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Noch Fragen?

Wann kommt die Quote bei Kindergärtnern?

Das Beispiel sei stellvertretend genannt. Warum gibt es immer nur die Diskussion um Vorstände und Aufsichtsräte? Auch in der Gegenrichtung gibt es Handlungsbedarf!
Frage Nummer 49555
Antworten (13)
was war zuerst da: die Henne oder das Ei?
Es gibt typische Frauenberufe und es gibt Berufe, die sind hundsmiserabel bezahlt. Erstaunlicherweise ist die Schnittmenge zwischen diesen beiden extrem groß.
Will ich Männer in den Kindergarten bekommen, muss ich bloß das Gehalt verdoppeln, schon "drängeln" die sich. Derzeit geht da freiwillig kaum einer hin.
Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Grundschullehrer entweder weiblich oder Direktor sind?
Anders gesagt: Männer dürfen Kindergärtnern, wollen aber nicht. Frauen wollen Vorstand, dürfen aber nicht. Eine Quotenregelung wäre im ersten Fall sinnlos, im zweiten Fall nicht.
Ich halte Quoten generell für Unsinn. Wem ist denn damit geholfen, dass jemand einen Posten bekommt, weil er eine Frau, Migrant oder sonstwas ist, während ein besser qualifizierter Bewerber außen vor bleibt?
Wenn Frauen repräsentativ Naturwissenschaften studieren (aus dem Bereich kommen nämlich die Vorstände und Aufsichtsräte in Industrieunternehmen), werden sie repräsentativ in den Vorständen vertreten sein. Wenn nur 5% Frauen diese Fächer studieren, sind 5% Anteil an Führungspositionen in der Industrie angemessen. In Handel, Versicherungen oder Banken mag es anders sein.
@paul0815: Du siehst es verkehrt herum: nicht bei einer Quote bleibt der besser qualifizierte draussen, weil er ein Mann ist - sondern oft bleibt ohne Quote die besser qualifizierte draussen, weil sie eine Frau ist.
Selbst bei chauvinistischer Sichtweise kann niemand behaupten, dass es so wenig qualifizierte Frauen gibt, wie derzeit Vorstandsposten besetzen. Frauen werden systematisch benachteiligt (und sie lassen das mit sich machen).
@dara: guck Dir den Hintergrund der diversen Vorstände an:
bei den Automobilunternehmen sind vielleicht noch nennenswert Ingenieure dabei, vielleicht sogar mal beim Vorsitzenden. Aber beim Rest sind die BWLer in der Überzahl und bei denen stellen Frauen plus/minus die Hälfte.
Im Übrigen: selbst die unterirdische Ingenieursquote erreichen die Frauen bei den Vorständen nicht.
@ ing793
Hier mal eine Aufstellung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Ich unterhalte kein Auskunftsbüro, bezweifle aber, dass die dort aufgeführten Firmen von Betriebswirten geführt werden. Die sitzen allenfalls im Controlling.
Nachdem mein "Kindergärtner" vor über 30Jahren als Neonazi entlarvt wurde( er hat tatsächlich versucht,die Kinder zu beeinflussen!)ist die Männerquote radikal verringert worden!
.......kurzer Nachtrag :das bezog sich natürlich nur auf unsere Kleinstadt,mit den beiden Kindergärten(evangelisch und katholisch).
@Dara: von den 12 Vorsitzenden des BDI waren immerhin die Hälfte Betriebswirte.
An der Spitze der 30 DAX-Konzerne stehen ganze fünf Ingenieure (die drei Autokonzerne, dazu MAN und Thyssen-Krupp), dazu gibt es mit Linde und Lufthansa noch zwei, deren Vorsitzender zwar BWLer sind, aber mit Ing-Zusatz).
Dann gibt es noch drei Chemiker (einer davon bei der Post!!!).
Der Rest sind ein Drittel Juristen und zwei Drittel Betriebswirte und hier sind Frauen im Studium nicht unterrepräsentiert.
Merke: in den großen Unternehmen geht es am Ende nur(!) darum, wieviel verdient wird. Das ist ein Zahlenspiel und Zahlen heißt BWL
@ ing 793
Prüfe jetzt nichts nach, sehe immer nur, dass in den Zeitungen steht, dass die Führungskräfte vom Fach sind. Natürlich könnte ein Betriebswirt, der bislang eine Nudelfabrik geleitet hat, eine Elektronikfirma übernehmen. Die Kennzahlen sind gleich. Nur die Branchenkenntnisse hat er nicht, das aber zählt.. Deswegen wird eine Chemiefirma immer von einem Chemiker und nicht von einen Betriebswirt geleitet werden
@Dara: die Chefs von BASF, Fresenius und Beiersdorf sind Betriebswirte.Einzig Bayer wird von einem Chemiker geleitet. Soviel zum Thema "vom Fach"
@ ing793
würde mich mal interessieren, wie du mit deiner ewigen Rechthaberei im wirklichen Leben zurecht kommst. In der Regel sind die Vorstände vom Fach, Chemie war jetzt nur ein Beispiel, und wenn es nicht gepasst hat, hat es eben nicht gepasst. Aber die meisten erfolgreichen Industrieunternehmen werden nicht von Betriebswirten geleitet.
@ing793

Steht das ing eigentlich für Ingenieur oder für Ingo oder sonst irgendwas?
Würde mich nur mal interessieren, ob da einer vom Fach spricht über Ingenieure.