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Noch Fragen?

Was ist genauer bei der Streckenmessung?

Google maps oder mein Fahrradcomputer? Mein Fahrradcomputer zeitg ca. 10% mehr an, obwohl m.E. korrekt eingestellt...
Frage Nummer 3000054388
Antworten (47)
Hallo
Zunächst möchte ich feststellen, dass beide Verfahren ungenau sind.
Davon ist vermutlich der Fahrrad Computer das Genauere.
Du kannst seine Anzeige noch verbessern, indem du den genauen Abstand der Nabenmitte bei belastetem Rad feststellst und mit diesem Radius die Abrollstrecke errechnest.
Damit kannst du auf eine Genauigkeit von ca. 2cm kommen.
Bei Google Maps ist schon der Zeiger im besten Maßstab 5cm dick.
Gruß
R.
Danke für die Antwort. Kannst du mir sagen, was du mit 2 cm Ungenauigkeit meinst? Pro Kilometer gerechnet?
Und wenn der Google-Zeiger 5cm dick ist, wäre das ja kein Problem, weil das ja nur einmal pro Messung relevant wäre...Grüße
Das kannst du selbst herausfinden. Fahre mit dem Auto eine möglichst gerade Strecke und merke dir den Tachostand vorher und nachher. Dann fährst du dieselbe Strecke mit dem Fahrrad und vergleichst die Ergebnisse. Dann misst du die Strecke in google maps, und vergleichst das ebenfalls. Wenn du dann drei verschiedene Ergebnisse erhältst, weiß ich auch nicht weiter. Oder du überprüfst deinen Fahrradcomputer in einem Stadion mit festgelegter Streckenlänge, 10 Runden, dann dürfte die Sache klar sein.
Die 2cm dürften sich auf denReifenumfang beziehen.
Bei einem 28"-Rad also rund 2,2m, da wären 2cm besser als 1%. Eine sehr(!) optimistische Schätzung. Es könnte sich noch beziehen auf die Messung des Radius (ca. 35cm) dann wäre die Genauigkeit ca. 6%, das sollte zu schaffen sein.

Den Vergleich mit dem Auto würde ich nicht empfehlen. Auch da sind die Messtoleranzen erheblich.

Der Vorschlag von Dorfdepp, im Stadion zu eichen erscheint mir noch das Beste, da Du zum einen nicht exakt in der Mitte Deiner Bahn fahren kannst, zum anderen auch die Bahnlänge nicht absolut exakt stimmen kann, sollte man dort 1-2% Genauigkeit erreichen können.
Für alles was genauer ist, wird der Aufwand ziemlich hoch.

Wie immer und überall gilt:

"Wer misst, misst Mist!"
Ja, der Tipp mit der Stadionrunde ist gut.
Nach meiner Meinung müsste google maps vor allem auf lange Strecken sehr genau sein, denn es misst ja GPS-Daten, und dann hängt es vor allem davon ab, wie oft der Standort abgegriffen wird...
Ich hatte mir überlegt, ob die 10% mehr von den Schlangenlinien kommen kann, die man automatisch fäührt, aber das kommt mir sehr viel vor...naja, nach einer Stadionrunde werde ich es wissen...
Wenn gerade kein Stadion in der Nähe ist, tut es auch eine Landstraße. Die Berenzungspfosten sind genau 50 m voneinander entfernt, also 20 Pfosten = 1 km. Ich würde aber sowhl im Stadion wie auf der Landstraße mindestens 4 bzw. 5 km fahren, um Schlenker, Abweichungen von der Strecke usw. auszugleichen. Das ist eine Grundregel der statistischen Messtechnik, wenn das Ergebnis einigermaßen genau sein soll.
rrankewicz hat bereits vor Jahren vor Jahren ähnliche Fragen gestellt und ist deswegen nicht ernst zu nehmen. Es ging , z. B. mal um eine Heizung, welche nachts einen Lärm von 10 dB (A) verursachte. Hatte er mit nem Zollstock (Gliedermaßstab) gemessen. Lasst euch doch nicht von einem derartigen Kasper verladen.
-1 * vor Jahren
@ Amos 2.0
Natürlich misst man den Schallpegel mit einen Zollstock. Wie sonst?
With beans into someones ears, should we not?
Mit Google Maps misst man die Entfernung, mit dem Fahrradcomputer die gefahrene Strecke. Das ist nicht dasselbe.
Man fährt z.B. mit einem Fahrrad nicht gerade sondern in mehr oder weniger unmerklichen Schlangenlinien.
Dazu kommen Steigung und Gefälle, bei denen man die Hypotenuse fährt, währen Maps die Kathete misst. Auch das ist nicht viel, aber insgesamt erscheint logisch, dass der Fahrradcomputer am Ende mehr anzeigt als der PC.
Als Erklärung für die gesamten 10% erscheint mir das nicht hinreichend, aber ein paar Prozent werden da schon zusammenkommen.
Aha!
@ ing 793
Du bist in Finanz-, Versicherungs- und Rechtsfragen absolut Spitze. Warum begibst du dich auf Glatteis und beantwortest technische Fragen?
Wer exakt messen will, markiert sich eine Stelle am Reifen, fährt eine Umdrehung und kalibriert dann den Fahrradcomputer entsprechend. Und zwar vor jeder Fahrt, denn Luftdruck und Reifenabrieb ändern den Umfang. Alles andere ist ungenau. Aber die Frage ist doch: wofür soll die hohe Genauigkeit gut sein?
Aha! Hausfrauenwissen schlägt Wissenschaft, 1:0. Bravo!
Kaktus, es geht ja nicht um Zentimeter, sondern um 10 % Unterschied, also 1 Kilometer mehr auf zehn. Abgesehen davon sind ja manchmal Fragen an sich interessant, sollte man zumindest für eine "Wissenscommunity" meinen...
Wäre doch wohl eher Hundewissen oder? ;) Eine Möglichkeit wäre auch, beim Fahrradfahren Snoopy an der Leine mitzunehmen und ihm einen Hundeschrittzähler umzubinden: http://www.japantrendshop.com/DE-schrittz%C3%A4hler-f%C3%BCr-hunde-von-takara-tomy-p-504.html. Aus der Schrittgrösse kann man dann die zurückgelegte Entfernung bestimmen.
Ich erinnere mich an die Heizungsfrage (und an die Heizung) kann sich ja jeder ein Bild machen...:-D http://www.stern.de/noch-fragen/heizungsgeraeusche-1000626421.html
Gelesen, Frage OK.
Ich hab' euch alle lieb, Hundsrück verdammi no a moi!
@dorfdepp: weil ich's kann!
@rrankewicz: war ja nur eine Idee. Der Einfluss der Schlangenlinien (wenn es denn ein messbarer ist) lässt sich reduzieren, indem man den Aufnehmer vom Vorder- ans Hinterrad wechselt. Reduziert sich die Abweichung merklich, dann ist was dran an der Theorie. Wenn nicht, dann nicht.
Das Möchten und das Können stellen jeweils zu beachtende Unterschiede dar.
Das Vorder- und das Hinterrad fahren also unterschiedliche Strecken.
Das Vorderrad mehr als das Hinterrad. Ich habe mich schon gewundert, weshalb mein Fahrrad immer länger wird.
Früher passte es noch in die Garage, jetzt nicht mehr.
Das könnte eine Lösung darstellen, zumindest ansatzweise.
@Paulchen: Falls Dir das wirklich nicht klar ist: Fahr mal Schlangenlinien im Sand, Matsch oder im Schnee. Dann kannst Du an den Spuren ganz deutlich sehen, dass das Hinterrad zwar auch Schlangenlinien fährt, das aber etwas weniger "schlängelt". Das Hinterrad fährt gewissermaßen also eine Abkürzung..
Aus dem selben Grund kommt man besser in eine Parklücke, wenn man rückwärts einparkt.
BTW: Der Abstand zwischen den allseits bekannten Leitpfosten beträgt jeweils ca. 50 m.
Die Betonung liegt auf "Cirka" und auch nur auf gerader Strecke. In Kurven sind die Abstände deutlich geringer.
Ich habe das mal grob überschlagen: unter der Annahme: 28"-Rad und "Schlängel-Amplitude" 20cm und einer Übersetzung Kettenblatt zu Ritzel von 3:1, verlängert sich die Strecke (fürs Vorderrad) um ca. 8-9 Promille also knapp 1%. Die detaillierte Rechnung erspare ich mir und Euch aber jetzt.
Es bleibt aber, logarithmisch betrachtet, nahezu das Gleiche.
Matthew,
ich fahre täglich im Schnee. Daher wird mein Fahrrad ja ständig länger. Und das Rückwärts-Einparken ist jetzt ein Kinderspiel.

Ich wohnte mal in Lockhart, NSW, in der Matthews Street. Ist das nicht ein Zufall?

See ya, mate
Paulchen
Du fährst täglich im Schnee? Bist Du Eskimo und wohnst in der Arktis? Deine Münchhausengeschichten werden immer abenteuerlicher!
Wie gewinnt man Brom? Ganz einfach! Man legt Brombeeren ins Eisfach. Dann verbinden sich die Beeren mit dem Eis zu Eisbären und das Brom wird dadurch in elementarer Form frei.
Oder man geht mit Rp. in die Apotheke und kauft Bromazepam.
Erstaunlich, wie viel man zu diesem Thema lesen kann. GPS-Daten sind immer Luftlinie, berücksichtigen also keine Steigungen und Gefälle. Google maps, sowie alle Navigationsgeräte, berücksichtigen Höhen und Täler. Ich kann mir im Moment allerdings nichts präziseres vorstellen, als einen Fahrradcomuter. Kein Schlupf (oder mathematisch vernachlässigbar), keine Messgrößenveränderung durch Gummiverschleiß (echt witzig, das weiter oben zu erwähnen). Für max. Präzision würde ich, um den Fahrradcomputer einzustellen, das belastete Hinterrad (Durchmesser), oder wenn das nicht geht, natürlich den Umfang des Rades nehmen.
Google Maps berechnet die Strecke zu einer Almhütte z.B. richtig, würden da keine Höhenunterschiede berechnet, wären es lotrecht nur wenige Meter.
Für die Differenz von 10% (bei korrekt eingestelltem Rad) habe ich keine nachvollziehbare Erklärung.
Interessant wäre es, alternativ beide Koordinaten in ein PKW-Navi einzugeben, und dort die Entfernung abzulesen.
@Amos2.0,
ich weiß zwar nicht, weshalb du dir einen solchen dusseligen Nick zugelegt hast, und ich weiß auch nicht, was Buddy Holly mit einer Streckenmessung zu tun hat.
Aber trotzdem vielen Dank. Buddy Holly gehört zu meinen ewigen Favoriten.

@Amos,
nun mal wieder so ein bescheuerter Beitrag von dir. Du weißt, wo ich wohne, und dass du Ironie nicht erkennst, selbst wenn man sie dir vor den Bauch binden würde, ist hier wohlbekannt.
Arme Wurst!
Geh' zum Fischmarkt. Wenn Du Glück hast, gibt es was umsonst.
Was ist ein Fahrradcomputer?

Ist es das kleine Ding an meiner Lenkstange, das mir das Datum und die Uhrzeit angibt, die gesamte Strecke anzeigt, die ich gefahren war, seitdem ich das Ding eingeschaltet habe, die Geschwindigkeit, mit der ich mich bewege, übermittelt, und nach Ende der Fahrt mir mitteilt, wie weit ich gefahren war?

Das kleine Gerät, so groß wie vier Gummibärchen, wird mechanisch angetrieben von einer Schraube, befestigt an einer Radspeiche.

Oder schleppt da jemand einen PC oder iPod mit sich herum?
Ein Maßband, wie früher bei den Bundesjugendspielen, ist optimal.
No kloar, mien lütted Schmuddelkind, for dik langt dad allemol von rut aut of de Bed, bit hinnemang to de Briefkosten.
@paule
Komisch, da das Hinterrad an Deinem Rad immer die Abkürzung fährt - hat es das Vorderrad nicht schon längst üerholt?
Paul, ich kenne noch Tachos von früher, die über eine Welle angetrieben werden. Das ist hier aber nicht gemeint, zumindest nicht von mir. Ein heutiger Fahrradcomputer besitzt eine Batterie, und einen Reedkontakt*, der mit einem Kabel zum Computer verbunden, in unmittelbarer Nähe zum drehenden Rad angebracht wird. An einer Speiche wird ein kleiner Magnet befestigt, der bei jeder Radumdrehung einmal an dem Reedkontakt vorbeikommt, und dort einen Impuls auslöst. Diese Impulse werden im Computer gezählt, und in Abhängigkeit zum Radumfang in verschiedene abrufbare Werte umgerechnet.
Wenn es 200 Impulse gibt in einer Minute, und der Radumfang feststeht, kann daraus eine recht genaue Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke berechnet werden.
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*)Reedkontakt: Kontakt, der durch ein Magnetfeld geöffnet oder geschlossen wird.
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Ich will nicht ausschließen, dass es das heute auch schon komplett kabellos gibt, via Bluetooth.
Nein, Matthew,
dass die Hinterräder die Vorderräder überholten, war mir nur bei meinem Porsche 911 SC, dem richtigen Porsche mit luftgekühltem Motor, passiert.
Das ist lange her und ich kann mir so teure Autos nicht mehr erlauben.
Stattdessen habe ich ja mein Fahrrad, das immer länger wird, und ich es zärtlich "my Stretch Limo" nenne.
Danke bh_roth für die leicht verständlichen Ausführungen.
Wie du weißt, lebe ich in einem Third-World Country, und wir hinken dem Rest der Welt technologisch weit hinterher.

Mein 4-Gummibärchen Rundenzähler ist anscheinend mechanisch-elektrisch, denn es hat eine winzige Batterie, so eine, wie Amos sie in seinem Hörgerät hat.

Und an der Radspeiche ist eine Schraube, die ich mit flinken Fingern selbst angebracht habe *stolz*. Sie flutscht immer an so einem anderen Teil vorbei. Wenn die Schraube ein Geber ist, ist das wohl ein Nehmer. Und wie allgemein bekannt, ist Geben seliger denn Nehmen*.

Es klackt nicht einmal wenn da geflutscht wird. Das ist dann wohl elektrisch oder, oh je, sogar elektronisch. Und blaue Zähne bekommen wir hier nicht, dazu ist es nicht kalt genug *bibber*

Es interessiert mich jedoch immer noch ungemein, wie groß eure Fahrradcomputer sind. Langt ein iPod?

*Ja, ja, Schmuddelkind, du nimmst an, Geben und Nehmen sollte man mit einer Minuskel am Anfang schreiben ... hihihi ...
Oh je, bh_roth,
so weit seid ihr in Deutschland uns anscheinend auch nicht voraus.
Ich habe mal eben bei Wikipedia nachgesehen und einiges kopiert:

Reed receiver
From Wikipedia, the free encyclopedia

A reed receiver or tuned reed receiver (US) was a form of multi-channel signal decoder used for early radio control systems. It uses a simple electromechanical device or 'resonant reed' to demodulate the signal, in effect a receive-only modem. The encoding used is a simple form of frequency shift keying.

These decoders appeared in the 1950s and were used into the early 1970s. Early transistor systems were in use in parallel to them, but they were finally displaced by the appearance of affordable digital proportional systems, based on early integrated circuits. These had the advantage of proportional control.

Hmm, early 1970s. Das war vor über 40 Jahren.
Paul, ich habe nicht behauptet, das Reedkontakte und deren Nutzung etwas neues wäre. Und wie du es von deinem Rad beschreibst, ist das auch bei deinem Rad so, auch wenn du kein Geräusch hörst. Der Reedkontakt ist ziemlich winzig, damit er von Magnetfeld auch bewegt werden kann. Diese "Sensoren" sind äußerst billig, und somit können auch einfache Fahrradcomputer sehr preiswert sein. So um die 20 Euro. Dafür zeigen sie über ein LC-Display permanent die Geschwindigkeit an. Bei größeren Displays gleichzeitig die zurückgelegte Wegstrecke, bei meinem erst durch Knopfdruck. Bei teureren Geräten können noch mehr Parameter abgegriffen werden, wie Durchschnitt und Temperatur. Und bei moderenen Geräten die heute unerlässliche Verbindung zu einer App auf dem Smartphone.
Die Größe fängt bei etwa 4x4 cm an.
Ich denke, dass man mittlerweile auch das iPhone an das Fahrrad adaptieren kann mit einem Bluetooth-Sensor am Rad.