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Noch Fragen?

Was genau besagt der U-Wert bei einer Wärmeschutzverglasung und wie sollte er idealerweise sein?

Frage Nummer 19300
Antworten (7)
der Wert besagt, wieviel Watt pro Stunde bei einem m² und einem Temperaturunterschied von einem Kelvin durch ein Bauteil gehen. Bei neuen Fenstern sollte er nicht über 1,1 -1,2 liegen, wobei IMMER die Gesamtkonstruktion bewertet werden sollte, sprich auch die Rahmen. Das beste Glas nützt nichts, wenn die Rahmen die Wärme ungehindert durchlassen.
Darunter versteht man den Wärmedurchgangskoeffizient. Dieser beschreibt ganz einfach, was für Qualität dein Fenster hinsichtlich Dämmung hat. Ein Wert von 0,4 bis 0,8 W/(m²K) wäre normal. Mit der Zeit kann natürlich die Qualität abnehmen, ebenso der Quotient steigen.
Liegt der U-Wert unter oder ist er gleich 1,2, dann ist er sehr gut. Es handelt sich dann um ein so genanntes Niedrigenergiehausfenster. Dieser Wert ist der so genannte Wärmedurchlässigkeitswert. Der hieß früher mal Wärmekoeffizent. Dieser gibt die Wärmemenge an, die auf 100 m² dieses Glases innerhalb einer Stunde transportiert werden. Ein schlechter Wert liegt bei über 5,2.
Dieser Wert gibt die Wärmedurchgangsmenge in Watt an beim Durchdringen fester Körper. Je kleiner der Wert ist, desto besser funktioniert auch die Isolierung. Bei der wärmeschützenden Verglasung liegt der Idealwert bei u = 0,4 W/m²K. Im Gegenzug zur einfachen Verglasung ist dieser Wert viermal geringer.
Musca hat den Wert richtig erklärt. Der Gesetzgeber fordert im Neubau oder bei Erneuerung der Fenster mindestens U(w) = 1,3 W/m² x K. Dies ist zur Zeit der Standard für Kunststofffenster mit 2 Scheiben Isolierverglasung, der problemlos erreicht werden kann. Bei 3-fach Verglasung liegt dieser Wert zwischen 1,0 bis 1,1 W/m² x K. Der Wert ergibt sich aus dem Rahmenanteil und dem Scheibenanteil. bei der Dreifachverglasung liegt der U(g) in der Regel bei 0,7 W/m² x K. Der Rahmen ist schlechter, was dann in der Summe U(w) von 1,0 bis 1,1 ergibt. Dieser Wert wird für ein Fenster einer bestimmten Größe ermittelt, bei kleinern Fenster wird er wegen des steigenden Flächenantels des Rahmens schlechter, bei größeren Fenstern besser. Idealerweise sollte der U(w) des gesamten Fensters möglichst niedrig sein, hierbei ist jedoch auch der Dämmstandard der restlichen Gebäudehülle zu berücksichtigen, daher ist ein U(w) von 1,0 W/m² x K schon ein recht guter Wert.
es ist schon erstaunlich, welches Halbwissen hier preisgegeben wird. Ich denke, Miele wird mir da recht geben, er scheint von der Materie Ahnung zu haben. Ein Fenster mit einem U-Wert von 0,4 gibt es nicht, ansonsten hätte ich gerne den Hersteller genannt, das wäre phantastisch. Die U-Wert-Berechnung mit den 100 m² sonnenbestrahlter Fläche ..oder wie war das nochmal???....tja, die hätte ich auch gerne mal erklärt, man lernt ja nie aus
Es ist immer wieder erstaunlich, dass gerade Leute, die anderen Halbwissen vorwerfen, Unrichtiges von sich geben. Die Erklärung des u-Wertes von Musca ist f a l s c h. Und Miele bestätigt sie sogar noch als richtig.
Die korrekte Erklärung ist hingegen einfach zu googlen.
Der Fehler ist die Aussage Watt pro Stunde. Richtig ist nur Watt oder Watt mal Stunde pro Stunde (auweih).
Im Übrigen ist ein u-Wert von 0,4 bei Fenstern auch bereits 2011 erreichbar gewesen.