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Noch Fragen?

Was genau passiert bei einer Bodenversalzung? Welche Folgen hat so etwas?

Frage Nummer 23386
Antworten (5)
Bodenversalzung tritt auf, wenn man z. B. in einer heißen Wüste den Boden viel wässert. Das Wasser verdunstet, im Wasser gelöste Salze bleiben zurück und reichern sich im Boden an. Auf dem versalzten Boden wächst dann nichts mehr, weil das Süßwasser für die Pflanzen durch den hohen Salzgehalt im Boden unbrauchbar wird.
Na klar - und wenn man gar nicht wässert, wächst auch gar nicht mehr!

Es ist wie beim Menschen im Meer - er wird verdursten, obwohl ihm genügend mineralstoffreiches Wasser zur Verfügung steht: Das enthaltene Salz verhindert den Stoffwechsel.
Versalzung tritt auf Feldern auf, die viel Bewässert werden, aber in einer Region liegen, in der es wenig Niederschlag und viel Sonnenschein gibt. Das Wasser verdunstet und hinterlässt die Salze. Wenn die sich im Boden anreichern und nie von Regen richtig ausgewaschen werden, haben es Pflanzen immer schwerer, Wasser aufzunehmen.
Wenn in einer heißen trockenen Gegend Felder gewässert werden, verdunstet viel Wasser und zurück bleiben die Mineralien aus dem Wasser. Geschieht das regelmäßig, werden die Böden mit der Zeit immer salziger und bald für Pflanzen kaum noch zu brauchen. Man müsste das Salz nun wieder ausschwemmen. Aber so viel Wasser gibts in diesen Gegenden selten.
Eine Versalzung findet manchmal in Deltas statt, wenn dort eine Trockenperiode auftritt. Häufiger ist eine durch Menschen verursachte Versalzung. Dies passiert, wenn unsachgemäß oder zuviel bewässert wird, langfristig gesehen, führt eine Versalzung zur Unfruchtbarkeit des Bodens.