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Noch Fragen?

Was muss man sich als Soldat noch alles bieten lassen?

Eben lese ich mit aufrichtiger Erschütterung, dass in einer Kaserne Dauerläufe als Sanktionierungsmaßnahme verhängt wurden. Der Ausbilder wurde natürlich sofort gefeuert. Recht so! Da geht man zur Bundeswehr in Erwrtung zu zocken, Chips zu essen und ab und zu ein sauberes Gewehr zu reinigen und dann sowas. Was kommt als nächstes? Kratzige Hosen tragen müssen oder die eigene Stube fegen? Unglaublich!!!
Frage Nummer 3000074053
Antworten (18)
Du hast vergessen das Latrinen putzen zu erwähnen. In der Kaserne gibt es keinen Reinigungsdienst, auch noch nicht ende der 80er Jahre wo ich vier Wochen da war. Bin dann gegangen, 50 Mark auf den Tisch in der Stube und eine kleine Mitteilung "Hab mir das hier nen paar Tage angeschaut, gefällt mir nicht so. Ich geh wieder. Gruß *****
schön wäre es, wenn dieser gesamte Mumpitz überflüssig wäre. Kein Militär, einfach nur Friede , Freude , Eierkuchen. Aber liebe Kaktee , stell dir mal Wachdienst vor, nichts zu tun, aber das 24 Std. /Tag, dazwischen 3Std. Pause, verteilt auf den ganzen Tag, das macht keinen Spass.
Die klare Antwort ist: NICHTS!
Keiner der zukünftigen Soldaten lässt sich einen solchen ‚Terror’ noch bieten, da wird dann eben gekündigt und man geht in die freie Wirtschaft.
Mit Methoden der 60-Jahre lässt sich heute kein Personal mehr gewinnen, die Zwangsrekrutierung ist heute Schnee von gestern. Ein moderner Arbeitsplatz in der Bw mit guter Bezahlung ist gefragt und durchaus angesagt.
Die ewig gestrigen, die meinen, die Bundeswehr ist mit Befehl und unbedingtem Gehorsam zu lenken, die irren.
Hightech-Armee mit wenig aktiven Mitarbeitern kann nur auf gleichgestellter Ebene mit viel Vertrauen und viel gegenseitiger Wertschätzung funktionieren.
Alles andere führt, so wie es genau jetzt ist, in ein völlig desolates Chaos.
Unsere Armee mit ihren Soldaten und dem zur Verfügung stehendem Material hält einer ernstzunehmenden Krise nicht stand. Wir würden sang und klanglos untergehen!
@schrat: genau das meine ich ja. Wo bleibt bei angeordneten Dauerläufen die gegenseitige Wertschätzung? Befehle im Krieg? Wozu? Wir gründen stattdessen einen Arbeitskreis und bitten den Feind seine Aktivitäten zurückzustellen, bis wir einen Konsens gefunden und die Interessen aller berücksichtigt haben.
Und wenn der Feind nicht mitmacht, dann werden wir dem aber sowas von fehlender Wertschätzung erzählen. Da sieht er dann was er davon hat. Ist doch wahr!
Musca, das brauchte ich nicht machen, bin schon vorher aus gesundheitlichen Gründen vom Dienst befreit worden.
Ich bin raus.
@StechusKaktus
Alles klar! Ich wünsche Dir und Deinem Arbeitskreis viel Erfolg!
Falls Du es noch nicht bemerkt hast, der nächste Krieg läuft schon. Bis die Bw soweit ist und Uschi Ihre Cyberarmee mit den ‚Dauerläufern’ zusammen hat, bis dahin ist …, nein, bis dahin wünsche ich Dir alles Gute.
Was, es ist Krieg? Warum sagt mir das denn keiner?
;-)
Nun, Kriege, die mir und meinen Lieben nicht wehtun finde ich auch nicht so schlimm.
In welch glücklicher Zeit leben wir, dass der Klau von Einsen und Nullen als schlimme Bedrohung gewertet wird...
Selbstverständlich ist Krieg. Wird nur oft ignoriert.
Nur mal aus Neugierde, Schrat: Hasst Du Stechuskaktus' Ironie nicht gehört?
Ich bin da übrigens auf ihrer Seite. Ein Soldat (oder auch ein Polizist oder ein Feuerwehrmann) braucht ein gewisses Maß an körperlicher Fitness. Von dieser kann im Ernstfall das eigene Leben abhängen. Und wer das nicht begreift (oder begreifen will), sollte sich einen anderen Beruf suchen.
Als Soldat oder Polizist muss ich damit rechnen, plötzlich in einer gewalttätigen Situation zu stecken. Und wenn ich nicht die Fähigkeiten und Fertigkeiten besitze, damit umzugehen, werde ich sterben. So einfach ist das. Und ich habe lieber Schlamm im Gesicht und in den Klamotten als eine Kugel in der Brust. So einfach ist das.

Allerdings gibt es auch Grenzen. Der Vorgestzte hat auch eine Fürsorgepflicht. Ein Dauerlauf bis zum körperlichen Zusammenbruch ist als Strafemaßnahme sicherlich nicht akzeptabel; im Rahmen der Ausbildung (also für alle!) ist ein Test, der die Leute an ihre Leistungsgrenze bringt, unter Beachtung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen und unter bestimmten Bedingungen aus meiner Sicht durchaus vertretbar.
Solitude....flüster....das ist von 1979........

nur mal so nebenbei erwähnt.....
Opal, leider hast du von der BW genau so wenig Ahnung wie von den Verhältnissen in den USA. Nur in der Grundausbildung gibt es noch "Stuben- und Revierreinigung". Ich kenne das nicht anders, und mein Eintritt in die BW war 1976.
In den Einheiten sind überall zivile Reinigungskräfte am Werk, weiblich, sehr zur Freude der Soldaten, weil darunter auch durchweg attraktive junge Frauen waren oder sind, die auch schon mal von Soldaten zum Traualtar geschleppt wurden.
.
In meiner Einheit hatte ich manchmal den Eindruck, in einer Sportstaffel zu sein. Dort konnte jeder nach eigenem Gutdünken Sport treiben. Da brauchte niemand Dauerläufe anordnen. Da ging sogar ein umfangreiches Training einer ganzen Mannschaft für einen Marathonlauf oder für die Teilnahme am nächste Ironman ok. Ganz ohne Zwang. Oder man machte Rettungsschwimmabzeichen bis hin zum Lehrschein. Oder bereitete sich auf den berühmten 4-Tage-Marsch in Nijmegen (4x50 km) vor. Oder ging Tennis spielen, oder, oder. Alles freiwillig.
@hphersel
Ach so, das war alles ironisch gemeint.
Nah, dann ist ja alles gut … ;-)
Ich hatte allerdings eher das Gefühl, StechusKaktus wollte mich ein klein wenig aufziehen.
Macht aber nichts, ich halte mich dann lieber ganz raus bevor meine Beiträge ins lächerliche gezogen werden.
bh, von der BW hab ich wirklich keine Ahnung, war ja nur 14 Tage da und davon sicher 8 im BW Krankenhaus. Dann Ausmusterung, noch 14 Tage zu Hause und dann wieder in den Job rein.
im übrigen, schrat: Befehl und "unbedingten" Gehorsam hat es bei der Bundeswehr nie gegeben.
Zunächst: Was ist eine "Sanktionierungsmaßnahme"?

Wenn das geklärt ist, können wir weiter diskutieren.
Hallo Schrat
Deine Antworten haben mit Satire oder ähnlichem nichts mehr zu tun.

Du solltest bedenken, dass wir (noch) in einer offenen Gesellschaft leben, in der solche Fehlentwicklungen auch publik werden.

Im Gegensatz dazu sollte man sich über die (Wehr)Kampf Untüchtigkeit der rigoros kontrollierten Armeen informieren.

Und jetzt die Masterfrage: Wie erzeugt man bei Soldaten die höchste Motivation?
Man verspricht ihnen 72 Jungfrauen
Nur so wenig? Die brauch ich doch schon um mir den Bombengürtel umzulegen, da mir das noch keiner liefern konnte geh ich euch noch auf den Nerv muaahahah