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Noch Fragen?

Warum werden Dinge in trockener Luft schnell trocken, auch wenn die Temperatur niedrig ist?

Ist es wirklich so, dass zB Kleidugsstücke in trockener Luft besser trocknen als in warmer "normal feuchter" Luft? Woran liegt das? Ich hatte immer gedacht, dass es Wärme ist, die die Feuchtigkeit in Wäsche (zB) verdampfen lässt. Was macht trockene Luft mit der Feuchtigkeit?
Frage Nummer 11831
Antworten (13)
Das Stichwort lautet Sublimation

Eine Erklärung findet man in diesem Artikel:
so laienhaft finde ich Logans Antwort nicht. Anderes Beispiel: nach langen Spaziergängen in trockener kalter Winterluft hat man oft spröde Lippen oder Gesichtshaut, da eben die Luft sehr wenig rel. Feuchte hat, es findet ein Austausch von feucht nach trocken statt. Je trockener die Luft, desto mehr Feuchte kann sie aufnehmen
Die Antworten der Vorposter sind soweit ok. Von mir noch eine kleiner Korrektur.
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Daher beschlägt der Kühlschrank von innen wenn man ihn offen lässt.
Im Winter trockenkalt, im Sommer feuchtwarm. Da die Gesamtfeuchte bei trockener Luft niedriger ist, und der Vorrat an trockener Luft weitgehend unerschöpflich, wird die Wäsche in trockener Luft eben trockener als in feuchter Luft. Damit das wirklich schneller geht spielen evtl. noch andere Faktoren eine Rolle. Wenn Du Deine Wäsche bei kaltem, sonnigen Wetter nach draußen hängst, hast Du kalte trockene Luft und, durch die Sonne, warme, feuchte Wäsche. Die Luft um die Wäsche erwärmt sich und nimmt die Feuchtigkeit dann mit. Wenn Du strengen Frost hast, wirkt das aber auch nicht mehr.
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@Musca: Den Keller im Winter lüften, nicht im Sommer. Das solltest Du kennen. So als kleines Beispiel für Bauphysik :-)
Meine Vorredner haben alle irgendwie Recht. Ich will es ganz kurz machen: Ob etwas an der Luft trocknet hängt nicht von deren Temperatur sondern von deren Wasserdampfsättigung ab. Die Wasserdampfsättigung wird auch als relative Luftfeuchtigkeit bezeichnet. Wenn die Luft bei niedriger Temperatur eine geringere Wasserdampfsättigung aufweist als wärmere Luft mit höherer Wasserdampfsättigung, dann trocknet z.B. Wäsche besser und auch schneller bei niedriger Temperatur.
Die Wasserdampfaufnahmefähigkeit der Luft liegt z.B. bei 10 °C bei 10 Gramm/cbm, bei 30 °C bei etwa 30 g Wasser pro cbm Luft. Die Aufnahmefähigkeit ist nur in diesem Temperaturbereich scheinbar linear. Sie verläuft nach einer Exponentialfunktion und steigt bei noch höheren Temperaturen sehr stark an.
Fortsetzung:
Selbst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt des Wassers kann die Luft Wasser aufnehmen. Es verdampft dann, wenn es noch flüssig ist, wenn es bereits zu Eis gefroren ist, dann sublimiert es. Darum trocknet z.B. Wäsche auch im Winter bei Frost.
Mein Senf dazu: Im Unterschied zum Forum hier ist die Natur auf Ausgleich bedacht!
Es findet alo eine Angleichung der Feuchtigkeitsgehalte von Wäschestück und Umgebungsluft statt. Nur bei scharfen Frost gefriert die Wäsche vorher und dieser Prozeß geht dann langsamer vonstatten.
Noch ein Tipp als Ergänzung zu den anderen guten Antworten. Wichtig ist ja, die feuchte Luft um die Wäsche möglichst schnell zu entfernen, damit sie immer von trockener Luft "umspült" wird.

Daher ist eine sehr effektive Schnelltrocknungsmethode, einen Ventilator (niedrigste Stufe reicht) in einigen Metern Entfernung parallel zu den hängenden Wäschereihen aufzustellen. Das verbraucht wenig Strom (viel weniger als z.B. ein Wäschetrockner) und beschleunigt den Trocknungsvorgang gegenüber ruhender Luft dramatisch.
Und- hat schon jemand von Euch tatsächlich mal versucht Wäsche draussen zu trocknen bij 7° oder -5° oder so? Mir gelingt das nie - wird nur trocken wenn die Temperatur auch hoch genug ist.
Nichts gegen kleine Seitenhiebe, Highspeed....die verteile ich auch mal ganz gerne. Aber steht meine Antwort im Widerspruch zur sinnvollen Kellerlüftung im Winter ??
Ich glaube, die Fragestellerin könnte selbst auf die Antwort kommen, wenn sie sich ihre Frage selbst nochmal durchliest.

Weil trocken eben besser trocknet als nass.
Feuchte Luft ist doch schon gesättigt. Trockene Luft kann noch Luftfeuchtigkeit aufnehmen.
Die Frage hätte also genausogut lauten können: Warum trocknet mein nasses Handtuch nicht mehr so gut ab?
Lieber Mariosagt, "weil trocken eben besser trocknet " ist für mich keine zufriedenstellende Antwort. Und wenn SIE sich meine Frage genau durchgelesen haben, geht es mir speziell um den Punkt, dass die Temperatur drumherun nicht unbedingt besonders hoch sein muss. Mir ist auch klar, dass trockene und warme Luft besonders hilfreich, sehr feuchte und kühle Luft hingegen wenig hilfreich ist.
Und: Nein, mir war nicht ganz klar, dass es um einen Feuchtigkeitsaustausch von Trockengut und Umgebung geht und nicht um zB Verdunstung. Man sollte nicht zu viel von sich auf andere schliessen. Trotzdem Danke für Ihren Beitrag :-)
Oki.
Gern geschehen.
Somit hat sich die nächste Frage:
"Wieso löst sich der 26te Zuckerwürfel in meinem Glas nicht mehr auf?"
auch gleich gelöst.
Lösung(Wasser) bereits gesättigt ;-)
Sorry auch falls meine Antwort angriffslustig klang. War sie auch.. dachte das da jemand veräppeln will..
Echt, Mariosagt? Ist das so? Das wusste ich ja noch gar nicht. Na, Sie sind ja viel zu schlau für diese Community. Das kommt wohl vom hohen Zuckerkonsum. ;-D
Es ist schon ein Zeichen von geistiger Einfältigkeit zu meinen, dass "in trockener Luft wird halt alles schneller trocken" eine wirklich gute Antwort ist.
Aber mit Ihrer Einstellung sind Sie hier eigentlich gut aufgehoben. Bin mal auf Ihre Fragen gespannt.