schon mal kompletter Unsinn. Also geht es um eine konkrete Sendung, die wäre dann zu benennen und einzuordnen: Interview? Talk-Runde? Zweitens, eine Interviewerin (und um eine Frau scheint es sich in diesem Fall ja zu handeln) wäre eine schlechte Interviewerin, wenn sie es einfach hinnehmen würde, wenn ihr Interview-Partner ihre Fragen nicht beantwortet, sondern das Interview dazu missbraucht, einfach seine Propaganda herunter zu spulen. Natürlich ist es in einem solchen Fall ihr Job, zu insistieren und dazu eben auch mal reinzugrätschen, und wenn es nötig ist auch wiederholt. Ob das nun jemand von der AfF ist, oder Christian Lindner, der ja ebenfalls gerne mal vom Thema abschweift. Das ist in den letzten Monaten zunehmend unterblieben und wurde zu Recht kritisiert. Dass die Medien sich nun wieder eines Besseren besinnen ist richtig und nur zu begrüßen. Drittens haben die Medien einen Bildungsauftrag und zwar zugunsten der Demokratie. Dazu gehört, objektiv zu sein, aber eben nicht indifferent. Das ergibt sich, gerade hier in Deutschland aus unserer jüngeren Geschichte. Und dann gibt es selbstverständlich noch die Möglichkeit das ein Interviewer sich tatsächlich zu gerne selbst reden hört, so wie regelmäßig bei Markus Lanz. Die Behauptung des Gastes, er sei kein AfD-Wähler, ist jedenfalls, bei einer so undifferenzierten Tirade und dem ganzen Habitus eher unglaubwürdig. Ob das jetzt wirklich unser Waffen-Narr ist, lasse ich mal dahingestellt, aber passen würde es schon.