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Noch Fragen?

Was genau versteht man unter einer Regelinsolvenz? Läuft die anders ab, als eine „normale“ Insolvenz?

Frage Nummer 39710
Antworten (3)
Die Regelinsolvenz ist ein Begriff aus der privaten Insolvenz und hat nichts mit dem üblichen Insolvenzverfahren zu tun, den eine Firma zu durchlaufen hätte. Bei der Firmeninsolvenz wird erst einmal entschieden, ob genügend Masse vorhanden ist, die es rechtfertigt, ein Insolvenzverfahren zu eröffnen. Die Private Regelinsolvenz läuft über eine bestimmte Wohlverhaltensphase, die man einzuhalten hat, und man wäre danach schuldenfrei. Es wird nicht, wie im Gewerbe, vorerst ein Sequester eingesetzt.
Die Regelinsolvenz bezeichnet in Deutschland eigentlich die ganz normale Insolvenz bzw. dessen Verfahren nach deutschem und gültigen Recht. Regelinsolvenz deshalb, da hierbei kein besonderes, verlängertes oder verkürztes Verfahren zum Einsatz kommen muss und die gängige Insolvenzverordnung greift. Ein vereinfachtes Verfahren wäre zum Beispiel bei der Privatinsolvenz bzw. beim Verbraucherinsolvenzverfahren anwendbar.
Die Regelinsolvenz ist ein Begriff aus dem privaten Insolvenzrecht. Hier wird eine Wohlverhaltensphase durchschritten. Wenn man diese erfolgreich beendet hat, was allerdings nicht immer der Fall ist, ist man komplett schuldenfrei. Ein "normales" Insolvenzverfahren wird nur bei Firmen durchgeführt, wo genügend Insolvenzmasse (verwertbare Masse) zur Verfügung steht. Eine Insolvenz kann bei nicht ausreichender Masse verweigert werden.