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Noch Fragen?

Was muss ich beim Holz schlagen beachten, um mich nicht zu verletzen?

Frage Nummer 40935
Antworten (24)
Hirn einschalten, Handschuhe, Sägeschutzhose, Sicherheitsschuhe!
Wenn man diese Art von Fragen stellt ist eigentlich eine Verletzung fast vorprogrammiert. ;-)
Grundausrüstung bei arbeiten mit der Motorsäge: Schutzhelm mit Netzvisier, Ohrschützer und schnittfeste Hose mit eingenähtem Drahtgewebe. Außerdem Arbeitsschuhe mit Stahlkappen. Handschuhe sind eher optional. Ich persönlich finde diese sogar unpraktisch, da ich die Säge mit Handschuhen zumindest subjektiv schlechter halten kann. Dann natürlich ein sicherer Stand (nicht auf andere Hölzer stellen!) Ich würde Aluminiumspaltkeile empfehlen. Bei anderen kann es durchaus passieren dass Metallteile absplittern und in der Gegend herumfliegen. Eine geschärfte (!) Spaltaxt ist ebenfalls Grundlegend. Ebenso wie eine geschärfte Motorsägenkette. Das sollte man aber nur selbst schärfen wenn man es wirklich kann. (Ich persöhnlich lasse sie im Baumarkt schärfen). Und: Verletzungen kann man nie ganz ausschließen! Wenn man also Holz im Wald macht NIEMALS alleine gehen!
Nachtrag. Und wenn du selbst noch nie Holz geschlagen hast: Nimm jemanden mit der es kann!!! Es gibt auch durchaus Kurse in denen gezeigt wird wie man richtig Holz schlägt ohne sich selbst Extremitäten abzutrennen. In diesem Sinne: Gut Holz.
@Appelt: Ich habe so eine "Sägeschutzhose". Aber die hat mit Sicherheit keine Metallfäden eingearbeitet. Im Gegenteil, sie ist dafür entwickelt, sich zu zerstören, wenn das Motorsägeblatt mit ihr in Kontakt kommt. Der Stoff reißt auf, und die ewig langen Fasern darunter wickeln sich in Bruchteilen einer Sekunde in die Säge, so dass die Sägekette auf der Stelle stehen bleibt. Das ist die Schutzfunktion einer solchen Schutzhose. Kann es sein, dass es da andere Ausführungen gibt? Ich kenne nur diese Art.
Nie allein in den Wald! Wind und Wetter beachten. Fluchtweg stets vorher aussuchen. Baum in etwa Hüfthöhe in der "Scharniertechnik" fällen, damit er nicht wegspringt.
@bh_roth Wahrscheinlich ist meine Schnittschutzhose inzwischen einfach veraltet. Die hatte schon mein Vater an, als er im Wald Holz gemacht hat. Sollte mir vielleicht für das nächste Mal eine neue zulegen. ^^
☺☺Rüstung ist das Wort für diese Art "Schutzanzug"☺☺
14/18 hatten wir auch keinen Schutzanzug.
Auf den Stiel der Axt achten.
Es wäre interessant zu wissen, was genau mit Holzschlagen gemeint ist? Spalten, Sägen, Fällen?
Mach einen "Kettensägenführerschein" die werden dir am kompetentesten helfen. Die weiteren Antworten hier sind doch eher fragwürdiger Natur. Im Kettenhemd geht keiner in den Wald und auch bei Alukeilen fliegen Späne...
(Kleiner Tip: der Alukeil wird als Fällkeil in die Schneidfläche getrieben, wenn man dann mit der Säge weiterschneidet und an den Keil kommt wird die Kette stumpf, bei einem Stahlkeil würde diese ggf. reißen, da die Materialien gleich hart sind. Der kann ganauso Splitter wie jeder Stahlkeil wenn man ihn zum spalten nimmt, außer man nimmt spröde nicht zugelassene Stahlkeile, die Splitter fliegen wie Geschosse)
Niemals sägt man mit einer Motorsäge in einen Stamm, in dem ein Spaltkeil steckt. Der Spaltkeil ist das "letzte Mittel", um dem Baum das Fallen in eine bestimmte Richtung zu erleichtern
Wenn ich in meinen Wald gehe, um das Holz für die nächste Heizperiode zu schlagen (was jetzt wieder der Fall ist), nehme ich immer eine 2. Kettensäge mit, zu all den anderen Dingen, die hier schon genannt wurden. Die 2. Säge ist oft die einzige Möglichkeit, eine geklemmte Säge freizubekommen.
@ Herr Roth. Wenn Sie seit Jahren schon Ihre falsche Technik einsetzen bitteschön. Nur geben Sie keinem Anderen Ihre Ratschläge. Bei jeder Fällung sollte der Laie (und wenn hier keiner Forstwirt ist, sind wir das alle) Fällkeile nutzen. Plastik ist natürlich die beste Variante oder eben Alu. Den Fällkeil setzt man immer an und schneidet danach erst das Halteband durch, so zumindest die Lehrbuchmethode. Dann braucht man auch keine 2. Säge, wers richtig macht verklemmt keine Säge.
Alternativen zum Fällkeil sind Fällheber, hierzu wird aber eine andere Technik verwendet, da im Gesgensatz zum Fällkeil die Motorsäge nicht im gleichen Schnitt wie der Fällheber sitzen darf.
@Az666: Ich habe schon einige hundert Bäume gefällt. Und mich interessiert "das Lehrbuch" einen Dre**.. Meine Tipps kommen aus dem Leben. Nichts davon ist nicht selbst von mir erprobt und für gut befunden. Ich halte auch nichts davon, dass mehr als einer, vielleicht zwei, in den Wald gehen, um Holz zu machen. Je weniger dabei sind, auf umso weniger muss ich aufpassen, wenn "Holz fällt". Meines Erachtens ist übrigens dicht am Stamm die sicherste Stelle, wenn der Baum fällt. Da brauche ich keine Fluchtwege. Selbstverständlich räume ich diesen Bereich vorher vom Unterholz.
Diese Frage ist übrigens eine immer Wiederkehrende. Und wie ich Holz mache, und welche Umsicht ich dabei walten lasse, kannst du im Februar nachlesen, da habe ich ausführlich Stellung genommen.
Mir ist schon alles vorgekommen, was so passieren kann. Hochschlagen , im Fallen drehende Bäume, durchschneiden von unter Spannung stehender Stämme, alles ist für mich nichts Neues. Mach du dein Ding, ich mach meines.
Ohne jetzt in diesen Disput direkt eingreifen zu wollen ( von dem ich nichts verstehe) muss ich doch einem Punkt wiedersprechen bh_roth.
Hier im Schwarzwald geht niemand alleine zum Holzmachen in den Wald.
Sicher auch nicht im Rudel.
Aber niemals alleine.
Sie haben selbst erwähnt wie sich Holz im Wald verhalten kann.
Ich kenn Leute, die machen etwas schon seit 20 Jahren, sind sogar selbständig, Meister und verdienen Geld damit. Sind trotzdem Pfeifen, mach alles seit 20 Jahren falsch obwohl sie es täglich praktizieren.
Hier im Forum krieg ich tagtäglich optischen Tinnitus: ich seh nur Pfeifen.
☺☺@oberguru: Das ist eine erwartete Antwort! Mein Tipp: Nur nicht zu oft in den Spiegel schauen!☺☺
Dann raten Sie aber keinem Anfänger dazu es genau so falsch zu machen wie Sie.
Ich gehe bereits seit 20 Jahren mit anderen in den Wald zum Holzfällen und mache seit 15 Jahren selber aktiv Holz. Ich habe über diese Jahre genau soviele falsche Dinge gelernt von Lehrmeistern wie Ihnen, die es schon immer so gemacht haben.
Zum Glück wurde es bei uns im Kreis obligatorisch ein Seminar zu besuchen, welches sich mit der richtigen Holzfällung befasst. Dieses wurde von Forstwirtmeistern durchgeführt. Und wenn man sich die Todesfälle bei Waldunfällen betrachtet bin ich heilfroh dieses Seminar besucht zu haben und nun die richtigen Techniken und Sicherheitsvorkehrungen kenne.
Am Stamm der "sicherste" Platz, ist klar, schonmal totes Astwerk gesehen? Das fällt meist von oben nach unten (zumindest bei uns im Wald) auch am Stamm.
Ich stell mir das gerade bildlich vor:
bh_roth ist dabei einen Baum zu fällen (einen richtig fetten). Jetzt ist die Sache aber nicht so einfach und die Motorsäge bleibt stecken und lässt sich nicht mehr lösen.
"Kein Problem!" denkt sich rothy und greift zur 2. Säge.
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Nun ist der Teufel aber ein Eichhörnchen und die 2. Säge bleibt ebenfalls stecken! Alles Fluchen und Gut Zureden hilft nix und rothy entschliest sich schweren Herzens beim Nachbarn die Motorsäge auszuborgen...
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cut
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bh_roth steht ratlos im Wald und kratzt sich am Kopf.
Neben ihm steht ein Baum, in dem unzählige Motorsägen stecken.
@sockenpuppe: ROFL! Nicht schlecht! Da sag noch mal einer, es gäbe keinen Spaß hier. Ich muss selbst lachen, wenn ich mit dieses bildlich vorstelle. Aber, nachdem nun alle Sägen der Nachbarn im Holz festsitzen, lege ich eine Sprengschnur um den Stamm, und Rapautz, wech ist der baum. Naja, auch 2 Sägen sind Schrott- na und? Ich hatte meinen Spaß.
Inzwischen ist die Baumfällaktion aber zum Treffpunkt für das halbe Dorf geworden!
Die Nachbarn haben sich nämlich gefragt, wozu der bh so viele Sägen braucht...
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Der Dorfsherriff sperrt den Bereich mit Flatterband ab, der Kneiper hat seinen Getränkestand aufgebaut, der Bäcker kommt mit seinem Verkaufswagen an, die freiwillige Feuerwehr stellt den Brandschutz sicher.
Und die SEG des DRK baut ein Sanitätszelt auf...
Zunächst ist es wichtig für eine Feste Unterlage zu sorgen, auf der das Holz gespalten wird. Unter keinen Umständen sollte die Gefahr bestehen, das sie einbricht oder umknickt. Das Holz sollte nicht zu tief oder zu hoch sein, es sollte etwa auf Bauchnabelhöhe liegen.
Die Axt sollte von guter Qualität sein, um so einfacher geht es. Außerdem solltest du Arbeitshandschuhe tragen, die verschaffen mehr Griff und Festigkeit. Eine Schutzbrille ist absolut unerlässlich, damit du keine Holzsplitter in die Augen bekommen kannst.
Man sollte vor allem darauf achten, dass man immer vom Körper weg schlägt, sodass man sich nicht mit der Klinge verletzen kann. Außerdem sollte man nicht die Finger dazwischen haben, da dies die häufigsten Unfälle sind. Auch festes Schuhwerk sollte angezogen werden sowie Schutzhandschuhe.