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Noch Fragen?

Was passiert eigentlich mit Menschen die Ihre Geburtsdaten nicht wissen? Wie geht der Staat damit um?

Frage Nummer 32164
Antworten (4)
Aus der Verwaltungsvorschrift zum Passgesetz:

"Ist das genaue Geburtsdatum nicht bekannt, sondern
lediglich der Geburtsmonat und das Geburtsjahr
oder nur das Geburtsjahr, so ist der Eintrag
unter Hinzufügung von XX für die fehlenden
Daten vorzunehmen (Bsp.: XX. 10. 2006 oder
XX. XX. 2006). Die Ausstellung eines Passes erfordert
mindestens die Eintragung eines Geburtsjahres.
Ist auch dieses unbekannt, ist ein von der
antragstellenden Person angegebenes Geburtsjahr
einzutragen, sofern diese Angabe nicht offensichtlich
unglaubhaft ist."
Wenn es sich um einen Waisen handelt, bei dem das Geburtsdatum nicht herauszufinden ist, so wird das wahrscheinliche Geburtsdatum tatsächlich geschätzt und genauso, als "geschätzt" in den Personalausweis eingetragen. Sollte man keinen Tag als wahrscheinlich einschätzen, so werden nur voraussichtlicher Monat und Jahr vermerkt.
Bei Waisen kommt es relativ häufig vor, dass man das genaue Geburtsdatum nicht weiß. Es hört sich ein wenig merkwürdig an, aber das Geburtsdatum wird tatsächlich geschätzt und genauso, mit dem Wort "geschätzt" in den Personalausweis eingetragen. Die Behörden gehen sogar so weit, dass sie in Ausnahmefällen nur einen geschätzten Monat und ein Jahr angeben. Einzig und allein die Marge gilt, dass das geschätzte Geburtsdatum im Rahmen von 5 Jahren liegen sollte.
Bei Menschen, die ihr genaues Geburtsdatum nicht wissen, wird durch eine ärztliche Untersuchtung ein Geburtsjahr festgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt bekommt die betreffende Person das Geburtsdatum erster Januar des aus der Untersuchung resultierenden Jahres zugewiesen. Dieses wird dann auch auf den Personalausweis geschrieben und ist rechtsverbindlich, z.B. für die Volljährigkeit.