User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Was machen offene Immobilienfonds?

Ich informiere mich gerade über verschiedene Geldanlagen und bin dabei offene Immobilienfonds zu erforschen.
Frage Nummer 1254
Antworten (6)
Also: Offene Immobilienfonds ermöglichen es die, mit wenig Kapital bei verschiedenen Immobilien-Projekten mitzumachen. Dort wird zum Beispiel ein Haus aus dem Geld von Hunderten Anlegern finanziert. Bei geschlossenen Immobilienfonds ist das zum Beispiel anders.
Jo, bei den offenen Immobilienfonds ist auch das Risiko mehr transparent. Man weiß hier einfach besser, was die so machen und unter welchen Umständen es sich eventuell lohnt, einzusteigen und mit eigenen Geld beizusteuern. Diese Fonds haben meistens ein sehr verteiltes Immobilienprofil, sodass sowohl riskante, als auch weniger riskante Immobilien gehandelt werden.
Die offenen Immobilienfonds sind ein Thema für sich. Man kann sehr viel Geld anlegen, das dann im Regelfall auch sicher ist und schneller wächst, als bei einer Staatsanleihe oder auf einem Sparbuch. Allerdings kommt es auch gelegentlich vor, dass diese Fonds zusammenbrechen. Ohne die Staatliche Garantie ist das komplette Geld natürlich weg.
In Zeiten sinkender Mieten und steigender Leerstände heißt es: Finger weg!
Zumal die alle das Betongold in der Bewertung zu hoch angesetzt haben. Folge ist, daß es vielfach weder Erträge gibt noch Auszahlung / Auflösung Deiner Fonds-Anteile möglich ist. Aber völlig "weg" kann Dein Geld niemals sein, - dann müßten sich nämlich auch die zugehörigen Grundstücke in Luft aufgelöst haben...
Offene Immobilienfonds sammeln das Geld der Anleger ein, um es in verschiedene Immobilien zu investieren. Je nach Fonds kann das in verschiedenen Ländern, unterschiedlichen Nutzungsarten (Wohnen, Büros, Einkaufszentren usw.) sein.
In jüngerer Zeit haben einige offene Immobilienfonds die Rückzahlung von Geldern ausgesetzt, da hohe Mittelabflüsse sonst dazu geführt hätten, Immobilien schnell und weit unter Wert verkaufen zu müssen. Ein guter offener Immobilienfonds hat eine entsprechend hohe Quote an Barbestand, was allerdings die Rendite drückt. Zudem sollte man sich anschauen, welche Immobilien im Fonds sind und wie lange diese vermietet sind.
Nur zur aktuellen Abrundung:
“Vielen Markteilnehmern ist überhaupt nicht klar, dass es auch indirekte Anlageoptionen für Kleininvestoren im Immobiliensegment gibt”, sagt Sebastian.

Die Direktanlage sei auch deshalb so populär, weil die Anleger immer noch kein Vertrauen in offene Immobilienfonds haben.

“Der Reputationsschaden, den offene Immobilienfonds in der Finanzkrise erlitten, ist gigantisch”, meint der Immobilienexperte. Es werde voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis die Anleger den Fondsmanagern wieder vertrauen.

“Ich sehe die Anbieter in der Pflicht. Aufklärung und Risikominimierung für die Investoren sollten an erster Stelle der Agenda der Fondsmanager stehen”, fordert Sebastian. (st)