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Noch Fragen?

Warum wird in der Schule eigentlich nur die technische Stromrichtung unterrichtet und nicht die physikalische?

Frage Nummer 18375
Antworten (6)
Interessante Frage - die uns erst vor ein paar Tagen bei einem Besuch im Technikmuseum gestellt und beantwortet wurde: Es hat historische Gründe. Zu beginn der Elektrizitätsnutzung nahm man an, der Strom fließe vom positiven zum negativen (Erd-)Leiter. Erst später entdeckte die Physik, dass negativ geladene Elektronen den Stromfluss von - zu + bewirken. Man hat das dann in der Praxis als "technische Stromrichtung" so belassen.
In meiner Schule wurden im Physikunterricht beide Richtungen behandelt.
Es kommt wohl sehr auf die Schule an.
In meiner Schule haben ich nämlich auch gelernt, dass die Elektronen von - nach + fließen.
Die technischen Eigenschaften sind einfacher zu unterrichten, weniger komplexer und daher auch sehr viel leichter zu verstehen. Zudem reicht das, um die Schüler zu qualifizieren: Die meisten gehen ja ohnehin ins Handwerk oder in die Technik, und eben nicht in die Wissenschaft.
Da solltest Du mal die Kultusminister fragen bzw. die Leute, die die Lehrpläne festlegen. Die technische Richtung ist die, die früher bekannt war bzw. festgelegt wurde. Die physikalische Stromrichtung wurde erst danach entdeckt, und anscheinend ist das zu schwierig, beide zu lehren. Aber vielleicht passiert das ja auch schon, aber dem normalen Bürger ist das wohl eh egal...
Hallo! Also die physikalische ist ja vom Minus- zum Pluspol, allerdings haben die ersten Wissenschaftler, die überhaubt eine elektrische Spannung oder Strom gemessen und wahrgenommen haben, angenommen die positiven Ladungen würden statt der Elektronen wandern, also vom Plus- zum Minuspol. Alle technischen Geräte sind deshalb leider "umgepolt" und die Lehre daher so praktischer.