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Noch Fragen?

Gast

Von Arbeitslosigkeit zur gesetzlichen Berufsunfähigkeit

Bin 58 Jahre, arbeitslos und kann meinen Beruf nicht mehr ausüben - kann ich in die gesetzliche Berufsunfähigkeit kommen?
Frage Nummer 3000069830
Antworten (18)
Hallo Gast

Danke für deine detaillierte und ausführliche Fragenstellung.
Leider kannst du hier keine verbindliche Rechtsberatung bekommen.
Aber ich kann dir deine Frage ebenso detailliert und ausführlich beantworten:
Nein oder Ja
Ja oder Nein
Vielleicht oder auch nicht.
Hallo Gast, hier gebe ich Rentier recht, zu wenig Informationen ...
Was sagt der Arzt und die Berufsgenossenschaft zu Deiner Frage?
Wenn Du berufsunfähig bist (das ist nicht zwingend das Gleiche wie "ich kann meinen Beruf nicht mehr ausüben"), dann führt die Gnade der frühen Geburt dazu, dass Du noch Berufsunfähigkeitsrente beantragen kannst.
Sprich Deinen Berater im Jobcenter an, der gibt Dir Auskunft über das Procedere.
Als Ergänzung Berufsunfähig bist du, wenn du nicht regelmäßig mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten kannst, nicht mal als Pförtner, Spülhilfe oder sonstige Tätigkeiten.

Dabei ist es völlig egal, ob es dann möglich wäre, eine Tätigkeit für 3 Stunden am Tag zu finden, oder ob man davon leben kann.

Solange die oder einer der Gutachter sagt, du könntest 3 Stunden am Tag in einem Parkhaus die Information besetzen, bekommst du keine Berufsunfähigkeitsrente.
Sondern lebst bis 65 von ALG II.
65? Muahhh
Die Zeiten sind lange vorbei.

Wenn ich richtig gerechnet habe muss Fragesteller bist 66 plus/minus keine Ahnung wieviele Monate warten

Und ohne Abschläge nochmal drei Jahre mehr, gelle

Wer selber mal nachrechnen möchte

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SiteGlobals/Forms/Rentenbeginnundhoehenrechner/RentenbeginnrechnerForm.html
@Skorti: Meines Erachtens gibt es noch den Unterschied zwischen berufs- und erwerbsunfähig oder habe ich das falsch behalten? Ein Dachdecker kann berufsunfähig sein, weil er z.B. physisch nicht mehr in der Lage ist, auf dem Dach zu arbeiten, aber er ist deshalb nicht erwerbsunfähig, d.h. er könnte z.B. im Wege der Umschulung eine andere Tätigkeit lernen. Und dass er das ggf. auch nicht kann, wird erst bewiesen werden müssen, oder?
@dschinn
Jetzt 58 also auch Jahrgang 58/59.
Frühestmöglicher Rentenbeginn 2021 = 63 Jahre
Besonderslangsjährig beschäftigt 2022 = 64 Jahre
Spätester Rentenbeginn 2024 = 66 Jahre

Die Arge zwangsverrentet ihn sicher bevor er 66 ist.
@Dschinn,
genau da auf deinem Link ausgerechnet.

@Alien,
stimmt bei meinem Freund ging es um Erwerbunfähigkeit.
@Skorti: wenn Du nach 1961 geboren bist, dann braucht Dich der Begriff "Berufsunfähigkeitsrente" nicht mehr zu interessieren.
Unser Fragesteller aber gehört zu der aussterbenden Spezies, die da im Falle eines Falles noch Anspruch darauf hätte. Die genauen Kriterien weiß ich jetzt nicht (auch ich bin nach 1961 geboren), daher der Rat, sich an seinen Berater zu wenden.
@skorti
ja stimmt

Kopfrechnen schwach sagte mein Alter immer
Berufsunfähigkeit (BU) wird regelmäßig Arbeitsunfähigkeit einschließen. Grundsätzlich führt BU zu beruflicher Neuorientierung durch wie auch immer geartete Qualifizierungsmaßnahmen (Anlernen bis Hochschulstudium). In die Entscheidung für eine bestimmte Maßnahme fließt ganz sicher das Lebensalter ein. Die Kosten für eine solche Maßnahme übernimmt bei BU grundsätzlich die zuständige Berufsgenossenschaft (BG). Erst wenn diese ablehnt und die Sache ausgeurteilt ist, zahlt die Arbeitsagentur im angemessenen Rahmen. Während der gerichtlichen Auseinandersetzung mit der BG
geht die Arbeitsagentur in Vorleistung.
@derDoofe: ich weiß noch nicht mal, was genau Du da alles durcheinanderschmeißt ...
1) Berufsunfähigkeit schließt keineswegs Arbeitsunfähigkeit mit ein. Ein Chirurg, der bei einem Unfall seine Hand verliert, ist nach der Genesung sicher als Chirurg berufsunfähig, aber nicht arbeitsunfähig.
Wenn, dann wird umgekehrt ein Schuh draus: wer gar nicht arbeiten kann, kann auch in seinem Beruf nicht mehr arbeiten.
2) Die BG ist für Rentenfragen bei Berufsunfällen und Berufskrankheiten zuständig. Sie hat mit der normalen Berufs- oder Arbeitsunfähigkeit nichts zu tun.

Oder solltest Du irgendetwas anderes gemeint haben, dass einfach nicht klar wird?
Müsste das nicht sogar noch anders sein?

Wer berufsunfähig ist:
Kann dem erlernten Beruf oder ähnlich qualifizierte Arbeiten nicht nachgehen.
Wer erwerbsunfähig ist:
Kann keinem Beruf oder keine regelmäßigen Arbeiten nachgehen.
Wer arbeitsunfähig ist:
Hat Grippe.
Skorti, wunderbar komprimiert :-)
Das ist auch mein Verständnis.
um ings Beitrag mit dem Beispiel "Chirurg" nich zu ergänzen: Es geht bei der Berufsunfähigkeit um die Ausbildung, nicht um irgendwelche Spezialisierungen. Und beim Chirurgen ist der Beruf eben nicht "Chirurg", sondern "Arzt für Chirurgie". Auch ohne Hand kann der Chirurg noch immer als (praktischer) Arzt tätig sein, auch ohne zu operieren, und deswegen wird die Berufsunfähigkeit in einem solchen Fall nicht greifen. Traurig, aber wahr. Es gibt genügend Gerichtsurteile dazu.
Ing scheint hier der einzige zu sein, der es kapiert hat.
Alte Jahrgänge genießen einen Bestandsschutz, falls sie in ihrem Beruf nicht mehr arbeiten können, sind sie nicht verpflichtet, einen anderen Job anzunehmen.
Voraussetzung ist, dass man zwischenzeitlich keinen berufsfremden Job angenommen hat. Bis zu welchem Jahrgang diese Regelung gilt, ist nachzugoogeln oder beim A-Amt zu erfragen. Ich finde es trotzdem dreist und unverschämt, schon mit 58 BU zu beantragen. Wie kann unsere Gesellschaft bei so einer Mentalität auf Dauer den Managern, welche ganze Konzerne gegen die Wand fahren, ihre wohlverdienten 3000€ / Tag garantieren ?
ing, du kannst es nicht! Du kannst nicht einmal richtig lesen. Wenn ich ‚regelmäßig’ schreibe, leite ich diese Vokabel von Regel ab. Also für dich und deine intellektuellen Fähigkeiten: Berufsunfähigkeit schließt in den meisten Fällen Arbeitsunfähigkeit ein. Also nicht immer. Es gibt Ausnahmen.

Es liegt im Wesen der Berufsunfähigkeit, dass sie durch Unfall oder Krankheit entsteht.

An allererster Stelle steht die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt!

Es sind insbesondere die privaten Versicherer, die Kunden in aberwitzige Prozesse treiben, bevor sie auch nur einen Cent rausrücken! Es ist ein Fall ausgeklagt, bei dem ein Versicherter gezwungen wurde, eine risikoreiche orthopädische Operation durchführen zu lassen.

Musca, der Frager ist 58 Jahre alt. Er kann noch 9 Jahre arbeiten. Ob er nach einer möglichen Umschulung noch einen Arbeitsplatz findet, ist uninteressant.
@derDoofe: Du hast ganz offensichtlich noch nicht mal verstanden, was genau Du nicht verstanden hast.
Jegliche Diskussion mit Dir erübrigt sich, die Leser mögen ihre eigenen Schlüsse ziehen.