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Noch Fragen?

Was genau besagt der Cashflow? Welche Konsequenz hat ein negativer bzw. positiver Cashflow für ein unternehmen?

Frage Nummer 42973
Antworten (6)
Will keine Vorlesung halten, lesen Sie sich das durch:
Aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung lässt sich nicht erkennen, wie liquide ein Unternehmen ist. Denn einige Positionen, die die Liquidität verringern, sind nicht enthalten (z.B. Tilgungen). Andererseits enthält der ausgewiesene Gewinn Abschreibungen, die den Gewinn zwar schmälern aber nicht liquiditätswirksam sind. Mit der CF-Rechnung kann ein Dritter feststellen, wie hoch die Liquidität eines Unternehmens ist und z.B. zur Schuldentilgung zur Verfügung steht.
Oder für Investitionen, die andernfalls kreditfinanziert werden müßten.
Der Cashflow ist der Reingewinn eines Unternehmens nach allen Abzügen und offenstehenden Ausgaben. Mehr Einnahmen / Gewinn wie Ausgaben bedeutet positiver Cashflow. Höhere Ausgaben wie Einnahmen bedeutet negativer Cashflow. Wenn ein Unternehmen über seine wirtschaftlichen Verhältnisse lebt, wird der Betrieb irgendwann Insolvenz anmelden müssen. Schließlich kann man nicht mehr Geld ausgeben wie man einnimmt.
"Cashflow" bedeutet vereinfacht gesagt nur, wie viel Bargeld - also sofort verfügbare Mittel - über einen bestimmten Zeitraum (meist eine Geschäftsperiode) in das Unternehmen fließt. Ein negativer Cash-Flow sorgt dafür, dass ein Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten kann, obwohl es wirtschaftlich gesund ist. Dann müsste ein Unternehmen z.B. bestimmte Anlagewerte "versilbern", um wieder an genügend liquide Mittel zu kommen. Ein positiver Cash-Flow erleichtert z.B. Neuninvestitionen und ermöglicht Skonto-Rabatte von 3% für sehr pünktliche Begleichungen von Rechnungen.
In einem Unternehmen gibt es regelmäßige betriebliche Ausgaben und Einnahmen. Der Überschuss dieser Einnahmen nennt sich Cashflow und stellt eine wirtschaftliche Messgröße dar. Sind die Ausgaben eines Unternehmens höher als die Einnahmen, resultiert das in einem negativen Cashflow, wohingegen beim umgekehrten Verhältnis der Cashflow positiv ist. Stellt sich der Cashflow dauerhaft negativ dar, kann dies zum Konkurs führen.