User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Wann ist es legitim, einen Film als "gut" zu bezeichnen, und was für Kategorien gibt es, Filme zu bewerten?

Frage Nummer 86548
Antworten (9)
die einzige Kategorie, die mich interessiert ist, ob mich ein Film berührt. Ein Film, bei dem ich den gesamten Abspann über in meinem Sessel sitzenbleibe und gar nicht wahrnehme, wie die Leute um mich herum aufstehen.
Spielberg's "Duell", "Spiel mir das Lied vom Tod", "Convoy", "Amadeus", "Einer flog über's Kuckucksnest", "Der Pate", um nur mal ein paar zu nennen.
Für das Feuilleton ist wahrscheinlich das meiste davon Ramsch. Aber ein wesentliches Kriterium für mich ist, ob der Film bei "Scala" auf WDR5 von der Kulturredaktion besprochen wird. Wenn ja, wohlmöglich noch positiv, dann ist es ein problembeladener Langweiler und wird sofort von meiner persönlichen Liste gestrichen.
Das wirft kein gutes Licht auf WDR 5! Bzw. deren Kulturredaktion. Am Besten finde ich Filme, wo ich nach 90 Minuten denke, ich wäre erst seit 20 Minuten im Film.
@Amos: das war nicht speziell auf WDR5 gemünzt. Ich hätte da auch die FAZ, "Aspekte" oder vergleichbares nennen können, denn gemünzt war das Ganze generell auf diese Diskutierer, denen jeder Film suspekt ist, der viele Zuschauer hat, weil das ja dann keine Kunst sein kann, wenn sich der Pöbel dafür interessiert.
Ansonsten bin ich sehr gerne (und viel) bei WDR5, einem durchaus sprachlastigen Programm.
Ich würde "legitim" eher durch "sinnvoll" ersetzen - denn ob ein Film "gut" ist, hängt ja von verschiedenen Faktoren ab. Wenn es z.B. seine Zielsetzung ist, die Emotion Ärger oder "genervt sein" zum Zweck einer Katharsis hervorzurufen, kann ein auch "schlechter" Film "gut" sein.
Wenn es die den später auf DVD gibt schaue ich mir überwiegend nur Filme mit dem Siegel "Expertentip" an.
Hallo Zwillingsschwester! Du darfst jeden Film, der dir gefällt, mit "gut" bewerten. Du solltest dann nur nicht anfangen, anderen deine Bewertung aufzudrängen. Im Gegenzug brauchst du keine Filme gut zu finden, die von Kritikern für gut befunden wurden.
Ich gebe nichts auf Filmbewertungen, weil dies immer nur persönliche Meinungen darstellt, und Filmkritiker durch keinerlei Kompetenz oder besondere Ausbildung autorisiert sind, in meinem Namen ihre Meinung kundzutun. Vielfach empfinde ich Filme, die gute Kritiken haben, langweilig und flach, bei von Kritikern zerrissenen Filmen bin ich aber häufig über die ganze Dauer an den Fernsehsessel gebannt.
Ob ein Film "gut" oder "schlecht" ist, liegt im Auge des Betrachters:
Dennoch gibt es allgemeine Kategorienbereiche, die dazu dienen, einen Film zu bewerten. Eine Untersuchungsebene befasst sich mit der Filmhandlung - mit der Geschichte, die im Film erzählt wird. Eine andere Möglichkeit ist es, die Bedeutungsebenen eines Films zu untersuchen. Zuletzt sind die technischen Umsetzungen eines Films ein Kriterium dafür, ob er sehenswert ist.
Ich habe schon öfters Filme gesehen, die ich sehr gut fand, obwohl sie nicht in allen Bereichen ihre Stärken hatten.
Der Film "Gravity" (2013) von Regisseur Alfonso Cuarón hat mich z.B. aufgrund der technischen Umsetzung fasziniert. Die Darstellung des Weltraums schien sehr real und beeindruckend. Der Plot hingegen hatte, meiner Meinung nach, große Schwächen. Trotzdem würde ich den Film als "gut" bewerten.