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Noch Fragen?

Antworten (23)
Zuerst wollte ich schreiben, weil Atheisten mehr Humor haben und toleranter sind.
Aber wenn ich recht überlege, es kommt schon vor, daß es mich tierisch nervt, wenn jemand seinen Glauben bei mir missionieren will und meinen Atheismus geißelt. Ist das eine Gefühlsverletzung, wenn ich dann ärgerlich werde? Ärger ist ein Gefühl .
Verletzt mich z.b. ein Plakat auf dem ich informiert werde, daß Nichtgläubige in der Hölle braten werden ? Das belustigt mich eher.
Die Frage ist wirklich gut.
Ich kenne überwiegend die Verletzung ästhetischer Gefühle!
Atheisten haben doch auch einen Glauben: Sie glauben fest daran, dass sie nicht glauben.
Mein Gott, elfi: es tun sich Abgründe auf!
Lieber Amos, bald kannst du eine Zusammenfassung machen. Es wird grausam. Wir machen das mal an einem Tag an dem du gut drauf bist. Schreib einfach, wenn du soweit bist.
@elfi: heute?
Jetzt fällt mir noch etwas ein. Wenn ich aus gesellschaftlichen Gründen mit in die Kirche muß, fühle ich mich dominiert und belästigt und nach außen in die Gemeinschaft der Gläubigen integriert, wozu ich mich aber nicht zähle. Dann empfinde ich mich nicht als authentisch und das mag ich nicht so gerne. Aber verweigern geht auch nicht, aus verschiedenen Gründen.
Wie willst du denn was verletzen, wo nichts da ist :D
@ Amos. Drängel nicht so. Du kannst ja schon mal anfangen zu sortieren. Nur keine Hemmungen. Trink erst was, egal aus welchem Glas, das hilft beim formulieren..
**ggg**
@elfigy: Habe ich was verpasst? Muss ich wissen, dass du Atheist bist?
@elfi: ich werde mir Mühe geben und schon mal die Senfgläser in der Spülmaschine spülen. Und dann meinen WineMaster öffnen, um die eine oder andere Flasche Krug oder Roederer zu öffnen.
@ bh_roth. Ich glaube, diese Frage kann man nur aus seinem eigenen Empfinden heraus beantworten. Wer kann schon wissen, was bei einem anderen Menschen welche Gefühle beeinträchtigt. Natürlich hätte ich meine Antworten auch verallgemeinern können. Aber das wäre dann so durchsichtig, daß man meine Haltung dazu trotzdem erkennen würde. Dann bin ich lieber gleich so ehrlich. Das mit "man" liegt mir nicht so.
Es gibt keine Verletzung atheistischer Gefühle, weil es keine atheisitischen Gefühle gibt, genauwenig wie es christliche oder hinduistische Gefühle gibt. Es gibt einen Nicht-Glauben, der sich Atheismus nennt. Man kann menschliche Gefühle verletzen, aber das gilt für jeden Menschen und ist von der Religion unabhängig.
Da der Atheismus in unserer Gesellschaft inzwischen Mainstream ist, verstehe ich die Klagen nicht, dass sich Atheisten diskriminiert fühlen müssten.
Wer sich als Atheist verletzt fühlt, ist selber schuld, denn fromme Menschen kann man eigentlich nicht für voll nehmen.
meines Erachtens ist die Prämisse falsch. Es GIBT die Verletzung atheistischer Gefühle. Warum sonst sollte jemand gegen ein Kruzifix im Klassenraum (oder wo auch immer im laizistischen Bereich) klagen?
Wobei ich unter "Atheismus" die Überzeugung verstehe, dass es definitiv und 100%ig keinen Gott gibt. Das ist irgendwie auch ein Glaube...
Dazwischen gibt es noch die Agnostiker, die nicht wissen, ob oder ob nicht...
Ich gehe z.B. davon aus, dass sich die Welt seit dem Urknall nach festen naturwissenschaftlichen Gesetzen entwickelt hat, ohne dass ein Allmächtiger werauchimmer lenkend eingreift. Aber wer hat die Gesetze gemacht....
ich fnde bereits die Frage falsch, weil sie suggeriert, dass atheistische Gefühle nicht verletzt werden. Aber wer sagt denn, dass dem so ist? Elfigy ist nach eigener Aussage eherbelustigt, andere sind verärgert.so oder so: Gefühle gibt es auch bei Atheisten, und Gefühle könnenverletzt werden.
Frage falsch verstanden, hphersel: Bezieht sich natürlich auf die "Verletzung religiöser Gefühle", was im Sinn der Blasphemie strafbar sein kann. Atheisten sind hier wohl ,ajm geschützt...oder eben doch...?
"kaum geschützt", blöde pad-Tastatur
Ich hab das eben mal mit einem Pad nachgespielt, aber ich konnte anstatt von "kaum" kein ",ajm" generieren.
Jeder vernünftige Mensch prüft bei wichtigen Fragen alle Optionen, bevor er sich auf eine Meinung festlegt. Und die Frage, wie man Ende seines Lebens dasteht, ist die wichtigste von allen. Wer sich ernsthaft mit der Bibel (nicht der Kirche!) befasst hat und zu dem Schluss kommt, dass das Humbug wäre, ist immer noch demjenigen überlegen, der sich nie damit befasst hat, alles nur vom Hörensagen kennt und trotzdem groß das Maul aufreißt.
von Luis Bunuel stammt der bemerkenswerte Satz : "Ich bin Gottseidank noch immer Atheist" - Viele echte Atheisten sind genauso militant wie viele strenggläubige Menschen, egal welcher Religion sie angehören; in ihrem Glauben schenken sie sich nichts. Juristisch mag es Straftatbestand bei Atheisten vielleicht nicht geben, aber dass bedeutet nicht, dass es die Sache an sich nicht gibt.
Ein Beispiel:Königin Viktoria wurde einmal ein Gesetz vorgelegt, das männliche und weibliche Homosexualität unter Strafe stellen sollte. Weil sie sich nicht vorstellen konnte, dass es auch homosexuelle ("lesbische") Frauen gibt, strich sie alle Passagen des Textes, die sich auf Frauen bezogen, bevor sie das Gesetz unterschrieb. So wurde Männliche Homosexualität zu einem Straftatbestand, weibliche hingegen blieb straffrei.
Man muss nicht an die reine Vernunft "glauben", um Atheist zu sein. Es gibt inzwischen differenziertere Weltbetrachtungen als die aufklärerische.
Rein juristisch wäre es interessant, wenn ein Atheist seine Verletztheit im Sinne des Blasphemie-Paragraphen einzuklagen versucht; im Sinne der grundgesetztlichen Gleichbehandlung müsste dies möglich sein. Aber was für ein Fall sollte das sein? Ein bisschen Verärgerung über einen pseudo-lgischen Satz wie "Wer hat die Naturgesetze gemacht?" wird wohl nicht ausreichen...
Lieber hp: da dürfte es wohl im Hintergrund um "Penetration" gegangen sein.