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Gast

Warum wird es als solidarisch bezeichnet das NRW-Abgeordnete auf ihre Diäten-Erhöhung verzichten?

Echte Solidarität wäre es, wenn die NRW-Abgeordneten nur noch 60 % ihrer Diäten erhalten würden! Dann würden sie noch näher beim Bürger sein und ein besseres und vor allem ein echtes Gefühl bekommen mit weniger Geld haushalten zu müssen.
Frage Nummer 3000154576
Antworten (7)
Ich kann diese Neiddebatte nicht ausstehen.

Abgeordnete sind für ihre Tätigkeit eher mittelmäßig bezahlt, auf Landtagsebene ist mittlerweile auch die üppige Altersversorgung weggefallen. Das sind Menschen wie Du und ich.
Naja, wie Du anscheinend nicht.
"Nordrhein-Westfalen: Aktuell (Mai 2020) beziehen NRW-Landtagsabgeordnete 9.330 Euro (Brutto) und zusätzlich 2.290 Euro monatlich für das Versorgungswerk (Altersversorgung)." (Wikipedia)

Das ist in der Tat eine nur mittelmäßige Bezahlung für einen Teilzeitjob. Gerade die Lehrer im Parlament haben vorher deutlich mehr verdient.
@Deho: vielen Dank für Deinen Kommentar, genau das meine ich mit "Neid".

Natürlich ist das mehr als ein Lehrer im Schuldienst verdient, daher sind da auch so viele davon.
Allerdings ist es weniger, als ein Abteilungsleiter im technischen Bereich oder Vertrieb in der Industrie verdient, was ich einem Abgeordneten gleichsetzen würde. Deshalb gibt es so wenig hiervon.
@ iSND
Was bitte genau meinst Du mit Neid? Dass ich eine Zahl genannt habe? Dass ich angedeutet habe, dass der Verantwortungsbereich der Landtagsabgeordneten sehr überschaubar ist? Früher waren die wirklich keine hauptberuflichen Abgeordenete, die haben sich irgendwann aufgewertet.

Ich hätte es dabei belassen, wenn Du hier nicht Falschinformationen verbreiten würdest. Ein Abteilungsleiter in der Industrie verdient in der Regel weniger als ein MdL, oft auch Bereichsleiter, wie ich nach einer kurzen Recherche im Internet feststellen konnte.

Daran liegt es also nicht, wenn so viele Lehrer in den Parlamenten sitzen. Die haben nämlich im Gegensatz zu den Arbeitnehmern in der Wirtschaft eine Arbeitsplatzgarantie. Die zweite Gruppe sind Rechtsanwälte, die es sich leisten können, später wieder in ihren Beruf zurückzukehren. Aber das alles weißt Du bestimmt ganz genau.

Um noch mal auf den Neid zurückzukommen, der geht doch wohl eher von den Abgeordneten aus, wenn die behaupten, in der freien Wirtschaft mehr verdienen zu können. Da meint der letzte Hinterbänkler, dass er mindestens so viel wie der Vorstandsvorsitzende eines Großkonzerns verdienen müsste.
Mit "Neid" meine ich, dass Du abwertend und von oben herab über Menschen sprichst, die sich einer alles in allem wichtigen Aufgabe widmen.
Naja, wahrscheinlich trifft es der Begriff "Missgunst" eher, da Du ihnen für ihren "Teilzeitjob" das Entgelt nicht gönnst.

Bei den Abteilungsleitern muss ich zugestehen, dass die schon in tarifgebundenen, mittelständischen oder größeren Firmen ab etwa 800 MA im Automobil, Chemie oder Maschinen- und Elektrobereich arbeiten müssen, um auf das Gehalt zu kommen.

Entscheidend für die Bewertung des Gehaltes ist für mich aber, dass sich offensichtlich kaum eine Sau aus der Industrie für den doch so hoch dotierten Posten im Parlament bemüht.
Aha. Ich weiß zwar nicht, wo ich irgendetwas Abwertendes geschrieben habe, es waren reine Fakten. Da Du Dich aber (wieder einmal) im Modus des Keilens zu befinden scheinst, ist die Sache für mich abgeschlossen. Es dauert auch zu lange, das hier zu klären.
"mittelmäßige Bezahlung für einen Teilzeitjob" betrachte ich als abwertend.

Wenn Du das schon als "keilen" betrachtest, solltest Du die Dicke Deines Fells dringend überprüfen.