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Noch Fragen?

Warum fragen Leute, die aus Deutschland ausgewandert sind

hier immer wieder, ob wir blöde oder zurückgeblieben sind? Wir leben doch hier auch ganz gut, oder?
Frage Nummer 48300
Antworten (12)
Ganz sicher lebst du gut in Deutschland. Wer ein paar Jahre in Griechenland, Spanien oder Frankreich gelebt hat, wird die deutsche Gründlichkeit und Präzision vermissen. Die Frage ist, ob das vermissen dieser deutschen Tugenden ausreicht, um ihn wieder zurückzuführen.
Interessante Frage, Dara. Weiss im Moment nur nicht, ob das einer gefragt hat?? Bloede gibt es auf der ganzen Welt. Ob jene, die nicht DE den Ruecken gekehrt haben, doof sind, darf bezweifelt werden. Zurueck geblieben sind sie aber allemal ;-))

@ Wiki01: Kann dir nicht bestaetigen, ob das, was du ueber die Deutschen sagst, die im Ausland leben, sich nach deutschen Verhaeltnissen sehnen. Das Gegenteil ist der Fall. Habe viele Deutsche im Ausland getroffen und gefragt, die dort lange Zeit lebten, ob sie denn nicht Heimweh haetten? Na, die haben mich vielleicht fragend angeglotzt. Nicht einer war dabei, der Klage- und Missgunst-deutschland wiedersehen wollte.
@ wiki01noch mal: Deinem letzten Satz stimme ich zu. Selbst, wenn sie diese Puenktlichkeit und Praezision vermissen, reicht es nicht, um sie nach DE zu locken ;-))
Ich bin ziemlich weit herumgekommen, und weiß genau, dass ich nicht in den USA leben wollte. Auch nicht in Mexiko, Südafrika oder Indonesien. Ich will hier im Sommer den Biergarten und im Winter den Schnee auf den Tannen. Da können mir alle Palmen gestohlen bleiben.
Sicher, Dara, du als Alkoholikerin brauchst natuerlich deinen Biergarten ;-) Kaelte und Schnee muss ich nicht haben. Wenn es mir zu heiss wird, fahre ich mit der Teleferico in 4600 m Hoehe. Strand, Berge, Dschungel und Wueste in einem Land zu haben, das ist schon sehr komfortabel. In den USA muss ich auch nicht leben. Aber Kalifornien, Beverly Hills, haben mir schon gefallen. Also da hielte ich es auch ne Weile aus. Was mich in den USA und vielen anderen europaeischen Staaten stoert, ist, dass man staendig von der Polizei beobachtet und "verfolgt" wird, obwohl man kein Dieb ist ;-))
@ sunnyboy
Fahr du mit deiner Bahn in die Berge. Ich kann jederzeit in Berlin, München, Essen, Frankfurt/Main umsonst übernachten. Wir machen jedes Jahr eine Wanderung im Rheingau, von Rüdesheim nach Aßmannsausen und mit dem Rheindampfer zurück, durch's Binger Loch und am Mäuseturm vorbei. In der Zeit kannst du in Caracas versauern.
@ ing793
Das muss kein Nachteil sein, weil es der südamerikanischen Polizei leichter fällt, dich einzubuchten, als die mühevolle Tätigkeit auszuüben, die Bösewichter zu fangen.
Die Polizei ist hier schneller zur Stelle als in DE. Nur: die fackeln hier nicht lange, sondern erschiessen Diebe, die eine Pistole bei sich haben und damit drohen. Ich wohne nicht in Caracas, Dara, sondern im schoenen Merida. Und du lebst ja auch nicht in Rostock oder Hoywerwerda, oda ??
Erschießen die auch Autofahrer, die nicht bei "drei" die Hände auf dem Lenkrad haben? Das würde mir im beschaulichen Mittelhessen nicht passieren.
@ Dara: hier nicht, aber in den USA kann dir das passieren. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Polizei hier gemacht. Die sind normalerweise recht locker drauf. Begruessen dich mit Handschlag und freuen sich, wenn sie sich mal mit nem Auslaender unterhalten koennen.
Hat das jemand gefragt? Räumen wir ein paar Missverständnisse auf.
1. Gefragt wurde, ob man erst mal aus DE raus muss, um einen klaren Blick zu bekommen. Blöd oder zurückgeblieben steht da nicht.
2. Wir, meine Familie und ich haben ein Domizil in Deutschland.
3. Ich bewege mich, beruflich bedingt, schneller auf dieser Weltkugel als manche es sich vorstellen können.
4. Wenn wir mal wieder die Schnauze voll haben von Bergen und Schnee, leben wir halt mal eine Weile woanders.
5. Durch dieses ständige Erleben verschiedener Kulturen, vor allen Dingen mit den Menschen dort arbeiten, ändert sich natürlich der Blick auf die Heimat.
6. Wie das geht, ohne Millionär zu sein? Muss jeder selbst raus finden. Auf alle Fälle braucht es ein paar Gedanken davor und man muss auch was tun. Warten auf den Tag, an dem man im Lotto gewinnt, ist da eher hinderlich.
Nun ja, wer als im Ausland glücklich und zufrieden Lebender am Ende doch zugeben muss, dass sein Glück und seine Zufriedenheit im Wesentlichen abhängt von einem Einkommen, dass durch die Blöden und Zurückgebliebenen in Deutschland erwirtschaftet wird, der sollte bei diesemThema lieber kleine Brötchen backen.
Ich selber habe auch einen Zweitwohnsitz im "sonnigen Süden". Das geschah durch eine Schnapsidee.
Na klar: Wetter gut, Aussicht gut, Dienstboten billig und Einkaufen günstig.
Aber: Die meisten "ausgewanderten" Landsleute, die man so kennenlernt sind Einfaltspinsel. Das nervt auf die Dauer schon sehr. Ewig gutes Wetter ist auf Dauer auch langweilig.
Wenn man mich fragen würde, wo ich am liebsten Dauerhaft leben würde, wäre meine Antwort: In Deutschland.
Ganz so, wie das auch unser guter Altkanzler Helmut Schmidt sah. Für den war das Heimatland der zweiten Wahl die USA.