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Noch Fragen?

warum macht ein fußball mit links-Effet einen bogen nach rechts, eine billardkugel mit links-effet aber einen Bogen nach links?

Frage Nummer 51845
Antworten (10)
Oh gute Frage. Mein Tipp:
Der Fussball, mit dem Innenrist auf der linken Seite getroffen, erhält dadurch einen Rechtsdrall. Durch die Rotation macht der auch einen Bogen nach rechts.
Die Billiardkugel, die ich mit dem Que ? links anstosse, bekommt mit dem Stoß auch eine Druckbewegung nach unten. Also, wen man es richtig macht. Daher rotiert die Kugel mit der auflagefläche auf dem Filz auch nach links.
Obwohl, die Erklärung geschrieben, verstehe nicht mal ich :)
Ich denke, das hängt damit zusammen, daß sich der Ball (Bananenflanke: Manni Kaltz!) in der Luft befindet, die Billardkugel aber Kontakt zum Filztuch hat. Die rotierende Billardkugel wird dadurch in dieselbe Richtung gelenkt. Hier wird der Effekt beschrieben. (Alles unter der Voraussetzung, daß die Frage den Effet korrekt beschreibt.)
@amos: ich bin beeindruckt: den Magnus-Effekt als Mediziner zu kennen - Junge, Junge.
Unterdruck auf der linken Seite - Damit wäre klar, warum der Ball in der Luft nach links fliegt, wenn er sich gegen den Uhrzeigersinn dreht.
Bei der Billardkugel gibt es eine begrenzte, aber eben mehr als punktförmige Auflagefläche. Die Kugel bewegt sich nach dem Stoß als Ganzes mit der Geschwindigkeit X in Stoßrichtung. Durch die Rotation entgegen dem Uhrzeigersinn überlagert sich auf der rechten Seite eine zusätzliche positive Geschwindigkeitskomponente, auf der linken Seite eine negative.
Die Reibkraft auf dem Filz steigt mit der Reibgeschwindigkeit, rechts ist sie also höher als links. Damit wird die Kugel nach rechts abgelenkt (Obwohl auch bei der Billardkugel der Magnuseffekt wirkt, ist der reibeffekt größer).
Der Reibeeffekt a la ing793 ist unerheblich. Der Bogen beim Billard entsteht dadurch, dass die Rotation nie ganz parallel zum Tuch erfolgt, weil das Queue immer ein wenig schräg ("in den Tisch rein") geführt wird. Erst die Rotation auf der schrägen Achse zeitigt sichtbare Bögen (extrem: Steilstoß oder Kopfstoß).
Im Übrigen ist Linkseffet im Uhrzeigersinn vom Spieler aus von oben gesehen, Rechtseffet dagegen und Billard wird nicht auf Filz sondern auf Tuch gespielt.
Aber auf Filztuch, oder?
Nein Kammgarn oder Wolle eventuell mit Beimischungen. Filz ist viel zu grob. Tücher werden auch nie geklebt wie in dieser Bastelanleitung, dann wäre die Platte hinüber, sondern an den Holzrahmen getackert....
Ich glaube Non-Blonde hat die Frage falsch gestellt. Was sie als links Effet bezeichnet, ist den Ball mit dem Ausserist auf der linken Seite anspielen, nicht mit dem Innenrist auf der rechten Seite. Damit verhalten sich Billardkugel und Fussball identisch, egal ob der Fussball in der Luft oder auf dem unterwegs ist. Der Effekt ist auch mit denen beim Golf bekannten 'hooks' und 'slices' vergleichbar.
Nein, bei gleicher Rotation verhalten sich Fußball und Billardkugel gegensätzlich. Als Rechtsfüßer Außenrist, Ball im Uhrzeigersinn, Rechtsbogen. Beim Billard Kugel links angespielt, Kugel im Uhrzeigersinn, Linksbogen.
@rrankewicz: wie unschwer zu erkennen ist, bin ich kein Billardspieler.
Was mir nur noch nicht klar ist: ein Körper, auf den keine Kraft wirkt, verharrt in seinem Bewegungszustand, sowohl hinsichtlich Geschwindigkeit als auch Richtung. Eine Billardkugel, mit Effet gestossen, tut das offensichtlich nicht. Es muss also eine äußere Kraft einwirken. Wo die herkommt, wenn die Reibung keine Rolle spielt, erschließt sich mir derzeit noch nicht. Bitte erhelle mich.
Es ist tasächlich die Reibung, aber der Effekt den du beschreibst wäre nur minimal, wenn ich ihn richtig verstanden habe (unterschiedliche Haftung links/rechts bei quasi paralleler Rotation)
Durch die Rotation mit schräger Achse entsteht erst ein starker Reibungsimpuls in Richtung des Effets, das ist dann aber ein direkter Effekt, weil ein Teil des Drehimpulses von der Stoßrichtung weg geht. Beim Kopfstoß ist die Rotation dann nahe 90 Grad zur Stoßrichtung. Ein bisschen wie wenn man auf glatter Fahrbahn plötzlich die Vorderräder einschlägt, die dann erst weiter gerade aus rutschten, aber die Rotation mit der Zeit den Grip in Lenkrichtung bringt.