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Noch Fragen?

Was genau versteht man unter einer Räumung nach Berliner Modell? Hat das irgendwas mit dem Vermieterpfandrecht zu tun?

Frage Nummer 38949
Antworten (5)
Das hat auch viel mit Google und Wikipedia zu tun.
Ja, das hat genau mit den Vermieterpfandrecht zu tun und kann die Kosten bei einer Zwangsräumung senken. Das Recht wird auf alle in der Wohnung befindlichen Gegenstände ausgeübt durch den Vermieter. Dieser muß dann die Gegenstände alle sicher verwahren. Die Kosten hat allein der Mieter zu tragen. Der Vermieter haftet und muß einen Vorschuß leisten.
Das Berliner Modell, oder auch Berliner Räumung genannt,ist eine bestimmte Methode für die Kostensenkung bei anstehenden Zwangsräumungen.
Hierzu übt der Vermieter das so genannte Vermieter-Pfandrecht an allen noch in der Wohnung befindlichen Gegenständen und Dingen aus. Der Gerichtsvollzieher wird nun die Herausgabe der Wohnung verlangen. Hier ist es das Ziel, einen Kostenvorschuss und auch die Gerichtsvollzugs-Gebühren zu mindern. Bei einer "normalen"Wohnungsräumung erfolgt Abtransport, Verwahrung/Verwertung und Vernichtung durch einen Gerichtsvollzieher. deshalb fallen neben Speditions- und Lagerkosten auch Gerichtsvollzieher-Gebühren an.
Bei dieser Methode der Zwangsräumung einer Wohnung werden lediglich die Mieter per Gerichtsbeschluss aus der Wohnung gewiesen, während die Möbel noch in der Wohnung zurückbleiben. Da die "normale" Zwangsräumung einer Wohnung (mit Möbel) mit sehr viel mehr Aufwand (und Ärger)verbunden ist und der Schuldner sich oftmals recht erfolgreich dagegen zur Wehr setzt und die Räumung damit langfristig hinauszögert, billigte das Gericht Ende 2005 diese Form der Zwangsräumung durch den Gerichtsvollzieher.
Nein mit Schusswaffengebrauch.