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Gast

Warum müssen Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke über Dampfturbinen Strom erzeugen statt mit Dampfmaschinen?

Bei Dampfmaschinen braucht man keinen hochenergetischen Dampf, damit die Turbinen überhaupt anlaufen. Dampfmaschinen beginnen sich zu bewegen, wenn Druck auf den Kolben der Dampfmaschine kommt. Dampfturbinen laufen erst mit hochenergetischem Dampf, der mindestens 1/4 mehr an Primärenergie braucht um erzeugt zu werden. Dampfturbinen sind dazu auch noch wenig volatil. Daher kommt es zur sogenannten Grundlast. Flexiblere Kraftwerke müssen deshalb zugeschaltet werden, um den Spitzenbedarf, der sehr unterschiedlich ist und ständig schwankt, zu bedienen. Das gilt besonders für die Einbindung von Windkraftwerken, die auch sehr volatil sein können. Dieses Problem gibt es mit Dampfmaschinen nicht. Sie sind sehr volatil und können wenig und viel Strom erzeugen mit derselben Maschine. Der hochenergetische Dampf braucht mindestens 1/4 mehr an Primärenergie als der normale Dampf für Dampfmaschinen. Das bedeutet, dass der Strom mit Dampfmaschinen erzeugt, mindestens ein Viertel günstiger ist. Bei fossilen Energieträger bedeutet das dann auch ein Viertel weniger CO2-Ausstoss als beim Einsatz von Dampfturbinen bei gleicher erzeugter Stromenergie. Hinzukommt, dass sich dann Kühltürme erübrigen.
Frage Nummer 3000018680
Antworten (2)
Gast
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Hier findest du die erste Idee einer Antwort. Es hat etwas mit dem Gesamtwirkungsgrad zu tun. Die technische Entwicklung ist eine Geschichte zunehmender Optimierungen, das gilt auch für die Energietechnik. Trotzdem begrüße ich es, dass sich Laien Gedanken über technische Prozesse machen, das fördert die Akzeptanz.