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Noch Fragen?

Was sind eigentlich typisch deutsche Traditionen? Nur Disziplin und Ordnung?

Frage Nummer 24621
Antworten (14)
Tradition meint ja das Weitergeben von kulturellen Inhalten über Generationen hinweg. Die sind oft eher an eine Region oder eine Personengruppe gebunden. Die Tracht als traditionelle Kleidung etwa in Bayern oder das Richtfest mit bunt bebändertem Baum am First unter Zimmerleuten. Auch innere Haltungen oder Überzeugungen können Teil einer Tradition sein. Aber ich würde sie nicht damit gleichsetzen. Geht es dir also im Kern um deutsche Traditionen oder um deutsche Werte und darum, was "uns Deutsche" ausmacht? Uns "Dichter und Denker" - um mal eine weitere Zuschreibung und vielleicht auch Tradition zu nennen.
Weltoffenheit und Toleranz.
Gründlichkeit und Obrigkeitshörigkeit.
Was der Deutsche macht, macht er gründlich. Wenn er Autos baut, sind's die besten, gleiches gilt für Autobahnen oder Züge (Transrapid), Lange hatte er die besten Physiker, Chemiker und Ärzte. Deutsch war in China bis zur Kulturrevolution Pflichtsprache, um dort Medizin studieren zu können!!!
Dann kam ein Österreicher und räumte ordentlich auf. So gründlich, dass die besten Wissenschafter hinterher tot oder im Ausland waren und das Land hemmungslos zerstört war. Und die Deutschen erholten sich nicht nur von dieser Katastrophe, nein, sie waren wirtschaftlich gesehen sogar die Gewinner, im Gegensatz zu den militärischen Siegern...
Nur mit der Eigeninitiative hapert es. Der Deutsche übernimmt nur ungern Eigenverantwortung; lieber schimpft er über die Politiker, als sich zu erheben. In Deutschland regen sich die Leute am Stammtisch auf, tun aber nix, während anderswo Barrikaden brennen. Auch das ist typisch deutsch. Leider...
Das Oberlehrertum möchte ich hinzufügen. Täglich auf der Autobahn zu beobachten:
"Da steht 120 - also fahre ich 118 km" (und wenn s real nur 110 sind) - und das stur auf der linken Spur von Hamburg bis Basel, wenns sein muß.
Daß es jemand in Notlagen eiliger haben könnte (Unfall, Krankheit, Tod etc.) wird nicht gerafft.
Freies Denken und große Visionen und Erkenntnisse zu haben und dabei beharrlich, sachlich und exakt den entstehenden Fragen nachgehen, zeichnet uns aus. Schauen Sie sich einfach den Link zu diesem Zitat an:
„Das Geistige ist für mich fundamental, und ich gehe sogar so weit
zu behaupten, dass es keine Materie gibt, sondern nur Geist.“ (6)
Prof. HANS-PETER DÜRR, Physiker
@ Starmax: Bei den "Oberlehrern" bzw im Umgang mit Regeln allgemein musst Du grob unterscheiden zwischen den vor- und den Nach- 1968ern. Die Vorgeborenen Stellen sich auf den Standpunkt:" Regeln sind da, um eingehalten zu werden, und wenn Du das nicht tust, werde ich Dich dazu zwingen", die "Nachgeborenen" haben gelernt, dass Regeln unwichtig sind und im Zweifelsfalle erst mal ignoriert werden können und sollen. 120? Mein Auto kann auch schneller! Ampel rot? Interessiert mich nicht!
Beiden gemeinsam ist die Abwesenheit von Empathie für die anderen und die Überzeugung, im Recht zu sein...
Und auch dieses Recht-haben-wollen ist typisch deutsch. Deswegen hat ein deutscher Autofahrer in Paris auch keine Chance. Er verlässt sich auf die Verkehrsregeln, während die Franzosen sich untereinander unabhängig von den Regeln verständigen und durchaus auch mal auf das eine oder andere Vorrecht verzichten, wenn dadurch alles flüssiger läuft...
Du verwechselst Traditionen und Tugenden. Tugenden, die (angeblich) typisch deutsch sind, sind noch Pünktlichkeit und Sauberkeit. Traditionen sind zum Beispiel die Oster- oder Weihnachtsbräuche: Adventskranz, Weihnachtsbaum, Ostereier bemalen, Osterhase. Aber auch Sachen wie die SCHultüte zum Schulanfang oder Brot und Salz zum Einzug.
Na ja, das sind ja eher Werte oder Charaktereigenschaften, die man den Deutschen nachsagt. Als Tradition würde ich eher solche Dinge nennen wie, dass wir Weihnachten am 24.12. feiern, an Ostern Osternester verstecken, an Silvester Bleigießen machen. Oder auch, dass frischvermählte Ehepaare beim Gang aus der Kirche mit Reis beworfen werden.
"Typisch deutsche Tradition" Reiswerfen.
Ja klar.
Weil bei uns auch so viel Reis angebaut wird, nicht wahr?
Oh, und ganz vergessen: Am 24.12. feiern "wir Deutschen" "Heilig Abend". Weihnachten am 25. und 26. 12.

Woher kommst Du nochmal?
In Deutschland Reis bei Hochzeiten zu werfen ist eine Tradition, die aus England übernommen wurde (wo auch kein Reis angebaut wird). Schuld daran sind „The Beatles“: Eleanor Rigby, picks up the rice in the church where a wedding has been ...
Klick mal auf den Link oben ....
Tat ich bereits. Aber ist das die ganze Wahrheit? Reis bei Hochzeiten zu werfen ist very British.
Ach das mit den Tugenden (nicht Traditionen, das ist was anderes!) ist immer so eine Sache, oft sind es auch nur Klischees, denn es sind ja nicht alle Menschen gleich. Man sagt den Deutschen ja nach, dass sie im weltweiten Vergleich in der Pünktlichkeit weit vorne liegen. Also das ist vielleicht noch ein Punkt, den man dazu zählen kann.