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Noch Fragen?

Warum wandern Wolgadeutsche seit ein paar Jahren vermehrt nach Deutschland aus? Warum nicht früher? Was war der Anlass?

Frage Nummer 32691
Antworten (5)
keine Fische mehr in der Wolga
Gast
Helmut Kohl sprach eine Einladung aus.
Die Lebensbedingungen im heutigen Russland sind nicht gerade optimal, zudem sind die Siedlungsgebiete der Wolgadeutschen heutzutage hinter anderen Regionen wirtschaftlich zurückgefallen. Qualifizierte Kräfte verlassen das Land, zudem ist es für ehemalige "Volksdeutsche" relativ einfach, einen Pass zu beantragen, welcher einer EU-Staatsbürgerschaft gleichkommt. Die Zuwanderung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erzeugte einen zusätzlichen Sogeffekt. Objektive Zuwanderungszahlen lassen jedoch nicht auf einen massiven Exodus schließen.
Wolgadeutsche sind ehemals von Russland verfolgt worden und mussten in Strafkolonien in Sibirien Schwerstarbeit leisten,da sie alle der Kollaboration mit Hitlerdeutschland bezichtigt wurden.Dieser Verdacht wurde 1964 aufgehoben und die BRD erlaubte gesetzlich 1970 die Rückkehr der Wolgadeutschen.Mit dem Fall der Sowjetunion,gibt es in Sibirien kaum noch Perspektiven und der menschliche Überlebensdrang und der Drang nach Wohlstand in Deutschland treibt die Wolgadeutschen zurück in Ihre Heimat.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Wolgadeutsche,von Russland verfolgt und als Kollaborateure nach Sibirien und Zentralasien verbannt.Dort mussten sie Zwangsarbeit leisten und starben häufig.Dieser Vorwurf wurde erst 1964 fallen gelassen.Ab 1970 erlaubte die BRD die Rückkehr der Wolgadeutschen.Da in den heutigen Zeiten kaum noch Perspektiven in Sibirien und Zentralasien existieren,bemühen sich diese Wolgadeutschen,dem deutschen Recht entsprechend,wieder in Ihre alte Heimat bzw. Heimat der Vorfahren zurück zukehren.