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Noch Fragen?

Verjährungsfristen, Ansprüche

Habe laut einem Kontoauszug von 2003, bei einer Versicherung ein Guthaben von € 522,43. Als ich bei der Versicherung nachfragte wurde mir mit geteilt, dass die Unterlagen nach 10 Jahren vernichtet werden, und damit mein Anspruch verjährt sei. Ist dies so richtig, oder ist dies Unterschlagung???
Frage Nummer 86334
Antworten (5)
das kommt darauf an, wie dieses Guthaben entstanden ist, genauer gesagt, wie das Konto auszugleichen gewesen ist.
Sofern es sich nicht in irgendeiner Form um einen Sparvertrag handelt oder ein Zahlungstermin ausgemacht war, das Guthaben somit unbeabsichtigt und dem Grunde nach kurzfristig entstanden ist, verjährt ein Anspruch nach drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt dann Ende 2003 und endet am 31.12.2006. Sie kann auch nur durch einen gerichtlichen Mahnbescheid unterbrochen werden.
Die Aufbewahrungspflicht für Unternehmen endet tatsächlich nach zehn Jahren. Aufgeben würde ich trotzdem nicht. Bist Du da noch Kunde, dann geht vielleicht was über Kulanz. Oder schreib' denen, Du würdest Dich an die Fernsehredaktion von "Markt" wenden. Da geht oft vieles.
Forderungen, dazu zählen auch Guthaben, verjähren grundsätzlich erst nach 30 Jahren. Dein Anspruch ist demnach keineswegs verjährt. Wenn das Guthaben in 2013 noch bestanden hat, könnte die Versicherung diesen Betrag frühestens bei der Erstellung des Jahresabschlusses 2013 ausgebucht haben und der wurde garantiert nicht vor 2014 erstellt. Und diese Unterlagen darf die Versicherung noch nicht vernichtet haben. Mein Tipp: Drohe mit dem Anwalt und setze der Versicherung eine Frist (schriftlich per Einschreiben) Deine Forderung unverzüglich zu begleichen. Wenn dann nichts passiert, ab zum Anwalt, gerichtlichen Mahnbescheid beantragen.
@mantrid: Du kommst jetzt zum wiederholten male mit der Aussage, Forderungen würden nach 30 Jahren verjähren. Das ist falsch. Das trifft lediglich auf gerichtlich festgestellte Forderungen zu. Das erkläre ich Dir auch jetzt zum wiederholten mal.
Wenn dies wirklich die gesamte Geschichte des Vorgangs ist, dann wirst Du grundsätzlich einen Anspruch auf das Guthaben haben. Aber, es kann schwierig werden, Deinen Anspruch durchzusetzen. Der Anspruch könnte auch verwirkt sein.

Wenn der Kontoauszug von der Versicherung erstellt wurde ("Urkunde"), sitzt Du erstmal am längeren Hebel, da die Versicherung dann darlegen müsste, warum das Guthaben nicht mehr besteht bzw. wann das Guthaben ausgezahlt wurde.

Der Hinweis auf vernichtete Unterlagen zieht hier auf keinen Fall, insbesondere deshalb nicht, weil das Geld ja auch noch nach 2003.... in den Büchern stand und nicht "verschwunden/verschimmelt" ist. Du wirst allerdings wohl einen Anwalt brauchen, wenn die Versicherung sich hier quer stellt. (Zudem vermute ich, aus Erfahrung :-), dass dies auch nicht die gesamte Geschichte ist.)
Zum Nachlesen, hier ein ähnlich gelagerter Fall: , und im Detail: