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Gast

Warum regen sich die Leute immer auf, wenn die sich nicht mit der Kultur andere auskennen?

Aktuell wird eine Zahnärztin zerrissen, die ihre Praxis „Fotzn‘spanglerei“ (Maulklempner) nennt. Im Bairischen ist Fotze(n) zwar ein derber Ausdruck, hat aber niemals die Bedeutung Vagina oder Hure. Es ist kein Schimpfwort, sondern ein Synonym sind Mund, Maul, oder auch Goschen, heißt es im Standardwerk von Ludwig Zehetner „Bairisches Deutsch“. Wie in vielen Redewendungen steht Fotze stellvertretend für „Schnauze“, wie: „halt die Fotzen“ und ist auch für Ohrfeige oder Schelle gebräuchlich.
Frage Nummer 3000123950
Antworten (2)
Dialekt hat oft die Besonderheit, "freundliche Frechheiten" zu verwenden. Der "lütte Schieter," norddeutsch für ein kleines Kind, ist so ein unechtes Schimpfwort wie das anerkennend gemeinte "so a Hund!" in Bayern.
Auch ein harmloses Wort kann drohend gemeint sein, je nachdem: "Bürscherl, i dawisch di!"
In der Pfalz die ernste Mahnung: "Uffbasse!"

Nur im Dialekt kann man derbe Wörter abmildern und, je nach Aussprache, ernst oder spaßig gemeint verwenden.
Das bekannte "jo mei" hat, je nach Dehnung und Betonung, Bedeutung von "kann man nix machen" über "mir grad egal" bis zu "da schau her!"
Des is jo des Schääne am Dialeggd, hoscht's, Männel?

Auswärdische verstehe des halt net, wääscht! Die sinn halt ach emol Dollbohrer oder Labbeduddel...*

*Dummkepp
Fotzenhobel = Mundharmonika