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Gast

Was kann ich tun, wenn der Handwerker seine Gewährleistung nicht erfüllt ?

Bei meiner Solaranlage sehen einige Module sehr eigenartig aus. Der Hersteller von den Modulen möchte ein Modul zwecks Überprüfung eingeschickt bekommen. Jedoch der Handwerker der die Anlage montiert hat, weigert sich dieses zu demontieren. Begründung - erst muß geklärt werden wer die Kosten dafür übernimmt.
Ich habe ihn schon mehrmals aufgefordert.
Frage Nummer 14240
Antworten (3)
Wenn der Fehler am Solarmodul aufgrund falscher Montage aufgetreten ist, dann ist der Handwerker in der Pflicht. Wenn es ein Fertigungsfehler des Modulherstellers ist, kann der Handwerker nix dafür, muss also auch keine Kosten übernehmen.
So wie es aussieht, wirst Du die Kosten für die Demontage erst mal vorstrecken müssen, um sie dann ggf. vom Handwerker oder Modulhersteller zurück zu fordern.
Wenn Du die Kosten für eine Sachverständigen scheust, sollte der Versuch eines Fotobeweises unternommen werden. Versuche auch, über die Handwrkskammer Präzedensfälle zu erfahren.
Rechtlich ist es so, daß nach VOB ja 5% der Bausumme von Dir einbehalten worden sind, die dem Handwerker nach ablauf der nicht in Anspruch genommenen Garantie zustehen (in der Praxis werden die nur im Kostenvoranschlag draufgehauen und gar nicht mehr geltend gemacht).
Zunächst einmal ist die Frage zu klären, wer die Anlage verkauft hat? 1) War es der Handwerker, muss er im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungspflicht (24 Monate) auch die Selbige übernehmen. Sollte sich der der Handwerker weigern, kannst Du Dein Recht ggf. einklagen. 2) Hat der Handwerker die Anlage nur montiert, verkauft hat sie Dir aber jemand anderes, kannst Du ggf. den Verkäufer um Lösung bitten. Der Handwerker muss in diesem Fall nur für die Montage Gewähr leisten (z.B. die Schraubverbindungen zum Dach).