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elfigy

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elfigy
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Unser Enkel wird durch eine Menschenhandelsorganisation in der Schweiz festgehalten...

Mich stören an der Frage alle Formulierungen. Aber besonders die "eigentliche Heimat". Warum schreibt er nicht "zurück" oder "nach Deutschland". Warum warten sie nicht einfach, bis die schweizer Behörden das Kind einem deutschen Jugendamt überstellen, was sie ganz gewiß tun werden? Da gingen in mir die mütterlichen Alarmsirenen an. Mich stören aber auch die abfälligen Bemerkungen über fremde Kulturen und dergleichen, den hier die üblichen User sofort meinten, mitteilen zu müssen. Die Frage erinnert mich an die Fälle, in denen Väter, deren Herkunftsland außerhalb der EU ist, vorwiegend über die Schweiz versuchen, ihr Kind zu den Verwandten in ihrem Herkunftsland zu entführen. Die Väter wollen sich in der Regel an der Mutter für die Scheidung rächen. Sie selbst kümmern sich dann selten um das Kind. Dem Vater und den Großeltern geht es um den "Besitz" des Kindes. Die Mütter haben keine Chance, ihr Kind zurückzubekommen. Oft finden sie es nicht mal, oder erst nach Jahren. Die Schweiz als Ausreiseland wird gewählt, weil dann das Kind schon mal außerhalb der EU ist. Über die KESB leistet die Schweiz aber Amtshilfe, wenn die Papiere der Kinder Verdacht erregen. Einen anderen Grund, dass das Kind mit deutscher Staatsbürgerschaft in Obhut der KESB ist, gibt es eigentlich nicht. "Festgehalten" - bis die Ausreisepapiere geklärt sind. Solche Fälle sind nicht selten, es gibt dafür den Amtsbegriff Kindesentziehung. Deshalb sind auch inzwischen Kinderpässe mit Foto auch für kleine Kinder eingeführt worden, und an den Grenzkontrollen schaut man genauer hin. Die Frage, mit allen Formulierungen passt zu so einem Fall von Kindesentziehung. Komisch ist auch, dass die Elterrn nicht erwähnt werden. Falls ich den Großeltern Unrecht tue, dann merken sie an den Antworten zumindest, dass sie sich im Ton gegenüber den Behörden vergriffen haben.

Darf man das fragen?

@Dorfdepp. Den Linken damals ging es definitiv nicht um die Auflösung Israels und sie waren auch keine Antizionisten in dem von dir beschriebenen Sinn. Wenn sich da einige so bezeichneten, dann ging es ausschliesslich um unrechtmäßige Landnahme aufgrund religiöser Vorstellungen. Es ging nur um die Rechte der Palästinenser. Wenn da nur ein winziges Quentchen Antisemitismus gewesen wäre, hätte ich mich als überzeugte Antifaschistin niemals mit Palästinensertuch für den Wahlprospekt fotografieren lassen. Übrigens kenne ich Hardcore Christen, die bekennende Judenhasser aufgrund religiöser Vorstellungen sind. Zitat: "die haben unseren Herrn Jesus ans Kreuz genagelt" Und das hat nicht irgend ein bildungsferner Mensch gesagt, sondern ein Promovierter mit zwei Titeln. Dem habe ich dann den Vogel gezeigt, was ich nur selten anstelle einer Debatte mache. Und ich kenne zwei frischgebackene AfD Mitglieder, ein Ehepaar, beide promoviert, die mir ihre Gründe erklärten. Diese waren antisemitistisch, homophob, antiislamistisch und Glaube an Verschwörungstheorien in Richtung Finanzjudentum und von Juden geplante Umvolkung Deutschlands. Beide Hardcore Katholiken. Da treten sie jetzt aber aus, weil die kath. Kirche sich so weit von der richtigen Lehre entfernt hätte. Nur damit du weißt, was sich in dieser Partei so alles tummelt. Purer Wahnsinn. Kritik an der Politik Israels darf konkret und sachlich geäußert werden. Sogar in Israel. Ich hatte voriges Jahr am Strand von Tel Aviv ein interessantes Gespräch mit ein paar jungen Israelis. Die fragten mich geradeaus, was ich von Israel halte und ich antwortete auch direkt und deutlich. Sie sahen das genauso wie ich. Sie verurteilten die illegalen Siedlungen und die Blockade am Gazastreifen als Unrecht. Sie wollten, dass die Hardcore Zionisten, die auch die Palästinensergebiete als ihr eigenes, von Gott gegebenes Land ansehen und dort -gedeckt von der Regierung- mit Gewalt siedeln, weniger Einfluß hätten und sich die vernünftigen Kräfte wieder durchsetzen. Das hat nichts mit Antisemitismus zu tun, es ist Kritik an Fanatismus.