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Noch Fragen?

Was benutzt man am besten zum Verfugen einer Sandsteinmauer, die aus naturbelassenen Steinen sein und möglichst natürlich aussehen soll?

Frage Nummer 22130
Antworten (5)
Grundsätzlich sollte die Verfugung niemals härter als der Stein sein, denn sie dient als Arbeits-, bzw. Dehnungsfuge.Ein zu harter Mörtel würde den Randbereich des Sandsteins sprengen. Ich würde daher einen reinen Kalkmörtel mit grobkörnigem Sand als Zusatz empfehlen.
Ich würde an dieser Stelle Mörtel einsetzen. Der wurde tatsächlich benutzt, um schon in der Antike Mauern hochzuziehen. Alternativ kann man auch durchsichtiges Silikon nehmen. Das ist zwar nicht Stilecht, ist aber dicht und zumindest unscheinbar ab 3 Metern Abstand.
Zuerst muss das Mauerwerk gründlich und tief gereinigt werden, vor allem von alten Zementresten und losgelösten Krümeln. Dann wird es fachmännisch mit einer vierprozentigen Lösung aus Tonerde vorbehandelt. Anschließend sofort den Luftkalkmörtel aufspritzen. Und am nächsten Tag evtl. aufrauen, falls gewünscht.
Hier solte man Trasskalkmörtel verwenden, mit einem naturhydraulischen Kalk. Der Sand braucht eine 0,3 Körnung mit 5-7 mm Stützkorn. Vor dem Verfugen die Fugen ordentlich reinigen, am besten mit Luft, vornässen und nach dem verfugen mit einer Plane abdecken, damit der Mörtel nicht verbrennt. Am nächsten Tag mit einem Quast nochmal gut durchnässen.
Wenn sie natürlich aussehen soll verfugt man gar nicht.