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Noch Fragen?

Was ist eigentlich gutes Cholesterin, und was nicht?

In dieser Sache hört man nur widersprüchliches, und ich bin es langsam leid, weitgehend ahnungslos zu sein.
Frage Nummer 8037
Antworten (9)
Haha, und da haben Sie sich gedacht, da fragen Sie mal die "Experten" der Wissenscommunity... ;-D
Keine Ahnung, ich halte mich an pflanzliche Fette (Pflanzenöle) und meide Tierfette (Butter, Schmalz etc). Esse generell wenig Fett und gar nichts frittiertes. Passt scho
Weil der Körper das Cholesterin nicht so gut transportieren kann, packt er es in eine Eiweißhülle. Da gibt es zwei Sorten, die LDL-Teilchen sind nicht so gut, weil sie sich in den Blutgefäßen ablagern können, die HDL-Teilchen sind gut, weil sie Cholesterin aus den Blutgefäßen lösen. Ein bisschen Cholesterin braucht der Körper, zu viel davon ist aber eher schlecht.
Die Begriffe sind irreführend. Es gibt weder "gutes" noch "schlechtes" Cholesterin, HDL- und LDL- Cholesterin stellen lediglich zwei verschiedene Transportformen dar. Übrigens ist es eine Tatsache, dass die Ernährung den Cholesterinspiegel im Blut nicht wirklich beeinflusst, da der Körper das von ihm benötigte Cholesterin zu 90 % selbst produziert. Will sagen, wenn man weniger Cholesterin mit der Nahrung zu sich nimmt, stellt sich der Körper darauf ein und produziert mehr davon, damit die Cholesterinmenge konstant gehalten wird.
(Streng genommen ist das Bestimmen der Cholesterinwerte sowieso völliger Unsinn, denn - mit Ausnahme von Männern unter 45 Jahren - gibt es keine statistisch signifikante Korrelation zwischen Cholesterinwerten und koronaren Herzkrankheiten, Schlaganfällen, Arteriosklerose usw. - Siehe Framinghamstudie)
Ich empfehle, die Website bzw. Publikationen von Uffe Ravnskov zu diesem Thema zu lesen.
Statt Beleidigungen von sich zu geben, sollten Sie mal Ihre Nase in ein X-beliebiges Lehrbuch für Stoffwechselphysiologie - vorzugweise für Biologen- stecken. Es ist auch hilfreich, Kenntnisse über Statistik zu haben. Sie selbst haben allerdings ganz offensichtlich weder das eine noch das andere getan. Übrigens, wenn Ihnen Ravnskov nicht passt, hier ein Zitat:
Ancel Keys, Begründer der Cholesterin-KHK-Hypothese (in der Zeitschrift Eating Well, März/April 1997): „Es gibt absolut keine Verbindung zwischen Cholesterin im Essen und Cholesterin im Blut. Keine. Und das haben wir schon immer gewusst.“
Eine mehr als 2 Jahre alte Frage auszugraben ist schon merkwürdig. Ausserdem zum Begriff 'Hypothese', ich dachte immer, daß es sich hierbei um etwas dreht, was für möglich gehalten wird, der Sachverhalt jedoch nicht bewiesen oder verifiziert ist. Oder habe ich da in der Schule nicht richtig aufgepasst?
@poiuztrewq: Du kramst tatsächlich passende Threads aus dem Archiv, um deine Ansicht der Dinge dem staunenden Laien vorzutragen. Ich bin kein Mediziner, wie es Amos ist, aber ich stand 30 Jahre unter der Kontrolle des Medizinischen Instituts der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Jedes Jahr war das Verhältnis von LDL und HDL ein besonderer Besprechungspunkt bei der internistischen Abschlussbesprechung. Und exakt diese populärwissenschaftlichen Begriffe "gutes und schlechtes Cholesterin" und deren Verhältnisse zueinander waren entscheidend für die Freigabe für ein weiteres Jahr in einer besonderen Verwendung oder eben der Ausschluss. Und dies ist heute noch so.
Zitat:"Streng genommen ist das Bestimmen der Cholesterinwerte sowieso völliger Unsinn".
Dass sich die konzentrierte medizinische Kompetenz dieses Institutes irrt, ist unwahrscheinlich. Und schon gar nicht glaubwürdig ist das Abstützen der eigenen Meinung auf einen nicht unumstrittenen Außenseiter-Mediziner aus Dänemark.
Zum Begriff "Hypothese": Wenn man sich die Daten diverser Studien anguckt, anstatt die Auswertungen zu lesen, kann kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Cholesterinwerten und Herzinfarkten /Arteriosklerose/Schlaganfällen hergestellt werden. Das könnt Ihr gerne selbst nachrechnen. Und ohne Ärzten daraus einen Vorwurf machen zu wollen - die haben meist weder die Zeit noch den Anreiz, sich mit den Studien selbst zu befassen.
Ravnskov habe ich nur deshalb angeführt, weil er in seinen Publikationen die entsprechenden Studien ausführlich und nachvollziehbar zitiert. Er ist auch kein durchgeknallter Alternativmediziner, sondern weist lediglich darauf hin, dass es erhebliche Ungereimtheiten in der Theorie, Cholesterinwerte und Herz-Kreislauferkrankungen stünden in einem Kausalzusammenhang, gibt.
(Im übrigen finde ich es etwas merkwürdig, dass soviel Wert darauf gelegt wird, dass der von mir angeführte Autor aus Dänemark kommt. Läuft das hier nach dem Motto: In so einem kleinen Land gibts keine ordentlichen Wissenschaftler?)
Aber das eigentliche Thema war "gutes" Cholesterin.
Wie der Bergriff "Stoffwechsel" schon ausdrückt, werden die Moleküle in unserem Körper ständig umgebaut und ausgetauscht. Also wird logischerweise auch das (essentielle und zum größten Teil vom Körper selbst synthetisierte) Cholesterin hin und her transportiert. Und LDL- bzw. HDL stellen lediglich zwei verschiedene "Transportformen" für das Cholesterinmolekül dar.