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Noch Fragen?

Was ist ein "geschlossener Fonds"?

Ich habe gehört, dass es "offene" und "geschlossene" Fonds gibt. Auch, das "offene" Fonds manchmal geschlossen werden, das dann aber kein "geschlossener Fonds" ist.
Frage Nummer 6666
Antworten (5)
Geschlossene Fonds haben von Anfang an eine begrenzte Teilnehmerzahl. Ist diese erreicht, kann man am Fonds nicht mehr teilnehmen.
Bei geschlossenen Fonds ist nicht die Teilnehmerzahl fix.... es ist die Anlagesumme.

Geschlossene Fonds werden z.B. gern für einzelne Gewerbeimmobilien oder Schiffe aufgelegt.
Die Investitionssumme ist fix und der Fonds wird geschlossen, sobald das Geld für das entsprechende Vorhaben zusammen ist.

Das besondere an geschlossenen Fonds ist, dass idR am Anfang Verluste eingefahren werden, da z.B. das Gebäude erst gebaut werden muss.
Diese Verluste können dann mit späteren Gewinnen, sobald das Investitionsobjekt halt Umsatz einfährt, verrechnet werden.

Lohnt sich idR nur für Leute, die grundsätzlich recht viel Steuern zahlen und durch diese Verrechnungsmöglichkeit ihre Steuerlast drücken können.
Man ist als Fonds-Anteilinhaber voll im unternehmerischen Risiko, was z. B. eine Nachschußpflicht beinhalten kann, wenn es nicht läuft. Die Gewinnerzielungsabsicht muß für das FA im Vordergrund stehen, sonst wird das schnell mal zur Liebhaberei erklärt mit entsprechenden Steuerrückforderungen. Nur für Profis, die wissen, daß Steuern nur verschoben, nicht "gespart" werden können.

Offene Fonds verkaufen täglich handelbare Anteile z. B an Großimmobilien. Wollen zu viele Anteilinhaber Kasse machen, kann der Fonds geschlossen werden, weil sonst u.U. Immobilien verkauft werden müßten.
Beim Einsatz geschlossener Fonds gibt es normalerweise ein klickendes Geräusch im Moment des Öffnens. Das zeigt, dass der Fonds noch nicht anderweitig verwendet und danach ggf. verwässert wurde. Man sollte bei der Auswahl je nach Gericht auch die Geschmacksfrage nicht außen vor lassen. Schließlich gibt es geschlossene Fonds in vielen Variationen. Professionelle Verwender produzieren ihre (meist offenen) Fonds selbst. Werden sie jedoch in größeren Mengen hergestellt als direkt benötigt, werden auch sie regelmäßig in geschlossene Fonds umgewandelt. :-)
§ 15b Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen
(1) 1Verluste im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodell dürfen weder mit Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach § 10d abgezogen werden. 2Die Verluste mindern jedoch die Einkünfte, die der Steuerpflichtige in den folgenden Wirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt. 3§ 15a ist insoweit nicht anzuwenden.
Vorsicht also mit Steuersparfonds!