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Noch Fragen?

Wahlkampfmanöver?

Neuerdings denkt die Bundesregierung darüber nach, die Autohersteller für den Dieselbetrug in Verantwortung zu nehmen, obwohl sie das bisher immer abgelehnt hat. Die Käufer sollten für den Betrug zahlen, weil die keine Lobby haben.

Das Thema ist aktuell, aber in meiner misstrauischen Art glaube ich, dass es nach der Hessenwahl ganz schnell wieder verschwindet. Wählerbetrug folgt auf Dieselbetrug.
Frage Nummer 3000107771
Antworten (5)
Es geht hier nicht um die betrügerische Software. Bei den davon betroffenen 2,5 Mio. Fahrzeugen ist die Software von den Herstellern bereits ausgetauscht worden.
An dem Dieselproblem jetzt ist die Politik mitschuldig.
Man hat den Herstellern das Prüfverfahren erlaubt, mit dem sie die Abgasmessungen durchführten. Es wurde also völlig legitim nach Vorschrift verfahren.
Da haben sich die Politker von der Autolobby über den Tisch ziehen
lassen und nicht von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen.
Deshalb blockieren die Autohersteller auch so.
Es ist ähnlich wie mit den Steuerschlupflöchern. Die Politik hat es verbockt und dann wird gestritten, wer es zu verantworten hat.
Oder wir sind wieder bei der Moralfrage, ob alles erlaubt ist, was nicht verboten ist.
Der gutgläubige Dieselkäufer ist jedenfalls unschuldig und muss schadlos gehalten werden. Das meiste wird der Steuerzahler blechen müssen, er muss für die Fehler der Politiker geradestehen.
So sieht das für mich aus.
Hoffentlich ist denen das eine Lehre.
Die Autohersteller haben also moralisch verwerflich, aber innerhalb bestehender Vorschriften gehandelt.
Übrigens glaube ich nicht, dass nach der Hessenwahl das Thema erledigt ist. Das können Sie sich nicht erlauben. Es betrifft auch nicht nur Hessen.
Wenn einer Eier in der Hose hätte, der würde sich hinstellen und sagen wie es ist und wie es kam. Und dafür geradestehen. Aber von den drei Hanseln Ramsauer, Dobrindt und Scheuer macht das keiner. Als Verkehrsminister schickt die CSU immer die letzten Pflaumen, damit sie die in München los sind.
@ elfigy

"Man hat den Herstellern das Prüfverfahren erlaubt, mit dem sie die Abgasmessungen durchführten. Es wurde also völlig legitim nach Vorschrift verfahren."

Genau das glaube ich nicht. Da sind unerlaubte Dinge passiert, die dann in den USA aufgedeckt wurden. Auch hierzulande sind sie nicht legal, somit verstehe ich deine Behauptung nicht.

Und ob es nach der Hessenwahl wieder einschläft, warten wir am besten ab. Ich persönlich gehe davon aus.
du glaubst oder du glaubst nicht. Wie wäre es, wenn du dich informierst?
In USA ist die Rechtslage anders. Das Prüfverfahren ist deutsches Recht. Aufgrund dessen behaupteten sie in den USA die Abgaswerte.
Klar, das die das nicht akzeptierten.
Bei uns stand und steht überall unter den Abgaswerten sehr kleingedruckt, nach welchem amtlich genehmigten Prüfverfahren diese ermittelt wurden.
Es sieht jetzt so aus, dass die Politiker bei den Autoherstellern betteln müssen, dass die sich an den Kosten beteiligen.