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Noch Fragen?

Wart ihr schon mal in dieser Körperweltenausstellung? Wie hoch ist der Ekelfaktor oder ist es dann doch hauptächlich interessant?

Frage Nummer 34322
Antworten (10)
ist voll interessant
Ekel ist ein ganz falscher Ausdruck.
Die "Exponate" vor Ort sind irgendwie faszinierend, auf morbide Weise, Und abgesehen von den oft fotografierten Gesmtskulpturen gibt es einiges Interesante zu sehen und zu lernen.
Allerdings ist mir zwischendurch auch immer wieder mal bewusst geworden, dass das die Körper von echten Menschen sind. Das hatte etwas abartiges.
Für einmal kann ich es empfehlen, aber ein zweites Mal werde ich wohl nicht hingehen
Es ist faszinierend. Es gab damals zwar ein paar kleinere Exponate mit einem gewissen Ekelfaktor, aber die waren in einem besonderen Bereich mit entsprechendem Hinweis. Die großen Exponate waren einfach nur interessant. Man weiß zwar, dass das mal lebende Menschen und Tiere waren, die hatten für mich diesen Charakter aber total verloren.
Stattdessen erlaubt die Ausstellung Einblicke in einer Form die man so sonst nirgendwo finden wird.
Hingehen.
Hallo,

also ich finde es jetzt auch nicht wirklich ekelig. Es ist bizarr, aber es hilft auch, den menschlichen Körper besser zu verstehen.
Gast
@klappspaten: ich glaub die hat'n INNIE. zwangsläufig. also genau dein typ.
Ich würde mir eine solche Ausstellung/Zurschaustellung nicht ansehen. Fast jede medizinische Fakultät der großen deutschen Universitäten hat eine Sammlung anatomischer Präparate, die sich jeder ansehen kann. Einen abgedrehten Herrn, der sich als zweiter Josef Beuys fühlt und einen "Professorentitel" in China gekauft hat, würde ich nicht mit Eintrittsgeld unterstützen. Ganz abgesehen von ethisch-moralischen Bedenken.
Hier geht es nicht um den Ekelfaktor,sondern um ein ganz individuelles
Problem: möchte man sich selbst,oder seine nahen Angehörigen auf diese veuyoristische Weise ausgestellt sehen?Wer das mit"ja" beantworten kann,ist dort evtl.am richtigen Platz!
Die Ausstellung Körperwelten ist zwar faszinierend, aber der Ekelfaktor ist doch nicht zu leugnen. Es kommt auf den jeweiligen Besucher an, wie er damit umgeht, dass es sich bei den Exponaten um Menschen und Tiere handelt, die tatsächlich einmal lebendig waren, also nicht einfach nur Kunstobjekte, sondern einmal aus Fleisch und Seele bestanden haben. Wenn man diese Gratwanderung hinbekommt und sich nicht Gedanken in die Richtung macht, wie die Person früher einmal war, dann ist diese Ausstellung sehr faszinierend und teilweise lehrreich anzusehen.
Die Körperweltenausstellung ist faszinierend - wenn man den künstlerischen Faktor der Plastinierungen in den Vordergrund schiebt. Das Verfahren sorgt dafür, dass die Plastinate wie Wachsfiguren aussehen, also irgendwie nicht echt wirken. Es erinnert ein bisschen an den Biologieunterricht, an eine wissenschaftliche Ausstellung. Nur wenn Alltagsgegenstände mit ins Spiel kommen, wirken die Plastinate grotesk. Fies fand ich auch, dass ein Plastinat mit Schubladen aus menschlichem Gewebe versehen war. Das war für mich ganz hart an der Grenze zur Pietätlosigkeit.
Die Geheimnisse des Körpers und die Gefahren, die bei ungesunder Lebensweise drohen werden in dieser Ausstellung auf eine Weise gezeigt, die Einzigartig ist. Als Ekelfaktor kann man das nicht bezeichnen. Man hat die einmalige Chance, den Körper zu sehen, wie es sonst nicht möglich ist. Natürlich ist mancher Anblick nicht wirklich schön, aber alles entspricht der Wahrheit. Es ist überwiegend hoch interessant und vermittelt einen anderen Blickwinkel auf sich selbst und den Umgang mit seinem eigenen Körper. Zart beseitete Seelen sollten sich einen Besuch daher gut überlegen.