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Noch Fragen?

Wählerverzeichnis Bundestagswahl 2017

Meine Zeit als Wahlhelfer liegt schon über 30 Jahre zurück, deshalb weiß ich es nicht mehr genau. Tauchen die, denen Briefwahlunterlagen zugeschickt wurden, im Wählerverzeichnis des für den Wohnort zuständigen Wahllokals auf? Tauchen sie auf, sind aber als Briefwähler markiert? Oder sind sie gar nicht mehr in dem Verzeichnis?
Hintergrund der Frage: Ich habe per Briefwahl gewählt, war aber zufällig am 24.09. an meinem deutschen Wohnort. Dort fand ich zu meiner Überraschung bei meiner Post einen weiteren Satz Wahlunterlagen. Was wäre gewesen, wenn ich diesen Wahlzettel auch ausgefüllt hätte, und den im Wahllokal abgegeben hätte? Oder mit der Wahlbenachrichtigung in "meinem" Wahllokal aufgetaucht wäre, um erneut zu wählen? Was wäre mit dem Wählerverzeichnis gewesen?
Frage Nummer 3000083739
Antworten (13)
Mein Wissen ist auch nicht mehr aktuell, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich daran etwas geändert hat. Hat jemand Briefwahl beantragt, wird dies -seinerzeit in Rot- im Wählerverzeichnis entsprechend vermerkt. Sind die Briefwahlunterlagen -roter Umschlag mit aufgedruckter Wählerverzeichnisnummer- eingegangen, wird dies ebenfalls im Wählerverzeichnis vermerkt. Eine "Doppelwahl" wäre also nicht möglich gewesen. Allerdings hättest du trotz beantragter Briefwahl auch im Wahllokal wählen können.
Bei mir ist das mit dem Wahlhelfer zwar auch schon eine Weile her, ich meine allerdings die Briefwahl wird registriert auf der Wählerliste. Wenn du dann im Wahllokal auftauchst, ist deine Stimmabgabe schon gezählt und eine zweite Abgabe nicht möglich.
Bei mir war einer der Wahlhelfer der Nachbar (und andere aus dem Dorf).
Aus Datenschutzgründen sollte es sowas nicht geben.
Meinetwegen sollen die Dörfer sich untereinander austauschen... aber nie ein Wahlhelfer aus dem Dorf für das Dorf.

Aber mal abgesehen davon.... das ist doch Jacke wie Hose, selbst wenn Du zweimal hättest wählen können...

Ich hatte das letzte mal ausgetestet und ZWEI Wahlscheine in die Urne geworfen mal als Beispiel....

Die Jungs vom Dorf haben das dann wohl selbst gelöst bei der Auszählung, weil hinterher gab es keine Stimme zuviel.....

Spätestens seit damals ver(traue) ich dem System eh nicht mehr.
In Frankreich sind die Wahlhelfer IMMER aus dem Ort.
Man hat einen Wahlausweis, der abgestempelt wird. Dann wird in der Wählerliste vom Wähler nach der Stimmabgabe unterschrieben.
Insofern kann man niemals zwei mal wählen. Da muss man schon anders tricksen.
Am Sonntag kam ein Wähler mit allen Briefwahlunterlagen in das Lokal weil er sich entschieden hatte, persönlich zu wählen. Er war im Verzeichnis als Briefwähler registriert, musste aber nur den Wahlschein abgeben und konnte wählen. Ob das hinterher kontrolliert wird, ist mir nicht bekannt. Ich vermeide möglichst, in dem Wahllokal, in dem ich registriert bin, Wahlhelfer zu sein.
@Hefe
Wenn er noch alle Briefwahl Unterlagen hatte, ist es ja kein Problem. Man kann ja nicht nachträglich an der Briefwahl teilnehmen. Gezählt wird Sonntag ab 18:00 Uhr.
bh-roth hat zweimal die Unterlagen zugeschickt bekommen. er war ehrlich. Ich frage mich, ob er der einzige war.
Wie das bei bh_roth möglich war, kann ich mir nicht erklären. Briefwahl muss angefordert werden und geht erst dann zur Post. Somit müsste bh_roth auch zweimal die Briefwahl angefordert haben. Die Rückantwort wird registriert im Wählerverzeichnis und der verschlossene Umschlag mit dem Stimmzettel geht zur Auszählung. Normalerweise ist unmöglich zwei Stimmzettel abzugeben. Auch in das Wahllokal braucht man keine Stimmzettel von der Briefwahl mitbringen, vor der Urne sitzen 3 Personen, die mir auf die Finger sehen.
Diese Frage lässt sich ganz logisch beantworten. Wenn du in Deutschland eine Adresse hast, an die die Wahlbenachrichtigung geschickt werden kann, wird sie dir 3 - 4 Wochen vor der Wahl dorthin geschickt. Beantragst du aus dem Ausland die Briefwahl, kriegst du du die Unterlagen, aber das wird im Wählerverzeichnis vermekt.
Dorfdepp
Mag für Dich logisch klingen, ich habe noch nicht mal kapiert, was Du uns sagen willst.
Nicht? Dann eben nicht.
Danke
1) das Wählerverzeichnis ist vollständig, alle Wähler sind aufgeführt
2) alle, die Briefwahl beantragt haben, sind entsprechend markiert und dürfen nicht noch einmal wählen
3) vorne im Wählerverzeichnis gibt es einige Seiten mit einer Übersicht über für ungültig erklärte Wahlscheine (in der Regel waren das doppelt verschickte Unterlagen)

Die Zahl der Stimmen wird den Tag über an drei Stellen verfolgt, am Ende des Tages müssen alle drei Zahlen übereinstimmen. Jede Abweichung wird in das Wahlprotokoll eingetragen (so hatte am So aus Versehen ein Wähler des Wahlkreises XY seine Stimme im Nebenraum abgegeben, der für Wahlkreis XZ zuständig war).

Die Stimmzettel werden sortiert und jeweils von unterschiedlichen Personen mindestens zweimal gezählt. Ich habe keinerlei Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung der Wahl, ich war dabei ...